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Ohne Hindernis in den Bus kommen

Haltestellen sollen in Langen barrierefrei werden

05.06.2020

Die Langener Bushaltestellen müssen künftig barrierefrei sein. Diese Vorgabe aus dem Personenbeförderungsgesetz will die Stadt jetzt schrittweise erfüllen. Nach Angaben von Erstem Stadtrat Stefan Löbig will der Magistrat ab Herbst – wenn die Stadtverordnetenversammlung grünes Licht gibt - an der Bahnstraße mit den Umbauten beginnen, da hier Stadt- und Regionalbusse unterwegs sind und die Haltestellen häufig angefahren und genutzt werden.

Zu einem ersten Ausbaubündel gehören dabei die Haltepunkte an der Luisenstraße (Süd), der Ludwig-Erk-Schule (Nord und Süd), an der Post (Nord und Süd) und am Lutherplatz (West und Ost). Nach einer ersten groben Kostenschätzung rechnet die Verwaltung mit Ausgaben von knapp 678.000 Euro. „Es wurden bereits Fördermittel beim Land beantragt, der Fördersatz liegt bei 70 Prozent“, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt.

Bis zum 1. Januar 2022 ist Zeit, die Haltestellen fit zu machen. Langen besitzt davon insgesamt 105 von denen 65 gemäß den Vorgaben umgebaut werden müssen. Das ergab eine Untersuchung des Rathauses im Verbund mit der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (KVG). Basierend auf ihrer Bedeutung im Stadtgebiet und für die Region haben die Beteiligten eine Rangfolge der Arbeiten entwickelt.

Barrierefreiheit bedeutet, dass alle und vor allem auch Menschen mit Beeinträchtigungen den ungehinderten Zugang zu den Bussen haben und dabei nicht auf fremde Hilfe angewiesen sind. Wesentliche Merkmale sind der stufenlose Einstieg und ein Weg zur Haltestelle, der ertastbar und visuell gut erkennbar ist. „Davon profitieren nicht nur behinderte Menschen, sondern auch in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen wie zum Beispiel ältere Mitbürger, Eltern mit Kinderwagen und kleine Kinder“, betont Gebhardt.

Das städtische Umbaukonzept sieht 22 Zentimeter hohe sogenannte Kasseler Sonderborde vor, an die der Bus parallel anfahren kann und ein einfaches Einsteigen ermöglicht. Außerdem soll die Aufenthaltsqualität an den Haltestellen und die Informationen über Abfahrten und Linien verbessert werden. Damit die Einstiegsstelle leichter gefunden wird, werden standardmäßig weiße Platten mit Noppen verlegt. Auch die unmittelbar benachbarten Fußgängerampeln, Zebrastreifen und Gehwege wollen die Verantwortlichen barrierefrei gestalten, damit die jeweilige Haltestelle gut erreicht werden kann.

Die aktuelle Planung wurde mit Hessen Mobil, den Stadtwerken als Träger des Stadtbusverkehrs und dem KVG (Regionalbuslinien) abgestimmt, am Donnerstag, 4. Juni, berät der Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr darüber. Den Beschluss fasst am Donnerstag, 25. Juni, die Stadtverordnetenversammlung.

 

 

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