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Preisänderungen bei der Langener Musikschule

Magistrat schlägt Entgelt- und Honorar-Erhöhungen vor

03.06.2019

Gute musikalische Bildung gibt es nicht zum Nulltarif. Die zahlreichen Angebote der Langener Musikschule finanzieren sich aus Entgelten der Eltern und öffentlichen Mitteln. Besonders beliebt bei Alt und Jung sind die diversen Gruppen der elementaren Musikerziehung für Kinder zwischen einem und sechs Jahren, der Instrumental- und Vokalunterricht sowie das Musizieren in den verschiedenen Ensembles, Bands, Chören und Orchestern.

Die Preise für die umfangreiche musikalische Angebotspalette im Kulturhaus Altes Amtsgericht und in etlichen Kitas und Schulen sollen nach Vorschlag des Magistrats um rund 3,5 Prozent erhöht werden. Dadurch kämen Mehreinnahmen in Höhe von circa 26.000 Euro im Jahr zusammen.

Stimmen die Stadtverordneten dem zu, müssen die Kunden ab 1. September tiefer in die Tasche greifen. Die letzte Preissteigerung gab es im September 2017. „Die zusätzlichen Gelder sollen vor allem den freiberuflichen Lehrkräften zugutekommen und für sie eine Honorarerhöhung von 3,5 Prozent ermöglichen“, begründet Erster Stadtrat Stefan Löbig den angestrebten Schritt. „Unsere Lehrkräfte sind hoch qualifiziert. Um das Niveau des Unterrichts zu halten, müssen wir sie auch angemessen entlohnen. Denn schließlich wird es immer schwieriger, geeignete Lehrerinnen und Lehrer zu finden“, erläutert der Dezernent. Die Langener Musikschule ist eine der großen Bildungseinrichtungen in der Region. Rund 2.500 kleine und große Musikliebhaber üben dort wöchentlich in 750 Wochenstunden auf allen Instrumenten.

Vorgesehen ist, dass beispielsweise der Einzelunterricht von 45 Minuten künftig statt 88 monatlich 92 Euro kostet. Der Obolus für das Bandcoaching erhöht sich von 17 auf 20 Euro. Für die Mieten von Instrumenten sollen künftig elf bis 16 Euro (statt zehn bis 15) pro Monat fällig sein. Neu ist der Klaviertaler von einem Euro, den alle Klavierschüler für die Nutzung der sehr guten und bestens gepflegten Tasteninstrumente entrichten sollen. Erstmalig bietet die Musikschule eine Zehnerkarte für Erwachsene an, mit der sie auf deren besondere Lebenssituation flexibel eingehen möchte. Die gute Nachricht für alle: Bei allen Kursen für Kinder im Vorschulalter - wie Musik für Mäuse oder die musikalische Früherziehung - bleibt der Preis konstant. Auch an den Familien- und Sozialermäßigungen will der Magistrat nicht rütteln.

Am Donnerstag, 27. Juni, entscheidet die Stadtverordnetenversammlung über die Vorlage. Zuvor beraten darüber der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport (Donnerstag, 6. Juni) und der Haupt- und Finanzausschuss (Donnerstag, 13. Juni), jeweils ab 20 Uhr im Rathaus.

 

 

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