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Brandgefahr im Stadtwald

Feuerwehr ruft zu Achtsamkeit auf

22.07.2019
Brandgefahr im Stadtwald
Wirbelt auf trockenen Schneisen ordentlich Staub auf: Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Langen im Stadtwald. Foto: Buchold/Feuerwehr Langen

Meteorologen sind sich einig: Nach dem Dürre-Sommer 2018 ist es auch in diesem Jahr zu heiß und zu trocken für die örtliche Flora. Was Sonnenanbeter und Schwimmbadbesucher freut, macht vor allem dem Stadtwald in Langen zu schaffen. Dort galt bis vor kurzem die höchste Alarmstufe in Sachen Waldbrandgefahr. Die Niederschläge der vergangenen Tage haben die Situation etwas entschärft, ein hohes Risiko besteht aber laut Feuerwehr Langen weiterhin.

Stadtbrandinspektor Frank Stöcker sagt: „Wir sind auf die aktuelle Situation vorbereitet und arbeiten eng mit der Forstverwaltung und dem städtischen Fachdienst für Öffentliche Sicherheit und Ordnung zusammen.“ Eine spezielle Ausrüstung mache den Floriansjüngern zudem bei Waldbränden das Leben einfacher. „Es ist wichtig, dass dabei leichtere Schläuche mit großem Durchmesser zum Einsatz kommen, damit wir unwegsame und abgelegene Bereiche schnell und sicher erreichen“, berichtet Stöcker. Auch die Ausrüstung werde den Witterungsbedingungen angepasst. „Die Männer und Frauen tragen leichtere Schutzkleidung und sogenannte Waldbrandhelme. Die belasten ihre Träger bei warmen Temperaturen nicht so stark, sind aber dennoch sicher.“ Auch taktisch sind die Brandschützer der Sterzbachstadt bestens aufgestellt. Alarm- und Ausrückordnung, Führungsorganisation und allgemeine Standards für die Einsatzszenarien sind in Dienstanweisungen festgeschrieben und werden regelmäßig trainiert.

Damit es gar nicht erst zum Ernstfall kommt, appelliert die Feuerwehr an alle, die im Wald unterwegs sind: „Rauchen, offenes Feuer und Grillen im Wald und auf öffentlichen Freiflächen sind grundsätzlich untersagt – übrigens auch im Naherholungsgebiet Mühltal“, zählt Stöcker auf. Weiterhin sei es unabdingbar, dass die Zufahrten zu den Waldschneisen als Rettungswege freigehalten werden und niemand brennende Zigaretten, Glasflaschen oder Scherben in der Nähe trockener Grünflächen entsorgt, weil diese sich blitzschnell entzünden können. Auch das Abstellen von Fahrzeugen mit heißen Katalysatoren auf leicht brennbaren Grasflächen sei ein vermeidbares Brandrisiko.

Steht der Wald doch in Flammen gilt es schnell einen Notruf über die Telefonnummer 112 abzusetzen. Dabei ist es wichtig, möglichst genaue geographische Angaben zu machen oder selbst vor Ort zu bleiben, um die Einsatzkräfte einzuweisen. Rollen die schweren Löschkraftwagen dann über die trockenen Waldschneisen, kann das ordentlich Staub aufwirbeln. „Passanten sollten Einsatzbereiche generell meiden und auf umliegende Schneisen auszuweichen“, empfiehlt Stöcker.

Erster Stadtrat Stefan Löbig lobt die Arbeit der Langener Feuerwehr: „Glücklicherweise kam es im Wald und auf Grünflächen rund um Langen bislang nur zu kleineren Brandeinsätzen.“ Die Feuerwehr hätte durch schnelles und gezieltes Eingreifen Schlimmeres verhindern können. „Unser Wald ist ein empfindliches Öko-System, Lebensraum für zahlreiche Tiere und grüne Lunge für unsere Stadt. Alle, die hier leben, tragen Verantwortung dafür die Natur zu schützen und Waldbrände zu verhindern,“ macht Löbig deutlich.

 

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