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Altpapier muss in die Tonne

Beistellungen von Kartonagen werden nicht mehr mitgenommen

24.01.2022
Altpapier
Bald nicht mehr erlaubt: Ab 1. März leeren die Mitarbeiter der ALEG Abfallservice Langen Egelsbach GmbH nur noch die blaue Altpapiertonne. Was daneben steht, wird nicht mehr mitgenommen. Foto: Schaible/Stadt Langen

Wichtige Änderung bei der Müllabfuhr in Langen und Egelsbach: Ab 1. März nehmen die Mitarbeiter der ALEG Abfallservice Langen Egelsbach GmbH bei der Altpapiersammlung nur noch das mit, was sich in der blauen Tonne befindet. Sogenannte Beistellungen, beispielsweise vollgepackte Kartons, sind dann ausdrücklich nicht mehr erlaubt und bleiben stehen. Ralf Krupka, Geschäftsführer der ALEG, weist Bürger, Einzelhändler und Kleingewerbetreibende ausdrücklich auf die Möglichkeit hin, zusätzliche blaue Tonnen zu bestellen.

Es ist immer wieder das gleiche Bild an den Tagen, an denen in den einzelnen Abfuhrbezirken das Altpapier eingesammelt wird: Neben oder auf vielen blauen Tonnen stapeln sich Kartonagen, manche leer, manche aber auch bis obenhin mit weiterem Papier gefüllt. Bislang haben die ALEG-Mitarbeiter diese stetig steigende Menge an Beistellungen immer mit ins Fahrzeug gepackt.

Doch dies dürfen sie nun nicht mehr. Laut der „Branchenregel Abfallwirtschaft“ der „DGUV Deutsche gesetzliche Unfallversicherung“ ist das bislang praktizierte Befüllen des Müllfahrzeugs mit Kartons bei laufender Schüttung nicht mehr zulässig. Es besteht die Gefahr, dass der Müllwerker an einen Kontaktschalter der Schüttung kommt und dann in Richtung Presswerk gezogen wird. „Ein Abschalten der Schüttung ist im Rahmen der Sammeltour aus zeitlichen Gründen aber nicht möglich“, erläutert Ralf Krupka.

Weitere Hintergründe für die Änderung der Branchenregel sind die hohe körperliche Belastung der Mitarbeiter durch das Heben und Überkopfwerfen der mitunter sehr schweren Kartons in die Schüttung, der generelle Mengenanstieg durch Online-Bestellungen und Probleme mit nassen und umherwehenden Kartonagen.

„Wir sind bei weitem nicht die ersten und einzigen, die keine Beistellungen beim Altpapier mehr einsammeln“, betont der ALEG-Geschäftsführer. „Im Gegenteil: Diese Vorgehensweise wurde in den vergangenen Jahren bereits in vielen Städten und Landkreisen umgesetzt.“

Stichtag der Änderung in Langen und Egelsbach ist der 1. März 2022. Bei der Abfuhr im Februar werden bei Nebenablagerungen die Tonnennutzer über einen Flyer an der Altpapiertonne über die Beendigung der derzeitigen Praxis informiert.

In Egelsbach wird dafür eine Satzungsänderung notwendig, die in der Sitzungsrunde im März in der Gemeindevertretung beschlossen werden soll. Dennoch bittet die Gemeinde darum, von Beistellungen bereits ab Anfang März abzusehen, da der Dienstleistungsvertrag mit der ALEG die verpflichtende Mitnahme von Kartonagen neben der Tonne nicht vorsieht.

Wer regelmäßig größere Mengen an Papier zu entsorgen hat, kann zusätzliche Altpapiertonnen ordern. Für Egelsbach kann die Bestellung zusätzlicher Tonnen im Bürgerbüro telefonisch unter 06103 405-405 oder per E-Mail an abfall@egelsbach.de beauftragt werden. Ein zusätzliches 240 Liter Gefäß kostet 42 Euro pro Jahr. Die Auslieferung ist kostenfrei.

In Langen kann die Bestellung der Altpapiertonnen beim Referat Kasse und Steuern der Stadt unter der Telefonnummer 06103 203-222 oder per E-Mail an ref332@langen.de erfolgen. Die Auslieferung kostet einmalig zehn Euro für bis zu 240 Liter große Müllgefäße und 20 Euro für 1,1 Kubikmeter Müllcontainer.

Zudem nehmen die Wertstoffhöfe in Langen (Darmstädter Straße 70) und Egelsbach (Heidelberger Straße 38) zu den jeweiligen Öffnungszeiten Altpapier in haushaltsüblichen Mengen kostenfrei entgegen. Das Altpapier wird von der ALEG vermarket. Der Gewinn trägt dazu bei, dass die Abfallgebühren in beiden Kommunen niedrig bleiben.

Weitere Fragen zum Altpapier und allen anderen Themen rund um die Müllabfuhr beantwortet der Kundenservice der ALEG Abfallservice Langen Egelsbach GmbH unter der Telefonnummer 06103 595-471 oder per Mail an info@aleg-le.de. Informationen gibt es unter www.aleg-le.de auch im Internet.

 

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