Ein Platz verbindet
Stadt hofft auf Landeszuschuss für Long-Eaton-Anlage

Die Stadt Langen bewirbt sich erneut um Fördergeld aus dem Programm „Zukunft Innenstadt“ des Landes Hessen. Unter dem Projektnamen „Ein Platz verbindet – Umgestaltung der mittleren Bahnstraße“ soll die schmale Parallelfahrbahn entlang der Long-Eaton-Anlage in einen barrierefreien Stadtplatz umgestaltet werden. Die Stadtverordnetenversammlung hat ihre Zustimmung zum Förderantrag gegeben. Die maximal mögliche Fördersumme beträgt 300.000 Euro; die Förderquote liegt bei bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.
Obere Bahnstraße, das gemeinsame Projekt „Kinder im Zentrum“/„Grüne Mitte“, Taunusplatz – die Stadt Langen hat bereits dreimal Geld aus dem Förderprogramm erhalten und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Der jetzt gestellte Antrag baut dabei auf den Erkenntnissen der „Grünen Mitte“ auf. Denn mit den Fördermitteln könnte ein weiterer Teil des damals erarbeiteten Rahmenplans baulich realisiert werden.
Nach intensiver Diskussions- und Planungsarbeit hatte die Stadt Langen gemeinsam mit allen Beteiligten 2024 einen erarbeiteten Plan für das Quartier zwischen Bahn- und Wolfsgartenstraße, zwischen Zimmer- und Goethestraße erarbeitet. Mit im Boot waren dabei unter anderem die Schulen, Kirchengemeinden, Vereine und Anwohner.
„Die ,Grüne Mitte‘ ist ein hervorragendes Handlungskonzept zur Belebung und Attraktivitätssteigerung unserer Innenstadt“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „In der aktuellen Finanzlage ist es aber schwer, die einzelnen Schritte zur Umsetzung anzugehen. Wir hoffen deshalb darauf, dass uns das Land Hessen die Möglichkeit eröffnet, nun einen weiteren Baustein umzusetzen.“
Dieser Baustein umfasst die schmale Parallelfahrbahn der Bahnstraße entlang der Long-Eaton-Anlage. Diese soll zu einem Aufenthalts- und Begegnungsort im Herzen der Innenstadt werden. Dazu soll die Straßenfläche höhengleich an die bestehenden Gehwege und die Grünanlage angeschlossen werden. Die Zufahrt zum Evangelischen Gemeindehaus bleibt möglich.
„Ziel ist es, einen langfristig nutzbaren Stadtraum zu schaffen, der von lokalen Akteuren gemeinsam belebt werden kann“, sagt Sebastian Hauf, städtischer Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Wirtschaft, Kultur und Sport. Dabei spielt auch der angrenzende Pavillon, der aktuell vom Jugendforum und den Art People genutzt wird, eine wichtige Rolle. Das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig. Dort soll (unabhängig vom Förderantrag) dauerhaft ein gastronomisches Angebot ermöglicht werden. Für die aktuellen Nutzer werden anderweitige Treffpunkte zur Verfügung gestellt. „Wenn dort ein Gastronomiebetrieb angesiedelt werden kann, stärkt das die langfristige Belebung des neuen Stadtplatzes“, betont Jan Werner.
Aus Sicht der Stadt erfüllt das Projekt die Zielsetzung der aktuellen Ausschreibung des Landesprogramms „Zukunft Innenstadt“ in besonderem Maße. „Es schafft einen barrierefreien öffentlichen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität, stärkt die soziale und funktionale Vernetzung der Innenstadt und entwickelt einen heute überwiegend verkehrlich geprägten Bereich zu einem multifunktionalen Treffpunkt weiter“, sagt Sebastian Hauf. Und Bürgermeister Jan Werner hebt heraus: „Wir setzen damit unsere langfristige Strategie zur Stärkung der Innenstadt konsequent fort.“