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Moderate Erhöhung der Hundesteuer

Ab 2023 soll pro Monat ein Euro mehr fällig werden

04.07.2022

Nach mehr als zehn Jahren unveränderter Hundesteuersätze plant der Magistrat zum Jahresanfang 2023 eine geringfügige Erhöhung: Pro Monat und Hund soll ein Euro mehr zu bezahlen sein, die jährliche Summe steigt dadurch von 108 auf 120 Euro. Wer eine Begleithundeprüfung nachweisen kann, erhält auch weiterhin einen „Rabatt“.

Im Jahr 2011 war die Erhöhung der Hundesteuer ungleich deutlicher ausgefallen: Von 72 auf 108 Euro war der Betrag, der für einen Vierbeiner zu bezahlen ist, damals gestiegen. „Die Anhebung ist dieses Mal deutlich moderater“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „Gleichwohl ist mir bewusst, dass alle Bürgerinnen und Bürger und damit auch die Hundebesitzer aktuell unter der hohen Inflation leiden. Die Steuererhöhung wurde aber bereits vor Eintritt der zurzeit unschönen Situation in das von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Haushaltssicherungskonzept aufgenommen. Und die Aufsichtsbehörden haben die Stadt Langen dazu verpflichtet, die dort eingestellten Maßnahmen auch umzusetzen“, erläutert Jan Werner.

Weiterhin nicht vorgesehen ist eine Staffelung der Steuer nach der Anzahl der Hunde, die ein Besitzer anmeldet. In anderen Kommunen werden für den zweiten und dritten Hund teilweise doppelte oder gar dreifache Beträge fällig. Für Hunde, die als gefährlich eingestuft sind (sogenannte Listenhunde), beträgt die Steuer weiterhin 600 Euro im Jahr.

Frauchen und Herrchen, die mit ihren Hunden eine Begleithundeprüfung oder eine gleich- beziehungsweise höherwertige Prüfung abgelegen, bezahlen auch weiterhin nur einen reduzierten Steuersatz. Er beträgt für normale Hunde jährlich 84 Euro, für Listenhunde 468 Euro. Die genannten Prüfungen müssen alle drei Jahre wiederholt, die Ermäßigung dann neu beantragt werden. Das dient der Sicherheit aller.

Aktuell sind in Langen gut 1.500 Hunde mit regulärem Steuersatz gemeldet. Die Mehreinnahmen für den städtischen Haushalt durch die Erhöhung würden rund 18.000 Euro pro Jahr betragen.

Mit der Erhöhung der Hundesteuer befasst sich der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag, 7. Juli. Endgültig beschlossen werden soll sie am Donnerstag, 21. Juli, von der Stadtverordnetenversammlung. Der Ausschuss tagt im Rathaus, die Stadtverordneten kommen in der Stadthalle zusammen. Beide Sitzungen beginnen um 20 Uhr.

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