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Kampf der Weltmeister am Langener Waldsee

Countdown zum Ironman Frankfurt am 30. Juni läuft

24.06.2019

In den frühen Morgenstunden am Sonntag, 30. Juni, ist es wieder so weit: Am Langener Waldsee treffen sich zum 18. Mal die härtesten Sportlerinnen und Sportler Deutschlands bei der Mainova Ironman European Championship Frankfurt. Rund 3.000 Spitzenathleten und Amateure sind es, die beim Start zum längsten Tag des Jahres ins Waldsee-Wasser sprinten. Mit dabei: Die drei Triathlon-Weltmeister Jan Frodeno, Sebastian Kienle und Patrick Lange. Die Vorbereitungen für das sportliche Großereignis laufen auf Hochtouren.

Bei dem international gefeierten Wettkampf stehen drei Disziplinen auf dem Programm. Sobald die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke im 72.000 Quadratmeter großen Waldsee geschafft ist, steigen die Athleten aufs Fahrrad und absolvieren einen 180 Kilometer-Rundkurs Richtung Taunus, der sie am Ende in die Frankfurter Innenstadt bringt. Dort folgt ein Marathon (42,2 Kilometer) entlang des Mains mit Zieleinlauf am Römerberg.

Der Startschuss am Sandstrand fällt für die Profis um 6.25 Uhr. Ab 6.40 Uhr folgen die so genannten Altersklasse-Athleten, die zeitlich versetzt auf die mit Bojen gekennzeichnete Schwimmstrecke losgelassen werden. Unterteilt ist das internationale Teilnehmerfeld in elf Altersklassen zwischen 18 und bis über 70 Jahre. In der Wechselzone, wo die Rennräder geparkt sind, erwarten die Veranstalter die ersten Schwimmer gegen 7.15 Uhr. Für alle, die nach 9.30 Uhr noch im Wasser sind, ist das Rennen zu Ende. Für Badegäste ist das Strandbad ab etwa 12 Uhr wieder geöffnet. Vorher ist der Eintritt kostenfrei, das Baden allerdings verboten.

Im Ziel werden die ersten Top-Athleten ab 14 Uhr erwartet. Mit Hochspannung entgegen fiebern die Zuschauer dem Dreikampf der Superlative zwischen den Weltmeistern Jan Frodeno (2015 und 2016), Patrick Lange (2017 und 2018) und Sebastian Kienle (2014). Bei den weiblichen Profis startet unter anderem die Darmstädterin Daniela Bleymehl, die schon den Ironman Hamburg sowie das Rennen „Challenge“ in Roth für sich entscheiden konnte und derzeit auf Platz zwei der deutschen Frauen-Bestenliste mit den schnellsten Triathlon-Zeiten steht. Die hinter ihr Drittplatzierte, Anne Haug, musste ihre Teilnahme beim Ironman Frankfurt wegen einer Unterschenkelverletzung kurzfristig absagen.

Die Langener Bäder- und Hallenmanagement GmbH (BaHaMa) schickt mit den Waldseehaien wieder ein eigenes Team auf die Strecke. Ironman-Veteran Rüdiger Bobsin hat die Ironman-Leidenschaft schon vor zehn Jahren gepackt. 2010 startete der Langener das erste Mal am Waldsee und war seither fast ständiges Mitglied im Hai-Team. 2015 unterbrach eine Hüft-OP den Trainingsalltag, was seiner Motivation allerdings keinen Abbruch tat. Der Zweite im Bund ist Christoph Oldenburg. Der Egelsbacher kämpft seit 2011 beim Ironman Frankfurt gegen die Zeit. Die Leidenschaft für den Dreikampf entdeckte der 54-Jährige durch ein Vater-Sohn-Duell beim Mühlchen-Triathlon in Darmstadt-Arheilgen, bei dem er seinen damals 15-jährigen Sohn hinter sich ließ. Mit von der Partie ist auch Stefan Schubert der seit sechs Jahren als Waldseehai schwimmt, radelt und läuft. Dass er diesmal einen der 80 Qualifikationsplätze für den Ironman Hawaii ergattert, glaubt der Langener zwar nicht, sein Ziel sei es aber „später in der Altersklasse über 80 richtig anzugreifen“.

Erster Stadtrat Stefan Löbig, der in diesem Jahr den Startschuss für alle Athleten gibt, sieht in dem wiederkehrenden Spektakel eine gewaltige Chance für Langen. „Der Ironman ist ein Weltklasse-Event mit Spitzensportler und tausenden Zuschauern“, betont der Dezernent. Für den Waldsee und die Stadt selbst sei das ein fantastisches Aushängeschild. „Die internationale Triathlon-Szene kennt Langen“, sagt Löbig.

Damit die Organisation vor Ort wie am Schnürchen klappt, überlässt BaHaMa-Geschäftsführer Joachim Kolbe nichts dem Zufall. „Wir haben bewährte, gut funktionierende Verkehrs- und Sicherheitskonzepte und sind bestmöglich vorbereitet“, informiert Kolbe. Ein großes ehrenamtliches Helferteam ist die ganze Zeit gemeinsam mit städtischen Bediensteten rund um den See im Einsatz. Die Wasseraufsicht übernehmen die DRK-Wasserwacht und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, während der Ortsverband Langen des Roten Kreuzes bereitsteht, um im Notfall Hilfe zu leisten.

Triathlon-Fans kommen am „Raceday“ mit einem Sonderbus der Stadtwerke zum Strandbad. Er fährt vom Bahnhof Langen (Westseite) um 5 Uhr und 5.30 Uhr los und hält an der Mörfelder Landstraße in Langen und im Gewerbegebiet Mörfelden (Ecke Hessenring/Kurhessenstraße). Sein Ziel erreicht der Shuttle nach einer Fahrzeit von 15 Minuten. Die Rückfahrt können Passagiere um 9 Uhr, 9.30 Uhr oder 10.30 Uhr antreten. Für Erwachsene schlägt die Einzelfahrt mit 2,10 Euro zu Buche, Kinder zahlen 1,25 Euro.

Parkplätze stehen auf dem Werksgelände der Firma Sehring AG, die den Ironman tatkräftig unterstützt, begrenzt zur Verfügung und bleiben am Wettkampftag vornehmlich den Athleten und ihren Begleitern, der Presse und den Sponsoren vorbehalten. Der eigentliche Strandbad-Parkplatz ist wegen Aufbauarbeiten bereits ab Donnerstag, 27. Juni, geschlossen und steht erst ab Dienstag, 2. Juli, wieder zur Verfügung. Der Zeltplatz im Strandbad ist schon ab Montag, 24. Juni, nicht mehr zugänglich und wird ebenfalls am Dienstag, 2. Juli, wieder geöffnet.

Alle, die den weiteren Verlauf des Wettkampfes in Frankfurt verfolgen möchten, sollten ebenfalls besser auf das Auto verzichten. Frankfurts Innenstadt ist zum größten Teil gesperrt. Von 8.30 Uhr bis 9.30 Uhr fahren vom Parkplatz der Firma Sehring AG am Westufer regelmäßig Busse zurück in die Mainmetropole.

Wer nicht vor Ort dabei sein kann, schaut sich den Ironman zwischen 6.15 Uhr und 16 Uhr sowie 21.45 Uhr bis 22.05 Uhr im Hessischen Rundfunk oder im Livestream auf www.hessenschau.de an. Im Ersten gibt es zusätzlich zwischen 12 Uhr und 13 Uhr, zwischen 14 Uhr und 14.40 Uhr und zwischen 15.20 Uhr und 15.40 Uhr Bilder des Rennens. Auch auf der Webseite www.ironman.com gibt es Infos und Athleten-Tracking im Live-Ticker. Zusätzlich übertragen die Veranstalter alles direkt auf ihrer Facebook-Seite.

 

 

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