Neues Grabfeld für den Langener Friedhof
Führung am 9. September 2026

Aufgrund der großen Nachfrage nach pflegefreien Grabstätten wird auf dem Langener Friedhof mit dem Grabfeld „Weg der Erinnerung“ eine weitere naturnahe und zugleich pflegefreie Bestattungsform angeboten. Die Fläche wurde als waldähnliches Grabfeld gestaltet und verbindet die Atmosphäre eines natürlichen Waldstücks mit den Anforderungen eines modernen Friedhofs. Große, gewachsene Bäume prägen das Bild des Areals und schaffen einen ruhigen, geschützten Ort des Gedenkens. Besonderes Augenmerk wurde daraufgelegt, den natürlichen Charakter der Fläche zu erhalten und nur behutsam in die bestehende Umgebung einzugreifen. Am Mittwoch, 9. September, bietet die Friedhofsverwaltung eine Führung an. Dabei erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Anlage kennenzulernen und mehr über das Konzept, die Gestaltung sowie die Beisetzungsmöglichkeiten zu erfahren. Treffpunkt ist um 15 Uhr vor der Trauerhalle.
Namensgebend für das neue Grabfeld ist ein Weg, der Besucher durch die Anlage führt. Dieser mündet an einem Blumenbeet als Ort des Erinnerns. Auch bei der Gestaltung der Grabmale standen Natürlichkeit und eine harmonische Einbindung in die Umgebung im Vordergrund. Die Grabstelen bestehen aus Eichenholz und fügen sich in die waldartige Gestaltung ein. Ergänzt werden sie durch bodenbündige Platten in Holzoptik sowie runde Glastafeln. Die Glaselemente wurden von einer Künstlerin aus Langen gestaltet.
Mit dem „Weg der Erinnerung“ reagiert die Friedhofsverwaltung auf den Wunsch vieler Menschen nach einer naturnahen und zugleich pflegefreien Form der letzten Ruhestätte. Rund 70 Prozent der Grabverkäufer entscheiden sich mittlerweile für diese Bestattungsform, weil die Gesellschaft mobiler geworden ist und Kinder durch Studium oder Job weggezogen sind und nicht mehr vor Ort die Gräber pflegen können.
Das Grabfeld bietet Raum für etwa rund 20 Erdbeisetzungen sowie rund 300 Urnenbeisetzungen. Der „Weg der Erinnerung“ verbindet Natur, Erinnerung und zeitgemäße Bestattungskultur. Er bietet Angehörigen einen Ort des Gedenkens, der Ruhe ausstrahlt und zugleich die Nähe zur Natur erlebbar macht.