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Musikschule unterrichtet digital

Lehrkräfte nutzen Tablet, Smartphone und Laptop

24.04.2020
Musikschule unterrichtet digital - Gabi Fellner
Die Langener Musikschullehrerin Gabi Fellner unterrichtet ihre Schülerin Julia Kretschmar jetzt digital. Foto: Musikschule/Stadt Langen

Das Kontaktverbot während der Corona-Pandemie schränkt nicht nur das private Miteinander ein. Auch auf Hobbys und Bildungsangebote außerhalb der eigenen vier Wände müssen viele derzeit verzichten. Für ein Stück Normalität sorgt die Langener Musikschule deshalb mit Fernunterricht. Das Motto der Lehrkräfte: Wo ein Wille ist, ist auch ein virtueller Weg.

Ob per Videokonferenz mit Laptop, Handy oder Tablet, per Telefon oder via E-Mail mit angehängten Audiodateien – die verschiedenen Lehrmethoden variieren je nach Präferenz der einzelnen Lehrer-Schüler-Teams. Musikschulleiter Uwe Sandvoß sagt: „Unsere Kolleginnen und Kollegen haben sich mit unterschiedlichen Medien auseinandergesetzt und didaktisch sinnvolle, digitale Unterrichtsmethoden entwickelt.“ Der direkte Kontakt sei dabei komplett, der Lernerfolg aber nur leicht eingeschränkt. „Online-Unterricht ist in diesen Zeiten ein adäquater Ersatz und kleine verschickte Handy-Audioaufnahmen sind oft von verblüffend guter Klangqualität“, erläutert Sandvoß.

Diese Übergangslösung ist viel besser als keine und sie bietet auch Vorteile: Die Konzentration bei den Übungsstunden ist wesentlich höher und die jungen Musikerinnen und Musiker sind meistens besser vorbereitet. Ein gemeinsames Spiel ist möglich, indem die Schüler ihr eigenes Mikrofon abstellen und parallel mit der Lehrkraft mitspielen. Diese kann dann zwar nicht korrigierend eingreifen, aber trotzdem ein erstes Verständnis für das Stück vermitteln. Einen etwas genaueren Blick ermöglicht dann die Aufnahme, die sich beide Seiten wiederholt anhören können. Dadurch ist es möglich, dass die Schüler ihr eigenes Spiel reflektiert betrachten, sich selbstständig korrigieren und Anweisungen leichter nachvollziehen und umsetzen. Allerdings sind die Einzelstunden in dieser Form durch die zahlreichen Aufnahmen für alle Beteiligten wesentlich zeit- und arbeitsaufwändiger.

Ensembles, Bands, Chöre und Orchester haben während des Kontaktverbots ebenfalls keine Chance, wie gewohnt zu proben, doch für sie gibt es ebenfalls Alternativen: Die Jungs aus der Band von Leiter Jan Jansohn spielen sich online nacheinander Passagen ihrer Songs vor und diskutieren die Ergebnisse im Anschluss gemeinsam. Auch Chorleiter Andreas Winckler bietet Online-Unterricht an, genauso wie Lehrerin Gabi Fellner, die regelmäßig Aufgabenblätter mit Lösungen und Erklär-Videos für den Musiktheorie-Unterricht verschickt.

„Das musikalische E-Learning wird von Schülern und Eltern durchweg sehr gut angenommen“, berichtet Sandvoß. „Die positiven und Mut machenden Rückmeldungen zeigen, dass der hohe Aufwand, den die Lehrkräfte investieren, wertgeschätzt wird und dass die momentane Lage das alltägliche Leben zwar einschränkt, musikpädagogische Angebote aber nicht gänzlich zum Erliegen bringt.“

Der reguläre Unterricht auf Gitarre, Violine, Schlagzeug und anderen Instrumenten muss noch etwas warten, auch wenn sich das gesamte Musikschul-Team jetzt schon wieder darauf freut und es kaum abwarten kann, bis alles wieder von Angesicht zu Angesicht läuft. Bis Sonntag, 3. Mai, bleibt die Institution vorerst geschlossen. Wie es danach weitergeht, entscheidet die Stadt auf Grundlage übergeordneter Beschlüsse auf Kreis- und Landesebene und nach gewissenhafter Beurteilung der aktuellen Lage.

Alle Informationen zu den lokalen Einschränkungen während der Covid 19-Pandemie hat die Stadt auf ihrer Internetseite www.langen.de gesammelt. Auch über Facebook (@Langen.RheinMain) und Twitter (@stadt_langen) gibt es stetig aktuelle Nachrichten zum Geschehen vor Ort.

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