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ABC der Naturschutzbegriffe
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Europäische Schutzgebiete im Kreis Offenbach

Natura 2000-Gebiete sind mit derzeit über 20 Prozent der Fläche der Europäischen Union und 26.000 Schutzgebieten das größte koordinierte Schutzgebietsnetz weltweit, um gefährdete oder typische Lebensräume und Arten zu erhalten.

In der Broschüre des Kreises Offenbach „Natura 2000 - Europäische Schutzgebiete im Kreis Offenbach“ gibt es einen Überblick über dieses europäische Netz an Schutzgebieten. Darüber hinaus werden Hintergründe und Grundlagen vermittelt sowie eine Auswahl an Gebieten, Pflanzen und Tierarten aufgezeigt, die im Kreis Offenbach geschützt sind. Im Rahmen des Natura 2000 Schutzgebietssystems werden sowohl bestimmte Biotope als auch Arten geschützt. Dabei handelt es sich oft auch um unbekannte und unscheinbare Tierarten. Welche Gebiete in das Natura-2000-Netz aufgenommen werden, bestimmen zwei europäische Richtlinien: die FFH-Richtlinie und die Vogelschutzrichtlinie. Die konkrete Auswahl der Gebiete erfolgt auf Landesebene.

Im Kreis Offenbach gibt es vier Vogelschutzgebiete auf 4.394,6 Hektar Fläche und 16 FFH-Gebiete mit insgesamt 1.189,2 Hektar, dabei überlappen sich beide Gebiete auf 133,8 Hektar. Einige der Gebiete sind flächengleich mit Naturschutzgebieten, die zum Teil schon seit langem bestehen.

Die Schutzgebiete in Langen

In Langen gibt es nun fünf Naturschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) und elf Naturdenkmale:

Wir bedanken uns für die Fotos der Naturdenkmale bei Herrn Reinhold Werner.

Das Naturschutzgebiet „Kammerecks- und Herchwiesen“ im Langener Süden wird 2018 um die beiden Gebiete „Schmale Wiesen“ und „Belzbornwiesen“ (beides gelb markiert) erweitert.

Pressemitteilung vom 8. Februar 2018: Mehr Platz für die Natur

Die Fläche verdoppelt sich damit fast von 28,4 Hektar um 25 Hektar auf nun insgesamt 53,4 Hektar. Eine erste Erweiterung des ursprünglichen Gebietes, die „Kammereckswiesen“ (schraffierte Fläche) um die „Herchwiesen“ (gestrichelte Umrandung) hatte in 2009 stattgefunden. Auf den ökologisch wertvollen Feuchtwiesen haben sich Orchideen und Röhricht sowie seltene Amphibien aber auch Vögel wie Bekassine und Reptilien wie Ringelnattern angesiedelt.

In einem Naturschutzgebiet ist diese Flora und Fauna besonders geschützt, die Wege dürfen beispielweise nicht verlassen werden und keine Pflanzen gepflückt oder Tiere gestört werden. Siehe dazu auch Tipps zur Wegeführung in dem Infofaltblatt "Wege in der Langener Südgemarkung".