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Gedenken an die Opfer des Novemberpogroms

Veranstaltungen halten Erinnerung an die Zeiten der Diktatur wach

31.10.2022

Am Vormittag des 10. November 1938 schlug der nationalsozialistische Hass gegenüber Juden auch in Langen zu. Die Fenster der Synagoge und jüdischer Geschäfte wurden eingeworfen und die Gebäude anschließend angezündet. Der Langener Magistrat gedenkt daher am Mittwoch, 9. November, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Dreieich-Gymnasiums der Opfer der „Reichspogromnacht“.

Um 18 Uhr legt Bürgermeister Jan Werner an der Mahn- und Gedenkstätte „Ehemalige Synagoge“ an der Dieburger Straße einen Kranz nieder. Anschließend veranstalten um 19 Uhr die evangelische und katholische Kirchengemeinde in der Stadtkirche einen ökumenischen Gottesdienst. Mit den Worten „Wir erinnern uns an die unschuldigen Opfer dieses Staatsterrors, damit so etwas nie wieder in Deutschland passiert“, lädt Bürgermeister Jan Werner alle Langenerinnen und Langener herzlich zur Teilnahme ein.

Zuvor, um 16.30 Uhr, wird der ehrenamtlicher Stadtarchivar Heribert Gött den Gedenkraum Arrestzelle im Museum im Alten Rathaus am Wilhelm-Leuschner-Platz für Besucher öffnen und in einer kurzen Einführung auf die Gestaltung des Raumes und die Bedeutung des 9. November eingehen.

Um die Schicksale der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger Langens und Deutschlands in den Zeiten der Nazi-Diktatur geht es bei der Buch-Ausstellung mit dem Titel „Angst und Leid – Gedenken an die Reichspogromnacht. Das Schicksal jüdischer Mitmenschen in der Nazizeit“ in der Stadtbücherei, Südliche Ringstraße 77, von Dienstag, 1. November, bis Samstag, 19. November. Bewegende Lebensgeschichten, Sachbücher und Kinder- und Jugendliteratur bringen den Lesern Angst und Leid der Opfer der braunen Schreckenszeit nah.

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Flyer Pogrom Gedenkveranstaltungen 2022
Flyer Pogrom Gedenkveranstaltungen 2022 [(c) Stadt Langen]
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