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In der Mehrzahl gut bis mittelmäßig

Magistrat legt neues Straßenzustandskataster vor

12.08.2019
Straßenzustandskataster - Liebigstraße
Nicht zu übersehen: Die Liebigstraße rangiert im Zustandskataster in der Kategorie „schlecht“. Foto: Sorger/Stadt Langen

Der Zustand der Straßen in Langen ist in der Mehrzahl gut bis mittelmäßig. Das geht aus dem neuen Straßenzustandskataster hervor, das der Magistrat jetzt vorgelegt hat. Für die Erhebung waren im vorigen Jahr Fachleute der Darmstädter Durth Roos Consulting GmbH mehrere Wochen unterwegs, um das rund 130 Kilometer lange Straßennetz einschließlich der Gehwege, der städtischen Parkplätze und der anderen öffentlichen Verkehrsflächen unter die Lupe zu nehmen und in acht Kategorien von eins (sehr gut) bis acht (sehr schlecht) einzuteilen. Die Untersuchung im Auftrag der Kommunalen Betriebe läuft im fünfjährigen Rhythmus und wurde davor zuletzt 2013 angestellt.

Auf den ersten Blick überraschend mag angesichts der beschränkten finanziellen Mittel der Stadt die Feststellung sein, dass der Anteil sehr guter Flächen deutlich gestiegen ist, und zwar von 0,3 auf 6,6 Prozent. Dafür gibt es jedoch eine schlüssige Erklärung, nämlich die Neubaugebiete vor allem im Norden Langens, wo nicht nur Häuser, sondern eben auch Straßen gebaut wurden.

Die Fachleute kamen außerdem zum Ergebnis, dass etwa 22 Prozent der Fahrbahnen in einem guten Zustand sind. Als mittelmäßig wurden 34 Prozent eingestuft und als schlecht etwa ein Drittel. 2013 fielen in letztere Kategorie noch mehr als die Hälfte aller Straßen. Solche Unterschiede dürften nach den Worten von Bürgermeister Frieder Gebhardt nicht zuletzt damit zusammenhängen, dass Straßen, die sich an der Schwelle von mittelmäßig und schlecht befinden, von Ausbesserungsarbeiten profitiert haben. Zudem basiere die Bewertung auf visuellen Merkmalen und da gebe es immer gewisse Spielräume.

Innerhalb der Kategorie „sehr schlecht“ ist der Prozentsatz der als vordringlich und überfällig zu sanierenden Straßen mit zusammen rund acht Prozent allerdings in etwa gleich geblieben. Zu ihnen zählen die Liebig- und die Rheinstraße.

Das Kataster dient den Kommunalen Betrieben und der Stadt als Grundlage für künftige Erneuerungen und Instandsetzungen – ganz nach dem Motto, das es auf Dauer günstiger ist, Schäden zeitnah zu beheben, anstatt zu warten, bis die ganze Straße mit umso größerem Aufwand saniert werden muss. Vor allem zeigt das Papier, wo es besonders dringlich ist, ans Werk zu gehen. Zugleich ermöglicht es, die einzelnen Vorhaben zu planen, zu kalkulieren und zu koordinieren. All das geschieht vor dem Hintergrund, dass nur über die Mittel für den Straßenbau und die –unterhaltung verfügt werden kann, die von den Stadtverordneten im jeweiligen Haushalt bewilligt wurden.

Dem Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr liegt die Ausarbeitung am 14. August zur Kenntnisnahme vor.

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