Aktuelles | Aktuelles Rathaus | Aktuelles Standesamt

Weniger Babys und Trauungen

Standesamt veröffentlicht Statistik für das vergangene Jahr

25.01.2021
Standesamt Statistik Vornamen

Weniger Geburten, aber deutlich mehr Sterbefälle, zudem eine geringere Anzahl an Trauungen: Das geht aus dem Bericht für das vergangene Jahr hervor, den das Standesamt Langen jetzt veröffentlicht hat.

Insgesamt 846 neue Erdenbürger hießen die Beamtinnen und Beamten 2020 willkommen – 183 von ihnen haben Langener Eltern (2019: 970 Babys, davon 253 aus Langen). Von diesen Säuglingen waren 450 (486) männlichen und 396 (484) weiblichen Geschlechts. Ein Kind kam als Hausgeburt zur Welt, Zwillinge gab es im Zuständigkeitsbereich des Standesamtes, zu dem die Asklepios Klinik gehört, keine zu vermelden. Beide Zahlen entsprechen denen von 2019.

Laut Statistik war der beliebteste Namen bei den Mädchen Emilia (neun). Jeweils fünf Babys wurden Elena, Ella, Lara, Leni, Mila und Sophia genannt. Bei den Jungs waren es Ben (acht), Adam, Elias, Lukas, Noah und Paul (jeweils sechs Kinder). Bei 64 Prozent der Kinder beschränkten sich die Eltern auf einen Rufnamen, 31 Prozent der Neugeborenen erhielten einen Zweitnamen und fünf Prozent sogar noch weitere.

2020 stand unter dem Einfluss der weltweiten Covid-19-Pandemie. Das zeigt sich auch in der Liste des Langener Standesamtes. Den Bund fürs Leben schlossen 105 Paare (150) im Trausaal des Langener Rathauses, Eheschließungen in der Merzenmühle und im Alten Rathaus wurden aufgrund der Hygienevorschriften (Abstandsregelung, Vermeidung von größeren Menschenansammlungen) nicht vorgenommen. Auch im Jahr 2021 werden dort keine Trauungen angeboten. Wegen Corona wurden von den Brautleuten 18 geplante Trauungen abgesagt.

Besonders markant ist der Einfluss des Virus bei den Sterbefällen. Insgesamt verstarben in Langen 785 Menschen (2019: 661): 399 (330) Männer und 386 (331) Frauen. Darunter waren 292 (272) Langener Bürgerinnen und Bürger.

Bis Mitte Oktober lag die Zahl der Sterbefälle im Bereich des Vorjahres, durchschnittlich bei zwölf bis 15 in der Woche. Seit Mitte/Ende Oktober ist jedoch ein Anstieg auf 20 bis 25 wöchentlich festzustellen. Dies ist zu einem damit zu begründen, dass die Asklepios-Klinik in Langen über eine Corona-Station verfügt und Sterbefälle an oder mit Corona stark gestiegen sind. Während in der Vergangenheit überwiegend Patienten aus dem Kreis Offenbach in dem Krankenhaus behandelt wurden, wurden zum Jahresende hin insbesondere Corona-Patienten auch aus dem weiterem Umkreis (Groß-Gerau, Groß-Umstadt, Frankfurt oder Heidelberg) dort aufgenommen. Daher auch der starke Anstieg gegenüber dem Jahr 2019 bei den auswärtigen Sterbefällen.

Genau 68 Anträge auf Einbürgerung wurden 2020 im Verwaltungsgebäude an der Südlichen Ringstraße gestellt und 74 entsprechende Urkunden ausgehändigt (2019: 131 Anträge, 108 Urkunden). Im Dezernat „Einbürgerung“ beim Regierungspräsidium Darmstadt werden die Anträge weiterbearbeitet. Dort fehlen seit Juli allerdings acht Beschäftigte, weil diese für Aufgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingesetzt werden. Durch die personellen Engpässe haben sich enorme Rückstände bei der Bearbeitung der Fälle gebildet, so dass auch Neuanträge in Langen erst mit mehrmonatigen Verzögerungen bearbeitet werden können.

Auswärts beurkundete Eheschließungen, Geburten oder Sterbefälle tauchen in der Langener Standesamt-Statistik nicht auf. Mehr Informationen zu den Kontaktmöglichkeiten und Öffnungszeiten des Langener Standesamts gibt es im Internet unter www.standesamt-langen.de.

 

Zurück