Klimaschutzkonzept

Langen macht sich für das Klima stark. Seit 2007 ist Langen dem internationalen Klimabündnis beigetreten. Machen Sie mit und engagieren Sie sich für das Klima!

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Klimaschutzkonzept der Stadt Langen
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Energiespar-Karawane - Energieberatung vor Ort
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Solar-Kataster im Internet

Für Umwelt- und Klimaschutz

Neue Initiative „Fair-brauchen“ sucht Mitstreiter

Der Name bringt es schon zum Ausdruck: Gemeinsam mehr für Umwelt- und Klimaschutz erreichen wollen die Initiatoren der neu gegründeten lokalen Umweltgruppe „Fair-brauchen“. Zu ihnen zählen Akteure aus Langener Vereinen, Kirchengemeinden, von der Politik und der Stadt.

„Ob Klimawandel, schmelzende Polkappen, Plastikstrudel in den Ozeanen oder die Kaffee-Einwegbecher-Flut: Das alles ist hinlänglich bekannt“, sagt Erster Stadtrat Stefan Löbig. Und weil Politik und Wirtschaft die wichtigen Klimaschutzziele immer wieder verfehlten, resignierten viele nach dem Motto: „Ich alleine kann gar nichts bewirken.“

„Aber das stimmt nicht“, betont Löbig und verweist auf eindrucksvolle Projekte wie die Schülerdemonstrationen „Friday for Future“, Baumpflanzaktionen wie „Plant for the planet“ (2007 von einem Schüler mit ins Leben gerufen) oder das großen Meeressäuberungsprojekt „The Ocean cleanup“. Jedenfalls müsse dringend etwas getan werden.

Aktuell kämmen beispielsweise auf jeden Weltbürger rund 700 Plastikteile, die irgendwo im Meer trieben. „Forscher haben errechnet, das im Jahr 2050 mehr Plastik in den Meeren schwimmen könnte als Fische. Keine Regierung fühlt sich wirklich verantwortlich. Daher sind die politischen Vorhaben zur Eindämmung des Plastikmüllproblems derzeit nur verhalten“, argumentiert Löbig.

Ein Teil der Lösung liege aber direkt bei den Verbrauchern. Die Initiative für Nachhaltigkeit meint deshalb: „Wir müssen unseren Konsum und unseren Umgang mit (Plastik-)Müll überdenken und ändern. Und sie fragt sich: „Was können wir konkret und gemeinsam in Langen tun, wie können wir unser Leben hier vor Ort nachhaltiger und umweltfreundlicher gestalten?“

Dafür brauche es gute Ideen und weil diese vom Mitmachen lebten, suchen die Gründer nach weitere Mitstreiterinnen und Mitstreitern, um beim lokalen Umweltschutz etwas zu bewegen. „Egal ob mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden und Vereinen, Schulen, Umweltgruppen, Kirchengemeinden, Kitas, Gewerbetreibenden oder Parteien – wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen, um uns diesem wichtigen Thema gemeinsam zu widmen“, heißt es in einem Aufruf.

Kontakt und Informationen:

www.fair-brauchen.de

info@fair-brauchen.de

Städtische Umweltberatung: Telefon 06103 203-391

Nächstes Treffen am Mittwoch, 6. November, 19 Uhr im ZenJA, Zimmerstraße 3

Nach der motivierenden Auftaktveranstaltung am 11. September wollen wir uns nun wieder treffen, um die Umsetzung erster Ideen und Vorschläge konkret vorzubereiten. Wir planen für den Einstieg ein oder zwei kurze Impulsvorträge, wollen uns dann in kleinere Arbeitsgruppen aufteilen und auch einen groben Rahmen für die Aktivitäten der nächsten Monate festlegen.

Klimalogo wirbt fürs Mitmachen

Klimaschutz umfasst alle Maßnahmen, die einer unnatürlichen globalen Erwärmung entgegen wirken und mögliche Folgen abmildern oder verhindern sollen. Hauptansätze des Klimaschutzes sind zum einen die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen, die durch industrielle und landwirtschaftliche Produktion, durch den Verkehr, in Privathaushalten und im öffentlichen Raum freigesetzt werden. Zum anderen geht es um die Erhaltung und um die gezielte Förderung solcher Naturbestandteile, die das mengenmäßig bedeutsamste Treibhausgas Kohlenstoffdioxid aufnehmen. Dabei handelt es sich, neben den Ozeanen, um große Waldareale, namentlich tropische Regenwälder und boreale Wälder, aber auch um Feuchtgebiete wie Moore, Sümpfe und Flussauen.

Zum Klimaschutz gehören neben großtechnischen Maßnahmen und Ausrichtungen der staatlichen und internationalen Klimaschutzpolitik auch Aufklärung und Verhaltensänderungen jedes Einzelnen, vor allem in Industriestaaten mit einem vergleichsweise hohen Energiekonsum und entsprechenden Verursacheranteilen an den weltweiten Treibhausgas-Emissionen. Lesen Sie auch einmal in Langens Klimaschutzkonzept.

Klimapakt Langen

Klimaschutz geht alle an und deshalb können auch alle etwas dafür tun. Um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger einzubinden, möchte die Stadt Langen Klimavereinbarungen mit ihren Anwohnerinnen und Anwohnern treffen. Die Bürgerinnen und Bürger verpflichten sich, einfache Klima-Schutzmaßnahmen umzusetzen und für das Projekt im Freundes- und Bekanntenkreis zu werben.

Nach Unterzeichnung und Eintreffen der Klimaschutzverpflichtung erhalten die Teilnehmerinnen oder Teilnehmer ein Klimainfopaket mit einem Postkartenset, mit Klimaschutztipps, weiteren Broschüren und einem kleinen Präsent.

Ihre Klimaschutzverpflichtung können Sie hier auch online ausfüllen und absenden

Das ein derartiger Klimapakt funktionieren kann, zeigt die Stadt Münster, die mittlerweile über 4000 Klimapaktunterzeichner gewinnen konnte und an deren positives Vorbild sich der Langener Klimapakt orientiert.

Energiesparkarawane Langen: Klimaschutz im Eigenheim

Zur Förderung der Altbausanierung  kommt mit der Energiespar-Karawane seit 2014 kostenloser Sachverstand umsonst ins Haus. Die Stadt Langen schickt dabei zertifizierte Fachleute durch die Stadtteile, die direkt an der Haustür Station machen und kostenlose Beratungen anbieten. Zur Unterstützung der Beratung erstellt die Stadt Langen Thermografie-Aufnahmen der Häuser, um energetische Schwachstellen im Beratungsgespräch anschaulich darstellen zu können.

In einer etwa 50-minütigen Beratung erhalten die Hausbesitzer nicht nur Informationen über den energetischen Zustand ihres Gebäudes und der Heizungsanlage. Kompetent werden sie auch auf mögliche Fördermittel sowie Tipps zum richtigen Lüften hingewiesen. Darüber hinaus erläutert die Energiespar-Karawane konkrete Sanierungsschritte. Der Besuch kommt nach vorheriger telefonischer Vereinbarung und kann sich als Beraterteam der Stadt Langen ausweisen. Die Eigentümer wurden bereits über Anschreiben durch die Stadt von dem Angebot informiert. Wer weitergehende Informationen erhalten möchte, kann über die Beratung hinaus mit dem Energiepass Hessen mögliche Energieeinsparungen und Vorschläge zur Sanierung ermitteln lassen. Die Hessische Energiesparaktion unterstützt die Energiespar-Karawane zudem mit Werbematerialien, Vortragsangeboten und Anzeigen.

Das Projekt wandert jährlich durch ein weiteres Wohngebiet. Ziel ist es, alle Häuser, die vor dem Jahr 2000 gebaut wurden zu besuchen, um so die Sanierungsraten zu steigern und die Klimaziele der Stadt Langen zu erreichen.

Die Energiespar-Karawane belegte den zweiten Platz beim Wettbewerb Klimaprojekt/Region FrankfurtRheinMain 2017.

Ein Film zur Energiespar-Karawane in Langen