Familie schenkt der Stadt Langen Kunstwerke
Arbeiten von Prof. Schreiter sind nun im städtischem Besitz

Drei originale Brand-Kollagen und zwei Tuschen, drei farbige Lithographien und eine in Schwarz-Weiß mit Arbeiten von Professor Johannes Schreiter befinden sich nun im städtischem Besitz. Thomas Schiessel aus Ehrenkirchen und seine Tochter Kathrin Schiessel aus Frankfurt haben sie der Stadt geschenkt. Der Langener Ehrenbürger Johannes Schreiter ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Glaskünstler und genießt im In- und Ausland höchstes Ansehen. „Ich bedanke mich für den freundlichen Empfang und dafür, dass die tollen Arbeiten von Professor Schreiter in Ihrem Hause eine entsprechende Wertschätzung erfahren. Ich finde es großartig, wie hier diese einzigartigen Werke präsentiert werden“, sagte Schiessel bei der Übergabe der Kunstwerke in den Räumen in des Museums Glas/Werke/Langen in der Neuen Stadthalle.
Seine Eltern hatten lange Jahre in Freiburg im Breisgau einen Graphik-Verlag und er löst derzeit die Bestände auf, die sich noch im Familienbesitz befinden. Bei den Kunstobjekten handelt es sich unter anderem um sogenannte Brand-Kollagen und Tuschen aus den Jahren 1961 bis 1963, die Johannes Schreiter in der frühen Phase seines Schaffens in der Stilrichtung des Deutschen Informel hergestellt hatte. Dessen Ursprünge stammen aus dem Paris der 1940er und 1950er Jahre. Es steht als Gegenpol zur Geometrische Abstraktion. Die Künstler lehnten damals klassische Form- und Kompositionsprinzipien und starre Regeln bei der Herstellung der Werke ab. Stattdessen sollten sich diese intuitiv aus dem Unbewussten heraus entwickeln und Bezüge zu Gegenständen vermeiden.
Weitere Infos zum Museum Glas/Werke/Langen oder zu Führungen durch die Ausstellung gibt es hier oder telefonisch bei Gabriele Seibel unter der Rufnummer 06103 203-401 sowie per E-Mail unter der Adresse glaswerke@langen.de.