Entgelt-Erhöhung zur Sicherung der vhs Langen
Kurse der Volkshochschule sollen etwas teurer werden
In einer sich wandelnden Welt gewinnt lebenslanges Lernen zunehmend an Bedeutung und die Volkshochschule ist dabei ein wichtiger lokaler Akteur. Die Langener vhs ist eine gefragte Einrichtung: Die kommunale Bildungseinrichtung bot im Jahr 2025 mit fast 70 Kursleiterinnen und -leitern 315 Kurse an. Mehr als 2.000 Bürger nutzen diese Angebote in den Bereichen Kultur, Gesellschaft, Gesundheit, Schwimmschule, Sprachen sowie Arbeit und Beruf.
Gleichzeitig steht die vhs vor der Herausforderung, ihren gesetzlichen und gesellschaftlichen Bildungsauftrag in Zeiten steigender Betriebskosten, Inflation und höherer Personalkosten stabil fortzuführen. Deshalb schlägt der Magistrat eine Erhöhung der Teilnahmeentgelte vor. Ziel dabei ist es, weiterhin betriebswirtschaftlich tragfähig zu agieren, ohne die soziale Zugänglichkeit der Volkshochschule zu gefährden. Letztmals erhöht wurden die Entgelte im Jahr 2024.
Das Standardentgelt (Kursstärke ab zehn Teilnehmern) soll mit Beginn des ersten Semesters 2027 von 3,70 auf 4,20 Euro pro Unterrichtseinheit erhöht werden. Bei Kursen mit acht Teilnehmern steigt der Preis nach von Vorschlägen des Magistrats von 4,30 auf 5,40 Euro, bei sieben Teilnehmern von 4,60 auf 6 Euro.
Yoga- und EDV-Kursen sowie Führungen sollen künftig fünf Euro kosten (bislang 4,75). Die Kurse „Deutsch als Fremdsprache“ werden nicht teurer, sie sollen weiterhin bei drei Euro pro Unterrichtseinheit bleiben.
„Die Entgelterhöhung stellt eine Balance zwischen dem Anspruch steigender Kostendeckung und der Sorge vor dem Verlust von Kursteilnehmenden und der damit möglichen Absage von Kursen her. Wir rechnen bei gleicher Auslastung mit Mehreinnahmen in 2027 von rund 16.000 Euro“, sagt Erster Stadtrat Stefan Löbig.
Für mehr Planungssicherheit und Transparenz schlägt der Magistrat zudem vor, für die vhs statt eines zu erreichenden prozentualen Kostendeckungsgrads für die Zukunft einen festen städtischen Zuschuss festzulegen. Dieser soll jährlich bei 125.000 Euro liegen. Genauso möchte der Magistrat bei der Musikschule gGmbH (350.000 Euro/Jahr) und bei der Stadtbücherei (475.000 Euro/Jahr) verfahren.
Mit den Plänen des Magistrats befasst sich der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag, 1. Oktober. Endgültig darüber abgestimmt wird in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 22. Oktober. Beide Sitzungen beginnen um 20 Uhr im Saal des Rathauses.