Stadt ist für weitere Förderung des Stadtradelns

Land will Finanzierung der Klimaschutz-Aktion für 2027 einstellen

Mit Unverständnis reagiert die Stadt Langen auf die Pläne der hessischen Landesregierung, die Finanzierung der deutschlandweiten Klimaaktion STADTRADELN in Hessen für 2027 einzustellen. In den vergangenen Jahren hatte das Land die Teilnahmegebühr beim Veranstalter, dem Klima-Bündnis, für alle mehr als 400 hessischen Kommunen übernommen. Dadurch wurden die Städte und Gemeinden sowohl von bürokratischem Aufwand als auch von zusätzlichen Kosten entlastet, was dazu führte, dass immer mehr von ihnen mitmachten.

„Die hessische Landesregierung sollte nicht für eine der erfolgreichsten Aktionen für Klimaschutz und Radverkehr unnötige Hürden errichten. Das STADTRADELN und auch das beliebte Schulradeln sind nicht nur ein Wettbewerb um die meisten Fahrradkilometer. Die bundesweite Kampagne des Klima-Bündnisses verbindet Klimaschutz, Gesundheitsförderung und nachhaltige Mobilität mit einem niedrigschwelligen Mitmachangebot für die gesamte Stadtgesellschaft. Kommunen erhalten wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des Radverkehrs, während Bürgerinnen und Bürger motiviert werden, das Fahrrad im Alltag häufiger zu nutzen“, meint Langens Erster Stadtrat Stefan Löbig.

In 2026 legten 504 Radler aus 28 Teams in nur drei Wochen insgesamt rund 91.580 Kilometer in Langen zurück. Die Teilnehmer aus der Sterzbachstadt haben erneut gezeigt, wie jeder etwas für den Schutz von Umwelt und Klima tun kann. Allein in Langen konnten durch die gefahrenen Kilometer mit dem Zweirad 15 Tonnen Kohlendioxid im Vergleich zu Autofahrten eingespart werden. „Besonders hervorzuheben dabei ist die Teilnahme der lokalen Schulen mit zahlreichen Schülern, die sich so früh mit der Thematik auseinandersetzen“, betont Stefan Löbig. „Denn mit dem Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel sollte man schon so früh wie möglich in Kindertagen beginnen. Die Klimaschutz-Aktion macht bereits seit vielen Jahren Werbung für das Radfahren und über die Kinder und Jugendlichen wird das Thema ohne großen Aufwand in die Familien hineintransportiert und führt dazu, dass immer mehr Menschen das Rad nutzen.“

Darüber hinaus liefert STADTRADELN inzwischen einen weiteren wichtigen Mehrwert: die Erhebung von Radverkehrsdaten. Die im Rahmen der Kampagne generierten Daten ermöglichen es Langen, Verkehrsströme besser zu verstehen, Infrastrukturmaßnahmen datenbasiert zu evaluieren und bestehende Angebote gezielt weiterzuentwickeln.

Deshalb appelliert Stefan Löbig für die Stadt Langen an die Landesregierung, „die Förderung von STADTRADELN, Schulradeln und weiteren Maßnahmen der Nahmobilität auch über das Jahr 2026 hinaus fortzuführen beziehungsweise alternative Fördermöglichkeiten zu schaffen. Eine starke Nahmobilität braucht neben Investitionen in Infrastruktur auch erfolgreiche Kommunikations- und Aktivierungskampagnen, die Menschen erreichen und zum Mitmachen bewegen.“

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