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Hurra, ich bekomme ein Geschwisterchen!

Asklepios Klinik zum Vorlesetag in der Stadtbücherei

27.11.2017
Vorlesetag Stadtbuecherei - Ich bekomme ein Geschwisterchen
Die Kita-Kinder von der Ohmstraße durften der Babypuppe die Windel anlegen. Die Ärztinnen (von links) Dr. Helga Rockstroh und Jenni Mathai Thottil zeigten ihnen, wie es richtig geht. Foto: Stupp/Stadt Langen

Kommt ein neues Brüderchen und Schwesterchen in die Familie, ist das für viele Kinder erst einmal eine große Veränderung in ihrem Leben. Und wenn Mama mit Papa ins Krankenhaus muss, macht die Situation vielleicht sogar Angst. Um den Jüngsten die Furcht vor dem Hospital und dem Familienzuwachs zu nehmen, besuchten zwei Ärztinnen der Geburtshilfe in der der Langener Asklepius-Klinik die Stadtbücherei. Sie erklärten den 20 Jungen und Mädchen der Kita Sonnenschein (Ohmstraße) altersgerecht, woher die Kinder kommen.

Dazu haben sich die Medizinerinnen zusammen mit der Stadtbücherei Langen zum bundesweiten Vorlesetag der Stiftung Lesen ein abwechslungsreiches Programm ausgedacht. Damit wollten sie die Kleinen für ein kommendes Geschwisterchen begeistern und werdende Eltern unterstützen.

Los ging es mit dem Bilderbuchkino „Jimmy und das Monster“, das Dr. Helga Rockstroh, Oberärztin in der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe, vorstellte. Ein kleines „Monster" ist angekommen. Es hat keine Zähne, riecht nicht gut und schreit - was tun? Nach der aufregenden Geschichte beantwortete die Fachfrau die Fragen der Jungen und Mädchen. Außerdem erhielt jedes Kind ein Armbändchen mit seinem Namen wie die Neugeborenen. Anschließend zeigte ihnen Ärztin Jenni Mathai Thottil am Wickeltisch, wie man einem Baby eine Windel anlegt. Ganz toll für die Kinder war, dass sie auch selbst mal an der Säuglingspuppe üben dürften. Zum Schluss konnten alle angehenden Babypfleger sogar noch ein „Wickeldiplom" mit nach Hause nehmen.

„Immer wieder fragen uns Eltern, wie sie altersgerecht den Familienzuwachs erklären können. Wir haben uns den Sorgen angenommen und ein Info-Programm für die Kleinen entwickelt, das Verständnis für das kommende Geschwisterchen wecken soll“, erläutert Dr. Helga Rockstroh. Damit hätten Mütter und Väter auch einen guten Ansatz, um in der Familie das Thema weiter zu vertiefen. „Gleichzeitig nehmen wir den Kleinen die eventuell bestehende Angst vor dem Spital. Denn wir zeigen ihnen mit der Aktion, dass wir nicht nur piksen sondern auch vorlesen können", ergänzt die Oberärztin.

Auf der Langener Geburtshilfestation wird großen Wert auf eine enge Mutter-Kind-Beziehung gelegt, die die ganze Familie integriert. Beim sogenannten „Rooming in“ sind Mutter und Kind rund um die Uhr zusammen. Da auf der Wochenstation ein Kinderzimmer eingerichtet ist, dürfen erschöpfte Mütter ihre Babys aber auch stundenweise in die Obhut der Pflegerinnen geben. Gerne werden Väter und Geschwister unter fachkundiger Anleitung in die Versorgung der Neugeborenen einbezogen. Nach der Geburt helfen speziell geschulte Kinderkrankenschwestern mit Rat und Tat, wenn es um das Thema Stillen geht. Mütter, die nicht stillen können oder wollen, erhalten eine besondere Beratung.

Einen Spezial-Service bietet das Krankenhaus an der Röntgenstraße mit einem Parkplatz, der extra für werdende Eltern reserviert ist. Denn manchmal muss es eben auch ganz schnell gehen und jede Sekunde zählt. Deshalb wurde direkt vor dem Haupteingang ein „Last-Minute-Storchenparkplatz“ eingerichtet. Gekennzeichnet ist er mit einem Storch auf dem Schild.

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