Erster Spatenstich für das sportliche Großprojekt

Vier-Felder-Halle in Oberlinden soll im Sommer 2025 eröffnen

Es ist der Startschuss für das größte Bauprojekte im Sportbereich seit vielen Jahren in Langen: Im Beisein des Bundestagsabgeordneten Björn Simon (CDU) schritten Vertreter von Stadt, Kommunalen Betrieben, Vereinen und Architekturbüro zur Tat, um im Sportpark Oberlinden den symbolischen ersten Spatenstich für die neue Vier-Felder-Halle vorzunehmen.

Langen braucht dringend weitere Sportstätten, um den Bedarf der wachsenden Bevölkerung abzudecken. Aktuell gibt es in der Stadt keine freien Hallenzeiten für weiteren Trainings- oder Wettkampfbetrieb, etliche Vereine oder Abteilungen führen bereits Wartelisten mit interessierten Sportlern, gerade im Jugendbereich. Dies zu ändern ist Ziel des Sport- und Sportstättenentwicklungsplans, den die Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen hat und der unter anderem den Neubau der Vier-Felder-Halle beinhaltet. „Sport ist Gesundheitsvorsorge, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, bietet Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle und erfüllende Freizeitbeschäftigung und vermittelt ihnen Regeln und Werte“, betonte Bürgermeister Jan Werner in seiner Ansprache vor über 50 Vertretern aus Sportvereinen und Kommunalpolitik.

Mit 4.420 Quadratmetern Fläche wird der Neubau den Bedürfnissen von Breiten-, Nachwuchs-, Leistungs-, Spitzen- und Schulsport gerecht. Hauptnutzer wird der Turnverein Langen (TVL) sein. Da dieser dann Kapazitäten in anderen Langener Sporthallen abgeben kann, profitieren aber viele weitere Vereine von dem Großprojekt. Obendrein wird das Bauwerk sich durch besondere Nachhaltigkeit auszeichnen: Es wird zum großen Teil aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gebaut, bekommt eine autonome Stromversorgung über Fotovoltaik und eine topmoderne Wärmeversorgung mit Wärmepumpen. Dazu wurde mit den Stadtwerken Langen jüngst ein Contracting-Vertrag abgeschlossen.

Möglich wird der Neubau, der aktuell auf 16,6 Millionen Euro brutto taxiert ist, dank zweier großer Finanzspritzen, die Jan Werner noch einmal besonders herausstellte. Zum einen spendet ein Langener Mitbürger zweckgebunden zwei Millionen Euro. Zum anderen erhält die Stadt Langen zwei Millionen Euro Zuschuss aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Daran hat auch Bundestagsabgeordneter Björn Simon einen entscheidenden Anteil, wie der Bürgermeister lobend betonte.

Bereits im Vorfeld viel Arbeit mit der Planung der Halle hatten die Kommunalen Betriebe Langen (KBL), die die Projektsteuerung übernommen haben, das Büro M + P Architekten sowie der Turnverein, der sich mit viel ehrenamtlichem Engagement einbrachte. Zu diesen gesellt sich jetzt die in Langen ansässige Firma Leonhard Weiss, die in Kürze mit dem Rohbau beginnen wird. „Aktuell sind wir voll im Zeitplan und wir hoffen natürlich, dass dies auch so bleibt“, sagte Jan Werner. Ziel ist eine Fertigstellung und Inbetriebnahme der Halle im Sommer 2025.

 

Über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“

Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK) unterstützt Städte und Gemeinden deutschlandweit beim Erhalt ihrer sozialen Infrastruktur. Es wurde erstmals im Jahr 2015 aufgelegt. Bis 2021 hat der Bund insgesamt 1,54 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Rund 900 Projekte wurden für eine Förderung ausgewählt, gut 750 Projekte davon betreffen Sportstätten. Im Fokus stehen das soziale Miteinander und der Klimaschutz. Gefördert werden investive Maßnahmen – Sanierungen und in Ausnahmefällen auch Ersatzneubauten – mit besonderer regionaler und überregionaler Bedeutung sowie sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre energetischen Wirkungen und Anpassungsleistungen an den Klimawandel. Die Projekte sind außerdem von beachtlicher Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Integration in der Kommune.

Seit 2022 wird das Programm aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert und mit einem deutlicheren Fokus auf die energetische Sanierung der zu fördernden Einrichtungen fortgeführt.




Über das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) wurde mit Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 8. Dezember 2021 errichtet. Dazu wurden die Zuständigkeiten für Bauwesen, Bauwirtschaft und Bundesbauten, für Stadtentwicklung, Stadtentwicklungsprogramme und Wohnen sowie für Raumordnung, Regionalpolitik und Landesplanung aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern und für Heimat übertragen. Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK) fällt seit der Neugründung des BMWSB in dessen Zuständigkeit.
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