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Abfall in die Zange genommen

Über 1.400 Langener beim Wettbewerb Sauberhaftes Hessen aktiv

09.10.2017

Langen ist eine der „sauberhaftesten“ Kommunen Hessens. Über 1.400 Sammelwillige waren dem Aufruf der städtischen Umweltberatung in diesem Jahr gefolgt und entfernten Unrat und Müll aus dem Stadtgebiet. Hintergrund war die Teilnahme am Wettbewerb „Sauberhaftes Hessen“, bei dem Langen diesmal zu den Preisträgern für das langjährigste Engagement gehört. Dafür gab es jetzt die „Goldene Abfallsammelzange“ und eine Urkunde von Umweltministerin Priska Hinz. 

Bei der Kampagne geht es darum, dass im Verhältnis zur Stadtgröße möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner Abfälle einsammeln und dazu kreative Aktionen auf die Beine stellen. Über 300 hessische Kommunen waren diesmal mit von der Partie. Langen gehörte neben dem nordhessischen Gemeinde Guxhagen und dem südhessischen Groß-Zimmern zu den drei Aktivsten in diesem Jahr und erhielt nicht die erste Auszeichnung: Von Anfang macht die Stadt beim Wettbewerb „Sauberhaftes Hessen“ mit und landete bisher immer unter den ersten drei Plätzen. 2012 reichte es sogar für den Gesamtsieg.

Für Bürgermeister Frieder Gebhardt macht das deutlich, welchen Stellenwert Sauberkeit in der Stadt hat. „Die Auszeichnung ist ein Verdienst der vielen Frauen, Männer und Kinder, die sich in ihrer Freizeit so engagiert für unsere Stadt eingesetzt haben“, sagt der Verwaltungschef. „Sie machen deutlich, dass jeder seinen Teil dazu beitragen muss, die Stadt ansehnlich und lebenswert zu machen“, sagt Gebhardt. Nur durch solche tatkräftigen Vorbilder wäre die regelmäßige Teilnahme an der Kampagne machbar.

Schulen, Kindergärten, Kirchengemeinden und Vereine nahmen im Laufe des Jahres die Müllzangen in die Hand. Allen voran der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV), der im März gemeinsam mit den Kommunalen Betrieben (KBL) und dem städtischen Referat für Umwelt und Mobilität zur Frühjahrsaktion „Langen räumt auf“ einlud. Der gemeinsame Frühjahrsputz lockte über 150 Menschen an die frische Luft, die dann mit KBL-Müllzangen und Sammelbehältern ausgestattet wurden.

Eifrig bei der Sache waren auch die kleinsten Langener. Beim „Sauberhaften Kindertag“ und dem „Sauberhaften Herbstputz“ griffen etwa 170 Mädchen und Jungs aus den Kitas Am Steinberg, Hegweg, Unterm Regenbogen (Leukertsweg) und Sonnenschein (Ohmstraße) zu den Müllsäcken, um ihre Umwelt vom Abfall zu befreien.

Beim „Sauberhaften Schulweg“ bewiesen über 1.100 Kinder der Albert-Schweitzer-, Adolf-Reichwein-, Erich-Kästner, Geschwister-Scholl- und Dreieich-Schule, dass sie ein Herz für die Natur und ihre Heimatstadt haben und reinigten Gehwege, Büsche und Wiesen. Aus den 180 hessenweit teilnehmenden Schulen, bekamen 25 einen Preis vom Hessischen Umweltministerium. Auch die Albert-Einstein-Schule gehörte zu den glücklichen Gewinnern und durfte sich über 200 Euro aus Wiesbaden für ihre Schulkasse freuen.

Sandra Trinkaus, Organisatorin der Langener Aktionen von der städtischen Umweltberatung, bilanziert: „Über 1.400 Menschen waren an 13 Terminen unterwegs und haben mehr als 250 Säcke voller Müll eingesammelt.“ Im letzten Jahr nahmen etwa 1.000 Personen teil.

Weitere Informationen und Bilder der Sammelaktionen gibt es im Internet auf den Seiten der Umweltberatung www.langen.de sowie unter www.sauberhaftes-hessen.de und www.sauberhafte-stadt.de.

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