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Kleine Zeremonie, große Freude

Wallschule erhält Kulturellen Förderpreis der Stadt Langen

21.05.2020
Kultureller Förderpreis Wallschule
In einem sehr kleinen Kreis und unter Beachtung der Abstandsregeln überreichten Bürgermeister Frieder Gebhardt (hinten links) und Musikschulleiter Uwe Sandvoß (hinten rechts) Schulleiterin Anja Knauß die Urkunde zum Kulturellen Förderpreis der Stadt Langen. Foto: Dexheimer/Stadt Langen

Das war eigentlich anders geplant: Im ganz kleinen Kreise haben Langens Bürgermeister Frieder Gebhardt und Uwe Sandvoß, Leiter des Fachdienstes Kulturelle Bildung, Schulleiterin Anja Knauß die Urkunde zum Kulturellen Förderpreis für die Wallschule überreicht. Die Corona-Pandemie machte der ursprünglich geplanten Preisverleihung vor großem Publikum in der Neuen Stadthalle einen Strich durch die Rechnung.

Verdient gemacht hatte sich die gesamte Grundschulgemeinde mit ihrem musikalischen Projekt „TheaTAMTAM“. Bei den Vorbereitungen zum Musical standen ein Schuljahr lang Musik, Gesang und szenisches Spielen mit auf dem Stundenplan der Sechs- bis Elfjährigen. In dem Stück, das inhaltlich an die bekannte Vorlage „Der König der Löwen“ angelehnt ist, engagierten sich knapp 160 Kinder aus der Wallschule. Mit von der Partie waren außerdem Mädchen und Jungs aus städtischen Kitas. Unter Regie der Langener Musikschule und mit Hilfe des Schultheaterstudios Frankfurt, der örtlichen Seniorenhilfe und des Orchestervereins probten alle für zwei große Aufführungen, die eigentlich im Mai in der Neuen Stadthalle über die Bühne gehen sollten.

„Musikalische Bildung ist ein wichtiger Baustein im Leben junger Menschen“, sagt Bürgermeister und Jury-Mitglied Frieder Gebhardt. „Das Projekt TheaTAMTAM lässt eine ganze Schulgemeinde musizieren, ist außergewöhnlich und schafft vorbildlich stadtweite Kooperationen, deren Strukturen auch in Zukunft von Nutzen sind“, ergänzt der Rathaus-Chef bei der Übergabe der Urkunde. „Alle, die in den vergangenen Monaten daran mitgewirkt haben, können sehr stolz auf diese Leistung sein.“

Die Enttäuschung über die durch die Pandemie geplatzten Auftritte bei den kleinen Akteuren ist groß. „Ich bin traurig, weil ich mich schon ganz lange darauf gefreut habe. Wir haben so viel geübt“, sagt Frieda, die die Notbetreuung der Wallschule besucht. Ihre Freundin Marijana berichtet: „Wir haben uns so viel Mühe gemacht, Kostüme genäht und Dekoration gebastelt.“ Aufmunternde Worte findet Schulleiterin Anja Knauß dennoch. „Das Projekt hat die Gemeinschaft in der Schule gefördert und die Kooperation mit der Musikschule ist wirklich ein Geschenk“, zieht sie Bilanz. Von Seiten des Kollegiums, aber auch der Elternschaft sei sehr viel Unterstützung gekommen, ohne die alles nicht möglich gewesen wäre. Lehrkräften wie ihrer Kollegin Ellen Kürschner, die zahlreiche Stunden in die Organisation, Konzeptarbeit und Ideenfindung investiert habe, gebühre daher besonderer Dank. Der große Lichtblick für alle Musiktheater-Fans: Für das nächste Schuljahr ist angedacht, das Projekt zu Ende zu führen.

Die Stadt Langen vergibt den Kulturellen Förderpreis im jährlichen Wechsel mit dem Kulturpreis. Mit der Ehrung sollen Künstlerinnen und Künstler mit großem Potential gefördert und bekannt gemacht werden. Auch Vereine und Initiativen, die sich auf künstlerischem, heimatkundlichem oder heimatpflegerischem Gebiet engagieren, kommen in Frage.

 

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