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In Langen werden Mängel schnell behoben

Kommunaler Bürgermelder bewährt sich immer mehr

24.02.2020

Da liegt Sperrmüll in einem Kleingartengebiet und im Wald in der Nähe des Steinbergs wurde sogar ein Riesenhaufen Unrat abgekippt. Auf einem Radweg geht von einem Spalt große Sturzgefahr aus, auf einem Fußweg steht ein Einkaufswagen einfach so herum und anderswo ist eine Stromleitung runtergerissen. Wem diese Meldungen bekannt vorkommen, der liest oder nutzt den Bürgermelder, den die Stadtwerke und die Stadt Langen eingerichtet haben. Das digitale Angebot, per Smartphone, Tablet und PC nutzbar, ist eine prima Sache. Es bietet allen Bürgerinnen und Bürgern auf einfachste Art die Möglichkeit, Mängel und Hinweise online an die zuständigen Stellen zu senden und das gerne auch mit Foto.

Seit etwa zweieinhalb Jahren ist der Melder scharf geschaltet. Seitdem wurden rund 1.050 Fälle gemeldet, das ist mehr als einer pro Tag. Die Hinweise erreichen auf schnellstem Weg ihre Adressaten – und sie werden auch schnell abgearbeitet. Davon profitieren alle: Stadtwerke, Kommunale Betriebe und Stadtverwaltung erhalten Kenntnis von Mängeln, Schäden oder Vorfällen, die bisher nicht bekannt waren und die Bürger können sich darauf verlassen, dass sich um ihr Anliegen rasch gekümmert wird.

Vor kurzem wurde beispielsweise gemeldet, dass die Ampèrestraße immer wieder von Lkw zugeparkt wird, die massiv die Sicht beeinträchtigen. Dem wird die Stadt jetzt einen Riegel vorschieben, wie es im Fachdienst Öffentliche Sicherheit und Ordnung heißt. Demnach sollen entweder Markierungen aufgebracht oder Schilder aufgestellt werden, die das Parken dort verbieten. Und selbstverständlich haben sich die Kommunale Betriebe um die Beseitigung des Sperrmülls gekümmert und Schritte eingeleitet, um die Umweltfrevler ausfindig zu machen.

Der Bürgermelder steht über das Internet (www.langen.de) und die Stella-App der Stadtwerke rund um die Uhr zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil: Die eingegebenen Meldungen und der Bearbeitungsweg werden auf der städtischen Homepage abgebildet. Das macht die Plattform transparent und Doppelmeldungen können vermieden werden. Wenn jemand zum Beispiel auf ein umgeknicktes Verkehrsschild hinweist, braucht das ein Zweiter, dem das ebenfalls auffällt, nicht nochmal zu tun.

Für Bürgermeister Frieder Gebhardt ist der Bürgermelder „ein zweckmäßiges Instrument, um auf kleinere und größere Widrigkeiten aufmerksam zu machen, damit sie ohne Umwege aus der Welt geschafft werden“. Niemand müsse sich mehr durchtelefonieren oder mühsam nach einer Adresse suchen. Nach den Worten von Manfred Pusdrowski, Chef der Stadtwerke und der Kommunalen Betriebe, ist der Bürgermelder auf jeden Fall ein guter Service. Das würden zahlreiche Rückmeldungen zeigen. Viele bedankten sich dafür, dass Stadtwerke, Stadt oder Kommunale Betriebe zeitnah handelten.  

Online zeigt der Bürgermelder kurz nach Eingang des Hinweises an, dass der Vorgang bearbeitet wird. Ist dies geschehen, kommt ein „erledigt“, in der Regel ergänzt um eine kleine Stellungnahme wie „Die Ablagerungen wurden entsorgt“ oder „Kontrolle vor Ort durch Ordnungspolizei Langen. Fahrzeug wurde verwarnt“, als ein Anhänger auf einem Radweg stand. Das Ganze geschieht natürlich anonym, also ohne die Namen der Hinweisgeber. Nicht veröffentlicht werden Meldungen, die den Datenschutz oder die sogenannte Netiquette verletzen.

Manche Meldungen müssen zuständigkeitshalber an andere Stellen weitergegeben werden. Wenn etwa die Abfahrtsanzeigen am Bahnhof falsch informieren, ist das ein Fall für die Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach, an die die Stadtwerke den Hinweis mit der Bitte um Erledigung geschickt haben.

Für eine einfache Handhabung stehen im Bürgermelder verschiedene Kategorien zur Auswahl wie „Müll und Verunreinigung“, „Schäden an Straßen oder Wegen“ und „Straßenbeleuchtung. Aufgrund der gesammelten Erfahrungen wurden die Kategorien inzwischen modifiziert. Neu sind „Verkehrszeichen“, „Rückschnitt an Pflanzen“ und „Parkverstöße inkl. Fahrräder“. Zu den häufigsten Meldungen zählen Hinweise auf Fahrzeuge ohne Kennzeichen oder gültige Plaketten, die im Stadtgebiet abgestellt wurden. Häufig geht es auch darum, dass Unrat beseitigt werden muss und Schlaglöcher zu einer Gefahr werden. Bewährt hat sich der Bürgermelder nicht zuletzt bei den Stürmen, die in jüngerer Zeit über Langen hinweggefegt sind. Anschließend gingen zahlreiche Meldungen über umgestürzte oder nicht mehr standsicher wirkende Bäume ein.   

Wer den Bürgermelder über sein Smartphone bedient, kann neben Fotos auch gleich die genaue Standortposition per GPS mitteilen. „Dadurch wissen wir sofort, wo wir genau hinmüssen“, sagt Pusdrowski. Natürlich werden – innerhalb der üblichen Öffnungszeiten – auch alle Hinweise ohne Foto und GPS-Daten bearbeitet. Für Rückfragen empfiehlt es sich auf jeden Fall, eine E-Mail-Adresse anzugeben.

Der einfachste Weg zum Bürgermelder führt über die Stella-App der Stadtwerke. Sie steht zum kostenlosen Download auf Google Play und im App Store bereit und bietet noch eine ganze Menge mehr wie aktuelle Meldungen aus Langen und Egelsbach und von den Stadtwerken, den Abfallkalender, den Apothekennotdienst, regionale Berichte der Langener Zeitung, den Stadtwerke-Tarifrechner, einen Veranstaltungskalender, ein Vereins- und Firmenregister und die Möglichkeit, seine Zählerstände an die Stadtwerke zu übermitteln. Der von den Stadtwerken gemanagte Bürgermelder gilt nur für Langen. Egelsbach hat einen eigenen.

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