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Stadtwerke modifizieren Stadtbuskonzept

Grundlegende Verbesserungen in erster Hälfte 2020

16.12.2019

Seit vorigem Juli gilt ein neues Stadtbuskonzept für Langen und Egelsbach. Jetzt wollen die Stadtwerke nachjustieren. „Die Änderungen haben Lob, aber auch deutliche Kritik hervorgerufen“, sagte Direktor Manfred Pusdrowski. „Uns haben zahlreiche Anrufe und E-Mails erreicht, die uns veranlassen zu reagieren.“ Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember seien aufgrund der Kürze der Zeit aber nur geringe Anpassungen möglich. Grundlegende Verbesserungen werde es jedoch in der ersten Jahreshälfte 2020 geben.

Mit Stichtag 1. Juli 2019 hatten die Stadtwerke ihr Angebot im öffentlichen Personennahverkehr erweitert, das Liniennetz optimiert und die Busse abends länger auf ihre Touren geschickt. Außerdem gab es einen Betreiberwechsel. Nach einer europaweiten Ausschreibung sitzt mit dem Omnibusbetrieb Schau ins Land Hain GmbH ein Unternehmen aus Rödermark am Steuer.

Die Stadtwerke haben in den vergangenen Monaten alle Kritikpunkte und Anregungen gesammelt und sie gemeinsam mit dem Beratungsbüro IG Dreieichbahn GmbH bewertet. „Wir kamen zu dem Schluss, dass die Kritik teilweise berechtigt ist und Nachjustierungen erfolgen sollen“, erklärte Pusdrowski. Vor allem gehe es darum, den Bedürfnissen der Hauptzielgruppen, also den Schülern, Berufstätigen und älteren Menschen, besser gerecht zu werden.

Der Stadtwerke-Chef wies darauf hin, dass Änderungen bei der Linienführung umfangreiche Abstimmungen zwischen allen Beteiligten erforderten. Mit im Boot säßen neben den Stadtwerken die Stadt Langen, die Gemeinde Egelsbach, der Busbetreiber, die Kreisverkehrsgesellschaft und der Rhein-Main-Verkehrsverbund. Ziel sei es nach wie vor, innerhalb der finanziellen Möglichkeiten eine klimaschonende Mobilität für alle zu ermöglichen, die aufs Auto verzichten wollen oder müssen.

Kurzfristig und damit zum Fahrplanwechsel wird die Linie OF-72 vom Steinberg in Richtung Bahnhof jeweils um drei Minuten früher abfahren. Dies machte einen Umstieg an der Haltestelle Rheinstraße oder Lutherplatz in die OF-99 leichter, die halbstündig entlang der Bahnstraße zum Bahnhof fährt. Zugleich wird die OF-72 in Richtung Steinberg an der Ostseite des Langener Bahnhofs drei Minuten später abfahren. Wer zum Beispiel vom Fachmarktzentrum an der Pittlerstraße mit der OF-75 kommt, die an der Westseite des Bahnhofs hält, hat dann mehr Zeit zum Umsteigen.

Außerdem wird der Bus an Schultagen (OF-71 Egelsbach – Langen Bahnhof), der um 7.04 Uhr am Egelsbacher Seniorenzentrum abfährt, zusätzlich in Langen an der Wilhelmstraße, am Leukertsweg und am Rathaus halten und nach der Dreieichschule mit Stopp an der Haltestelle Luisenstraße zum Bahnhof fahren. Dadurch wird ein kurz darauf verkehrender zweiter Bus dieser Linie an Schultagen entlastet.

Innerhalb des ersten Halbjahrs 2020 soll es zu weiteren Modifikationen kommen. Demnach könnte die Linie OF-72 vom Steinberg in Richtung Bahnhof über die Bahnstraße geführt werden, aber dann nicht mehr durch das Nordend und das Neubaugebiet an der Elisabeth-Selbert-Allee. Allerdings würde der Friedhof wieder wie im alten Fahrplan halbstündlich angebunden und im gleichen Rhythmus die Bahnstraße. Durch die Fahrzeitverkürzung könnten der Bahnhof genauso wie Geschäfte, Ärzte, Apotheken, Post oder Wochenmarkt schneller erreicht werden. Zudem würde die Lutherstraße entlastet.

Die Linie OF-71 von Egelsbach könnte künftig über die Südliche Ringstraße, die Zimmerstraße und über ein Teilstück der Bahnstraße zum Bahnhof führen, um eine bessere Anbindung an das Rathaus und das Finanzamt zu gewährleisten. Die Linienführung der OF-75 (Linden – Bahnhof Westseite – Nordend – Lutherplatz) soll unverändert bleiben. Die Abfahrtszeiten könnten jedoch so angepasst werden, dass ein besserer Umstieg auf die Buslinien an der Ostseite des Bahnhofs möglich wird.

Neu einführen wollen die Stadtwerke eine Linie, die in einer Schleife vom Bahnhof durch das Nordend (hier ist aktuell die OF-72 unterwegs) fährt und wieder zurück zum Bahnhof kommt. Sie soll die kontinuierlich zunehmende Bevölkerung des Wohngebiets im Halbstundentakt zu den S-Bahnen bringen.     

 

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