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B 486: Wieder neue Gutachten nötig

Ausbau der Straße verzögert sich durch weitere Untersuchungen

09.04.2020

An Gutachten herrscht beim seit Jahrzehnten geplanten Ausbau der Bundesstraße 486 zwischen Langen und der A 5 kein Mangel. Doch das Ende der Fahnenstange ist offenbar noch nicht erreicht. Wie aus einem Schreiben des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen an den Langener Magistrat hervorgeht, bedarf es weiterer Expertisen, um die aus Sicht vieler Pendler unhaltbaren Zustände auf der engen und überlasteten Ost-West-Verbindung zu verbessern. Zuvor hatte sich Bürgermeister Frieder Gebhardt bei Staatsminister Tarek Al-Wazir über den Fortgang zum Ausbau der B 486 erkundigt, in der Hoffnung, dass es endlich vorangeht. Die Stadt selbst hat keinen Einfluss auf die übergeordneten Planungen.

Zuletzt gab es im Jahr 2019 eine aktuelle Verkehrsuntersuchung, die die Landesbehörde Hessen Mobil präsentierte und die inzwischen öffentlich ausgelegt wurde. In diesem Zuge gingen nach Angaben des Ministeriums 60 Einwendungen und Stellungnahmen ein, die derzeit von Hessen Mobil bearbeitet werden.    

Um die Rechtssicherheit des Bauvorhabens zu gewährleisen, sei infolge neuer EU-Rechtsprechung ergänzend ein gesonderter Fachbeitrag nach dem Wasserhaushaltsgesetz unumgänglich. Hessen Mobil rechnet damit, dass dieses Gutachten Ende April vorliegt. Da es sich um eine umweltrelevante Unterlage handele, müsse auch dieses Papier öffentlich ausgelegt werden.

Damit aber nicht genug, denn laut Ministerium „hat eine von Hessen Mobil durchgeführte Überprüfung der im Untersuchungsraum vorhandenen Lebensraumstrukturen und der artenschutzrechtlichen Unterlagen zu dem Ergebnis geführt, dass die aktuell im Verfahren verwendeten faunistischen Daten keine Rechtssicherheit bieten“. Aufgrund von signifikanten Änderungen der Lebensraumstrukturen und der Untersuchungsmethoden sei vielmehr eine Neukartierung einzelner Arten in diesem Jahr und im Frühjahr 2021 erforderlich. Voraussichtlich Anfang der zweiten Jahreshälfte 2021, heißt es in der Mitteilung aus Wiesbaden, werde das Gesamtgutachten über die Kartierungen vorliegen. Im Anschluss müssten die neuen Unterlagen ebenfalls offengelegt werden.

Mit einigem Unverständnis und Verärgerung reagiert Bürgermeister Gebhardt auf die Stellungnahme des Ministeriums. „Wenn sich die Bearbeitung dieses für die Verkehrssicherheit und –infrastruktur so wichtigen und für den Unternehmens- und Wohnstandort Langen so bedeutenden Vorhabens weiterhin so zögerlich dahinzieht, wird es wegen immer neuer Vorschriften und Gutachten mit der Realisierung vermutlich bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag dauern. Es wird allerhöchste Zeit, dass die Landesverwaltung für das Projekt einmal kräftig Dampf macht“, betont der Verwaltungschef.

 

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