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Zweitwohnungssteuer soll kommen

Stadtverordnete entscheiden über Satzung

09.09.2019

Eigentümer einer Zweitwohnung müssen sich in Langen auf Steuern in Höhe von zehn Prozent der jährlichen Kaltmiete einstellen.  Die CDU-Fraktion hatte im Winter einen Antrag gestellt, die ursprünglich von der SPD verlangte Abgabe nur einzuführen, sofern mögliche Erträge den nötigen Aufwand übersteigen. Nach Berechnung des städtischen Fachdienstes Controlling und Finanzen ist das der Fall.

Nach einer Erhebung im Frühjahr geht die Stadt von etwa 800 Nebenwohnungen in Langen aus. Befragungen bei Kommunen, die bereits eine Zweitwohnsitzsteuer eingeführt haben, lassen den Schluss zu, dass die Kämmerei mit der neuen Regelung künftig rund 32.000 Euro pro Jahr mehr einnehmen kann - allerdings erst ab dem zweiten Jahr. Im Jahr der Einführung sind die Kosten für die Erhebung voraussichtlich etwas höher als die zu erwartenden Einnahmen.

Steuerpflichtig würden nach Satzungsentwurf alle volljährigen Personen, die eine Zweitwohnung im Stadtgebiet innehaben. Es gibt aber auch eine Reihe von Ausnahmen. Zum Beispiel Wohnungen in Alten- oder Pflegeheimen, die der Betreuung pflegebedürftiger oder behinderter Menschen dienen. Oder wenn „nicht dauernd getrennt lebende Paare“ ohne eine weitere Immobilie in Langen die Zweitwohnung aus beruflichen Gründen unterhalten.

Über die Einführung der Satzung entscheiden die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag, 17. Oktober. Vorher geht die Vorlage zur Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss, und zwar am Donnerstag, 26. September.

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