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Vorteile für Radler und Anwohner

Neue Trasse westlich der Bahn mit Lortzing- als Fahrradstraße

25.01.2021
Alternative Radweg West
Ergänzend zum Radschnellweg (rot) soll auch auf der Westseite der Bahnlinie eine neue Radwegeverbindung geschaffen werden. Plan: Stadt Langen

Östlich der Bahnlinie starten gerade die Vorarbeiten für den Radschnellweg und auch auf der Westseite der Gleise treibt die Stadt die Verbesserungen für Radfahrer voran. Allerdings ist eine Planänderung an der Westtrasse, die als Zubringer zur Radschnellverbindung dienen soll, erforderlich. Der neue Verlauf führt durch die Lortzingstraße, die zur Fahrradstraße werden und gleichzeitig saniert werden soll.

Der erste Entwurf sah vor, dass die Strecke – von Norden aus gesehen – vom Monzapark entlang der Bahn, am Bahnhof vorbei und dann entlang der Gleise führt und am Ende der Bebauung an die Straße ins Loh angeschlossen wird. Dieser Idee von Bürgermeister Jan Werner hatte die Stadtverordnetenversammlung im vergangenen September zugestimmt – unter zwei Bedingungen: dass Fördermittel genutzt werden können und die Stadt die erforderlichen Grundstücke nahe der Lohschneise kaufen kann.

Da mittlerweile klar ist, dass ein Schlüsselgrundstück von einem privaten Eigentümer nicht zum Verkauf steht, haben die Fachleute im Rathaus umgeplant. Vom Bahnhof kommend soll der Radweg – wie bereits vorgesehen – auf dem unbefestigten Weg hinter den Gärten der Friedrich-Ebert-Straße geführt werden. In Höhe der Fußgängerbrücke über die Bahnlinie zweigt er dann allerdings ab und verläuft über die Lortzingstraße und die Berliner Allee ins Loh. Die Lortzingstraße soll zur Fahrradstraße werden, ebenso das südlichste Teil der Berliner Allee (nach dem Ende des kombinierten Rad-/Fußweges an der Schneise, die zum Waldstadion des 1. FC Langen führt).

„Mit dieser Routenführung wäre der Sportpark Oberlinden optimal mit dem Fahrrad erreichbar“, betont Jan Werner. „Auch für die dort geplante Sport-Kita wäre dies eine angemessene Anbindung. Mit einer Streckenführung über die Lortzingstraße und Berliner Allee können Vorteile für den Radverkehr erreicht werden, ohne dass gravierende Nachteile für den Autoverkehr entstehen.“

Für die Anwohner der Lortzingstraße hat die Schaffung einer Fahrradstraße den Vorteil, dass die Fahrbahn saniert wird. Zudem wirkt sie sich geschwindigkeitsreduzierend auf den Autoverkehr aus – zuletzt hatte der Bürgermeister etliche Beschwerden von Anwohnern über Raser erhalten. Das Südende der Berliner Allee ist im Rahmen mit der Veränderung des Sportparks zur Umgestaltung vorgesehen. Die Straßen werden trotzdem für den Autoverkehr weiterhin in beide Fahrtrichtungen befahrbar bleiben und auch für den Begegnungsverkehr ausreichend breit sein.

Der Vorteil dieser alternativen Wegeführung besteht nach den Worten des Bürgermeisters auch darin, dass die Baukosten deutlich geringer ausfallen und die Umsetzung sehr viel früher möglich ist. Eine Führung über die Friedrich-Ebert-Straße, In den Tannen und die Wagnerstraße ins Loh sei verworfen worden, weil diese Straßen relativ schmal sind und bei Einrichtung einer Fahrradstraße die Parkplätze auf einer Straßenseite wegfallen müssten.

Hessen Mobil hat der Stadt eine Förderung in Höhe von etwa 70 Prozent in Aussicht gestellt. Würde die erforderlichen Planungsunterlagen bis Mai fertiggestellt, kommen nochmal zehn Prozent aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes hinzu. „Für die Stadt hat das den Vorteil, dass wir mit kleinem finanziellen Aufwand einen großen Nutzen erzielen“, erklärt Jan Werner.

Der Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr diskutiert die geänderte Trassenführung in seiner Sitzung am Donnerstag, 28. Januar. Zur endgültigen Beschlussfassung steht sie am Donnerstag, 18. Februar, in der Stadtverordnetenversammlung.

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