Romorantin-Lanthenay

Romorantin-Lanthenay war die erste Stadt, mit der sich Langen im Jahr 1968 im Geiste der Aussöhnung und Völkerverständigung verschwistert hat. Die mehr als 17.000 Einwohner zählende Kommune liegt in Zentralfrankreich im Département Loir-et-Cher in der Region Centre-Val de Loire. Erstmals fand Romorantin im Jahr 1196 in einer Urkunde der Grafen von Blois Erwähnung. Im Laufe ihrer bewegten Geschichte wurde die Stadt bekannt durch ihr Wollverarbeitungsgewerbe und die Tuchwebereien. 1961 schloss sie sich mit der Gemeinde Lanthenay zusammen und ist heute die zweitgrößte Kommune des Departements.

In dem zentralfranzösischen Mittelzentrum haben sich zahlreiche Industriebetriebe angesiedelt. Das Matra-Automobilmuseum erinnert an eine frühere Autofabrik. Romorantin bietet neben zahlreichen Arbeitsplätzen eine gute Infrastruktur mit Schulen, Sportstätten und sozialen und kulturellen Einrichtungen. Die Hauptstadt der Sologne ist deshalb ein gefragter Standort und mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten auch für Touristen attraktiv.  

Neben dem Matra-Museum sind das Musée de Sologne, mittelalterliche Kirchen und die Reste der ehemaligen Abtei Notre-Dame-du-Lieu besonders sehenswert, ebenfalls das Hôtel Saint-Paul, genannt „Maison de François Ier“, aus dem 16. Jahrhundert und das archäologische Museum. In der historischen Kanzlei können Besucher die Siegel König Franz I. bewundern. Gaumenfreuden der besonderen Art bieten im Oktober die „Journées Gastronomiques de la Sologne“. An diesen Gastronomie-Tagen präsentieren die Restaurants und zahlreiche Straßenstände Köstlichkeiten der Region. Sie reichen von Wild über Pilze und Äpfel bis zu Kürbissen.

Kulturelles Zentrum ist die 1989 erbaute Pyramide „Espace Francois 1er". Hier gibt es Theater, Konzerte, Feste, Ausstellungen, Konferenzen und Kongresse. Attraktive Ausflugsziele in der Nähe von Romorantin sind die weltberühmten Königsschlösser an der Loire wie Cheverny, Chambord, Blois und Amboise.

Bereits 1962 verschwisterte sich Romorantin-Lanthenay mit der englischen Stadt Long Eaton. 1968 kam die Städtepartnerschaft mit Langen hinzu, im Jahre 2008 trat Aranda de Duero dieser „Städtefamilie“ bei.

Weitere Informationen (auf Französisch): http://www.romorantin.com/