Länder- und Heimatkunde
Programm 2026 - 1. Halbjahr
Das Programm für das 2. Halbjahr 2026 erscheint am Freitag, 26. Juni 2026.
Gemeinsame Veranstaltungen der Heimatkundigen im VVV und der Volkshochschule Langen:
Samstag, 21. Februar 2026, 14 Uhr
Hebammen und Stadtgeschichte
Museumsöffnung.
Die erste um 1652 nachgewiesene Hebamme in Langen war Anna Gaußmann. Sie und viele ihrer Nachfolgerinnen waren angesehene Frauen in der Gemeinde. Obwohl eine erste Hebammenschule in Mainz bereits 1484 erwähnt ist, mussten die Langener Geburtshelferinnen oft mit primitiven Instrumenten Hausgeburten erfolgreich durchführen können. Jede zwanzigste Frau im 16. und 17. Jahrhundert starb im Kindbett. Erst 1803 ließ die Gemeinde Langen einen „Wochenmütter-Saessel“ herstellen, um die Geburten zu erleichtern. Gaby Klein forscht schon seit längerem zu diesem Thema und wird eine Einführung geben. Auch die Sammlungen des Museums stehen zur Besichtigung bereit.
Gaby Klein, Prof. Frank Oppermann, Museum Altes Rathaus, Wilhelm-Leuschner-Platz.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Spende für die Arbeit der Heimatkundigen wird gebeten.
Keine Anmeldung erforderlich.
Sonntag, 15. März 2026, 14 Uhr
Langener Straßennamen
Stadtführung - Dieser Kurs ist bereits ausgebucht. Ein Eintrag in die Warteliste ist möglich.
Was wurde früher im „Hegweg“ gehegt und gepflegt? Ist im Wort „Wallstraße“ nicht seit Jahrzehnten ein Tippfehler, muss nicht statt einem „Doppel-l“ vielmehr ein „ld“ stehen? Doch ein Wald ist nicht zu sehen und ein Wall auch nicht. Haben die Bauern in der „Schafgasse“ keine Schweine und Kühe gehalten? Wo ist der Born in der „Borngasse“? Und was hat es mit den verschwundenen Namen der „Erbsengasse“ oder des „Sonnengässchens“ auf sich? In einem kleinen unterhaltsamen Stadtrundgang wird die Herkunft der Namen der Straßen und Gassen in und um die Langener Altstadt erläutert sowie Geschichten und Geschichtchen erzählt, die sich einst dort abspielten.
Prof. Frank Oppermann, Treffpunkt: Aral-Tankstelle, Frankfurter Straße 19.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Spende für die Arbeit der Heimatkundigen wird gebeten.
Begrenzte Teilnehmerzahl. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung bei der Volkshochschule (Kurs-Nr. EV03).
Samstag, 21. März 2026, 13 – 17 Uhr
200 Jahre Altes Rathaus
Tag der offenen Tür.
Im Jahre 1826 hat sich der damalige Marktflecken Langen ein neues stattliches Rathaus geleistet, das bis in die 1970er Jahre als solches genutzt wurde. Ab 1983 befindet sich darin das Museum zur „Sammlung zur Stadtgeschichte“. Aus Anlass des 200jährigen Bestehens des Gebäudes werden alle Abteilungen des Museums vorgeführt. Zu jeder vollen Stunde findet ein Kurzvortrag durch Langener Heimatkundige in den entsprechenden Abteilungen statt.
Prof. Frank Oppermann, Heribert Gött, Gerd J. Grein, Reinhold Werner, Museum Altes Rathaus, Wilhelm-Leuschner-Platz.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Spende für die Arbeit der Heimatkundigen wird gebeten.
Keine Anmeldung erforderlich.
Samstag 25. April 2026, 14 Uhr
Langener Koberstadt
Die Fahrrad-Stadtführung (Kurs-Nr. EV06) mit Reinhold Werner entfällt!
Samstag, 16. Mai 2026, 14:30 Uhr
Goethe und die Goethezeit in der Dreieich
Führung. Dieser Kurs ist bereits ausgebucht. Ein Eintrag in die Warteliste ist möglich.
Der Neuhof in der Gemarkung der heutigen Stadt Dreieich ist eine alte herrschaftliche Domäne, deren Ursprünge sich erstmals im Jahre 1497 urkundlich belegen lassen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg ließ Graf Johann Philipp von Isenburg den ruinösen Gutshof wieder aufbauen und machte die Ansiedlung zur Musterdomäne. Ganz im Geiste der Romantik wurde auf dem Neuhof ein Musenhof gegründet und „Gesellschaft der Arkadier“ genannt. Der junge Johann Wolfgang Goethe wollte aufgenommen werden, doch die hochnäsigen Arkadier lehnten das Aufnahmegesuch ab.
Goethe war nachweislich dreimal mit seinem Freund Johann Heinrich Merck in Langen im Gasthaus „Zur Sonne“, und auch seine Eltern waren zweimal in Langen auf „Urlaub“. Es gibt noch reichlich andere Beziehungen des Dichterfürsten zur Landschaft Dreieich. Über (fast) alles weiß Gerd J. Grein, nicht nur Volkskundler, sondern ausgemachter Goethekenner, zu berichten.
Gerd J. Grein, Treffpunkt: Gutsschänke Neuhof, Hofgut Neuhof, Dreieich-Götzenhain
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Spende für die Arbeit der Heimatkundigen wird gebeten.
Begrenzte Teilnehmerzahl. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung bei der Volkshochschule (Kurs-Nr. EV07).
Samstag 20. Juni 2026, 14 Uhr
Der Park Rosenhöhe und seine Geschichte
Exkursion.
Die Löwen auf den expressionistischen Torpfeilern bekrönten ursprünglich den Eingang zur Ausstellung von 1914 auf der Mathildenhöhe Darmstadt. In den 50er Jahren wurden gleich dahinter Häuser für eine neue Künstlerkolonie gebaut. Die Gartenanlage selbst wurde im frühen 19. Jahrhundert von Großherzogin Wilhelmine initiiert. Der damals wichtigste Architekt Darmstadts plante das Teehäuschen und das Alte Mausoleum. Tragische Geschichten ranken sich um die Mitglieder des Hessisch-Darmstädtischen Hauses. An herausragender Stelle ist Prinzessin Elisabeth beigesetzt, für die auf Schloss Wolfsgarten das „Prinzessinnenhäuschen“ im Jugendstil gebaut wurde, und die beim Besuch ihrer Tante Alexandra, der Zarin von Russland, plötzlich starb.
Wie kein anderer Park in Südhessen zeigt die Rosenhöhe Eindrücke der Romantik des frühen 19. Jahrhundert und ist ein Spiegel der Kultur- und Herrschaftsgeschichte Darmstadts.
Prof. Frank Oppermann, Treffpunkt: Darmstadt, Löwentor, Seitersweg 13.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Spende für die Arbeit der Heimatkundigen wird gebeten.
Begrenzte Teilnehmerzahl. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung bei der Volkshochschule (Kurs-Nr. EV09).
Samstag 20. Juni 2026, 17 Uhr
Der Park Rosenhöhe und seine Geschichte
Zusätzliche Exkursion wegen der großen Nachfrage
Beschreibung siehe Kurs-Nr. EV09.
Prof. Frank Oppermann, Treffpunkt: Darmstadt, Löwentor, Seitersweg 13.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Spende für die Arbeit der Heimatkundigen wird gebeten.
Begrenzte Teilnehmerzahl. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung bei der Volkshochschule (Kurs-Nr. EV10).
Unsere Tipps aus dem Bereich Gesellschaft
Alternativer Stadtrundgang
Samstag, 25. April 2026, 14 – 16 Uhr
Treffpunkt: Museum Altes Rathaus, Wilhelm-Leuschner-Platz 3
„Langen in der Nazizeit“ ist das Thema des alternativen Stadtrundganges zu Häusern und Plätzen, an denen NS-Täter, NS-Gegner und NS-Opfer Geschichte machten. Dabei werden auch die Stellen, an denen bisher Stolpersteine verlegt wurden, besucht.
Die etwa zweistündige kostenlose Führung mit
Rosi Steffens, Rainer Elsinger und Herbert Walter
beschränkt sich auf den Altstadtbereich.
Anmeldung erforderlich: Herbert Walter, Telefon 06103 51873, E-Mail herbert_walter@hotmail.com
