Überzeugende Argumente für Standort Langen

Magistrat sieht gute Chancen im Wettbewerb um Finanzamt-Zukunft

Die Suche nach einem Standort für das künftige Finanzamt für Stadt und Kreis Offenbach ist in die heiße Phase eingetreten. In einer öffentlichen Ausschreibung sucht der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen eine Liegenschaft ab 2030 entweder in Langen oder in der Stadt Offenbach. „Wir haben seit Bekanntwerden der Pläne zur Zusammenlegung der beiden Standorte gemeinsam mit der Sparkasse Langen-Seligenstadt ein sehr überzeugendes Konzept ausgearbeitet“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „Dabei können wir etliche Alleinstellungsmerkmale ausweisen, weshalb wir sehr selbstbewusst in den Wettbewerb mit der deutlich größeren Nachbarkommune gehen.“

Entstehen könnte das neue Finanzamt, das 500 Arbeitsplätze bieten soll, anstelle des jetzigen Gebäudes der Sparkasse Langen-Seligenstadt an der Zimmerstraße, direkt angrenzend an das bereits bestehende Behördenzentrum. Für den Standort sprechen aus Sicht des Magistrats insbesondere:

  • die zentrale Lage innerhalb der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt
  • die hervorragende Erreichbarkeit mit zwei Bahnhöfen, S-Bahn- und Regionalbahnanschlüssen sowie der unmittelbaren Nähe zu den Autobahnen A 5, A 3 und A 661
  • die hohe Attraktivität des Standorts für Beschäftigte durch Betriebswohnungen, wohnortnahe, bilinguale Kinderbetreuung, vielfältige Sport- und Gesundheitsangebote sowie ein umfangreiches Kultur- und Freizeitangebot
  • das bestehende Behördenzentrum mit seinen kurzen Wegen und den bereits vorhandenen Verwaltungsstrukturen
  • die konkrete Verfügbarkeit geeigneter Entwicklungsflächen einschließlich eines umsetzbaren Neubau- und Parkhauskonzepts
  • die geplante Anbindung an das Fernwärmenetz als Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Energieversorgung.

Besonders letzteren Punkt hebt Jan Werner noch einmal besonders hervor: „Wenn es dem Land Hessen ernst ist mit Klimaschutz und Energiewende, sollte dieses ein herausragendes Kriterium für unser Angebot und die Vergabe sein.“

Die planerischen Voraussetzungen hat die Stadtverordnetenversammlung bereits mit der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 63. Dieser soll den Charakter des Behördenzentrums langfristig sichern und gezielt ausbauen. Gleichzeitig eröffnet das gemeinsam mit der Sparkasse Langen-Seligenstadt entwickelte Standortkonzept die Möglichkeit, einen modernen und zukunftsorientierten Neubau zu errichten, der den Anforderungen einer leistungsfähigen Finanzverwaltung langfristig gerecht wird.

„Wir sind überzeugt, dass die Bündelung der Finanzverwaltung an diesem Standort nicht nur wirtschaftliche und organisatorische Vorteile bietet, sondern zugleich einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des öffentlichen Dienstes in der Region leistet. Das Vorhaben fügt sich nahtlos in die langfristige Stadtentwicklungsstrategie ein und stärkt das Behördenzentrum als zentralen Verwaltungsstandort weit über die Stadtgrenzen hinaus“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „Wir sehen der Entscheidung nach dem Ende der Ausschreibungsfrist optimistisch entgegen.“

Zurück zum Anfang der Seite springen