Erfolgreiche Zwischenbilanz
Stadtexperiment wertet den Taunusplatz deutlich auf

Das Stadtexperiment am Taunusplatz startete im vergangenen September mit der für jeden sichtbaren Neuregelung der Verkehrsführung. Es folgten verschiedene kleinere Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Nun ist das Vorhaben (mit Ausnahme eines Baumes, der im Herbst noch gepflanzt werden soll) umgesetzt – und die zweite Hälfte der 24-monatigen Experimentierphase kann ganz der Bewertung dienen.
Aus Sicht von Bürgermeister Jan Werner hat sich bereits jetzt gezeigt, dass die wesentlichen Ziele mit der Umgestaltung erreicht wurden. „Die dort gefahrenen Geschwindigkeiten haben sich durch die s-förmige Verschwenkung der Gartenstraße deutlich reduziert. Der gesamte Taunusplatz hat wieder mehr Platz-Charakter. Und die Aufenthaltsqualität ist deutlich gestiegen“, bilanziert Jan Werner. „Das werden wir auch im Zwischenbericht darlegen, den wir in Kürze der Politik vorlegen werden.“
Einher mit der Verlegung der Fahrbahn ging die Einführung eines Tempolimits von 30 km/h. Gleichzeitig wurde die als Aufenthaltsort nutzbare Platzfläche vergrößert und durch den Künstler Solly Guigui farblich gestaltet. Durch die Neuordnung des gesamten Areals konnte zudem ein zusätzlicher Parkplatz markiert werden, sodass sich die Gesamtzahl auf acht erhöhte. Des Weiteren wurde ein Fahrradständer installiert.
Viel Wert hat der für die Umgestaltung federführende städtische Fachdienst Stadtentwicklung/Wirtschaftsförderung auf ein freundlicheres und grüneres Erscheinungsbild gelegt. Zehn neue Pflanzkübel (acht davon mit Bäumen bepflanzt), die Begrünung der Leitelemente und ein neuer Baum auf der Platznordseite sollen sowohl die Optik verbessern als auch einen positiven Effekt auf das Kleinklima haben. Auch lädt eine neue Sitzbank zum Verweilen ein.
Aufgrund von Beschwerden aus der Nachbarschaft mussten die zu nahe an einem Haus stehenden Altglascontainer entfernt werden. An ihrer Stelle wurde dafür ein neuer Bücherschrank aufgestellt, der schon nach wenigen Tagen eine rege Nutzung verzeichnen kann.
Vorgesehen ist, einen Teil der Platzfläche zu entsiegeln und die Pflanzen aus den Leitelementen dauerhaft in den Boden einzupflanzen. Dadurch erwartet die Stadt bessere mikroklimatische Verhältnisse im gesamten Umfeld. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum hat dazu bereits eine Förderung von 200.000 Euro zugesagt, die Stadt müsste rund 42.000 Euro als Eigenanteil aufbringen. Die Stadtverordnetenversammlung muss der Entsiegelung noch final zustimmen; der Antrag mitsamt Planung wird aktuell vom Magistrat erarbeitet.