Kompostieren pflanzlicher Abfälle

Organische Abfälle zu kompostieren ist eine einfache und umweltverträgliche Möglichkeit, Abfälle zu vermeiden. Schließlich bestehen Hausabfälle zum großen Teil aus kompostierbaren Abfällen. Für die Kompostierung geeignet sind sämtliche pflanzliche Abfälle aus dem Garten wie Hecken-, Baum- oder Rasenschnitt sowie alle organischen Abfälle aus dem Haushalt wie Obst- und Gemüsereste, Kaffeefilter, Eierschalen und Essensreste. Der Kompost gibt dem Boden Nährstoffe zurück und verbessert die Bodenstruktur. Ein natürlicher Kreislauf bleibt dadurch geschlossen. Kompost ersetzt außerdem Torf, durch dessen Abbau die letzten Moore mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt unwiederbringlich zerstört werden. Ein nährstoffhaltiger Rohkompost steht nach etwa drei bis vier Monaten zur Verfügung. Er eignet sich gut zum Düngen von Obstbäumen, Beerensträuchern und Hecken und fürs Mulchen des Gemüsebeets. Reifekompost ist nach etwa sechs bis neun Monaten fertig.

Die organischen Abfälle sind deshalb viel zu wertvoll für den Langener Restmüll, der in den Müllverbrennungsanlagen Frankfurt Nord-Weststadt und Kreis Offenbach/Heusenstamm verbrannt wird. Das belastet nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Viel besser ist es, biologische Abfälle vom Restmüll zu trennen und entweder im eigenen Garten oder in einer Anlage zu kompostieren. Gartenabfälle können in haushaltsüblichen Mengen kostenlos auf dem Wertstoffhof abgegeben werden.

Auch die Biotonne ist eine gute Lösung für organische Abfälle. Wer keine Biotonne möchte und stattdessen selbst im Garten kompostiert, kann auf Antrag auf sie verzichten.

Voraussetzung ist ein ausreichend großer Garten für die Kompostverwertung: Pro Grundstückseigentümer muss eine gärtnerisch genutzte Fläche von mindestens 25 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Weitere Informationen erhalten Sie beim Referat Kasse und Steuern telefonisch unter 203-221.

Antrag auf Reduzierung des Mindestvolumens gem. § 8 Abs. 7 a der Abfallsatzung (Eigenkompostiererregelung)