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Musikalisches Weihnachtsgeschenk muss warten

Großer Auftritt in Royal Albert Hall verschoben

15.04.2020
Musikalisches Weihnachtsgeschenk wird verschoben
Sofia und Luca müssen noch warten. Wegen Corona wurde ihr großer Auftritt in London verschoben. Foto: Uta Pacifico

Die Langener Familie Pacifico ist nur eine von vielen, die durch die Corona-Krise in ihren Leidenschaften und Hobbys eingeschränkt sind. Was hatte sich das Geschwisterpärchen Sofia (11) und Luca (15), die die Langener Musikschule besuchen, auf ihren großen Auftritt gefreut, aus dem jetzt leider erst einmal nichts wird. In der letzten Musikstunde vor Weihnachten erhielten die beiden von ihrer Klavierlehrerin Susanne Fauteck die wunderbare Nachricht, das europaweit ausgeschriebene Klavier-Casting des British Suzuki Institute (London) bestanden zu haben. Doch Corona machte dem vorerst einen Strich durch die Rechnung. Das große Galakonzert in der britischen Hauptstadt, an dem die Gewinner mitwirken, wurde um ein Jahr verschoben.

Ursprünglich sollten die Geschwister im April in der weltberühmten Royal Albert Hall spielen - mit einem großen internationalen Orchester, bestehend aus Violinen, Bratschen, Violoncelli, Block- und Querflöten, Trompeten und 18 Klavieren und vor einem 3000-Personen-Publikum. Längst war die einzigartige Gala ausverkauft. 

Sofia und Luca hatten sich seit den Weihnachtsferien mit Musikdateien des Orchesters auf die Arrangements vorbereitet und sie eingeübt. Jetzt warten sie gemeinsam mit mehr als 1.000 weiteren Musikschülerinnen und –schülern aus ganz Europa darauf, dass sie im kommenden Jahr auf der einzigartigen Konzertbühne in London stehen können. Immerhin haben die beiden den Preis nicht ohne Vorarbeit gewonnen: Die Pflichtstücke für das Casting mussten sie sich hart erarbeiten und als Video einschicken. Aufgenommen haben sie ihr außergewöhnliches Talent auf dem Flügel im Saal der Musikschule an der Darmstädter Straße.

Unterrichtet werden Sofia und Luca nach der sogenannten Suzuki-Methode. Das von gleichnamigem japanischem Geiger Shinichi Suzuki (1898 – 1998) entwickelte Konzept basiert auf der Beobachtung, dass Kinder durch Nachmachen beispielsweise ihre Sprache innerhalb kürzester Zeit lernen. Demnach konzentrieren sich die Musizierübungen unter anderem auf viele Wiederholungen, auswendiges Spiel und den Einbezug der Eltern in den Unterricht. Ursprünglich wurde das Konzept für den Geigenunterricht verwendet, mittlerweile wird die Methode jedoch für zahlreiche andere Instrumente wie Klavier, Violine, Flöte, Trompete, Gitarre und auch für den Gesangsunterricht und die musikalische Früherziehung genutzt.

 

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