Neue Sitzgarnitur für Langener Streuobstwiesen
Regionalverband übergab Ensemble an Bürgermeister Werner

Die Langener Streuobstwiesen, eines der beliebtesten Naherholungsgebiete für Bürger und Besucher der Stadt, sind jetzt noch um ein Ziel reicher geworden: Eine neue Sitzgarnitur „Am Springenweg“. Das Ensemble zum Verweilen, Ausruhen und Genießen besteht aus zwei Bänken aus Douglasienholz - versehen mit dem Logo und Namenszug der Apfelwein- und Obstwiesenroute - und einem Tisch. Gespendet hatte es der Sterzbachstadt der Regionalverband FrankfurtRheinMain. Hergestellt wurde die schöne Sitzgruppe von der Behindertenwerkstätte Teilhabe Wetterau.
Verbandsdirektorin Claudia Jäger, die schon bei der Gründung der Route aktiv dabei war, übergab jetzt bei einer kleinen Feier der Stadt Langen im Namen des Regionalverbands die Sitzgarnitur mit den Worten: „Mich freut es sehr, dass die Route revitalisiert wird. Auf diesem Platz wird deutlich, wie wertvoll, erholsam und somit schützenswert diese Streuobstwiesen sind“.
Bürgermeister Jan Werner bedankte sich im Beisein von Alexander Böhn, hauptamtlicher Kreisbeigeordneter des Kreises Offenbach, bei den Spendern für das das Geschenk und sagte: “Von Beginn an ist Langen auch Mitglied der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute, sodass wir wohl mit Recht sagen können, dass diese Bank bei uns gut aufgehoben ist. Auch der Standort ist gut gewählt, führt doch an dieser Stelle der Weg stadtauswärts vom Freibad, über die Streuobstwiesen zum Langener Paddelteich und den Freizeiteinrichtungen am Mühltal. Hier ist also immer was los und egal ob Spaziergänger oder Radfahrer, eine kleine Rast auf einer gemütlichen Bank mit schöner Aussicht tut dabei immer gut“.
Erster Stadtrat Stefan Löbig erläuterte: „Seit 1996 konnten wir in Langen rund 15 Hektar Obstwiesen mit 700 Bäumen in den Gebieten "Im neuen Hain", "Am Springenweg" und "Am Albanusberg" erhalten. Dieser wichtige Lebensraum braucht Pflege, denn sonst brechen die alten Bäume auseinander. Hecken und Sträucher verbuschen und verwandeln sich allmählich in Wald. Finanziert wird dies unter anderem durch die Vermarktung der Äpfel durch die Stadt Langen und von Mitgliedern der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute, anderen Naturschützern und Freiwilligen aus Langen und Egelsbach. Sie helfen ehrenamtlich bei der Ernte und vermarkten den Apfelwein in den beteiligten Gaststätten und Betrieben. Ebbelwoi, Apfelbrand, Apfelgelee, Blütenhonig, Apfel-Senf und Apfelcidre werden unter dem Namen Siebenschläferprodukte verkauft. Sie sind unter anderem im Rathaus erhältlich. Der Siebenschläfer steht dabei stellvertretend für alle Tiere der Streuobstwiesen, deren Lebensraum mit dem Projekt erhalten werden soll“.
„Unsere Streuobstwiesen gehören seit Jahrhunderten zur hessischen Kulturlandschaft. Auch in Langen gibt es noch zahlreiche Standorte, besonders im Osten der Stadt. Diese zählen zu den bedeutendsten im ganzen Kreis Offenbach“, ergänzt der Rathauschef. Die Hochstämme produzieren aber nicht nur die Äpfel für das "leckere Stöffsche Ebbelwoi", das in der Stadt am Sterzbach so beliebt ist. Sie bieten auch vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Dazu gehören Siebenschläfer, Steinkäuze, Fledermäuse, Wendehälse oder Haselmäuse, die in den Baumhöhlen leben. Viele Insektenarten finden auf, in und unter ihnen ebenfalls Nahrungs- und Nistplätze.
Die Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute, unterteilt in fünf Regionalschleifen, vernetzt nicht nur die Vereine und Menschen, die sich kümmern, sondern führt auch die Bevölkerung mit ihren Rad- und Wanderwegen entlang dieser Wiesen, hin zu Apfelweingaststätten und Keltereien. „Wir freuen uns, dass der Regionalverband mit den gestifteten Sitzgarnituren die Bedeutung dieser besonderen Route und der Streuobstwiesen als wertvolle Kulturlandschaft weiter sichtbar macht. Neben dem Ensemble in Langen wird eine weitere Sitzgarnitur entlang der Route in Seligenstadt aufgestellt. Damit entstehen zwei neue Orte zum Verweilen, an denen Besucherinnen und Besucher die besondere Landschaft genießen können“, fügte Kreisbeigeordneter Alexander Böhn hinzu.
Das fast 30 Jahre alte Wegenetz wird momentan komplett überarbeitet und neu ausgeschildert. Die Wege sind mit dem einheitlichen Logo, dem roten Apfel im grünen Pfeil, gekennzeichnet. Die am Weg gelegenen zur Apfelweinroute gehörenden Gaststätten erkennt man an ihrem Mitgliedschild. Weitere Informationen gibt es im Netz unter der Adresse www.apfelroute-frm.de.