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Grünabfälle nicht in der Natur abladen

Kompostieren im eigenen Garten ist die beste Lösung

15.07.2019

Im Sommer wachsen Hecken, Rasen, Stauden und Büsche ausgesprochen üppig. Da müssen Gärtner oft zu Mäher und Schere greifen. Das Ergebnis ihres Fleißes sind große Mengen von Pflanzenresten. Die derzeitige Trockenheit lässt den Berg durch verdorrte Äste und abgeworfenes Laub der Bäume noch anwachsen. Da fragen sich manche: „Wohin bloß damit?“

Die völlig falsche Lösung lässt sich vielerorts an den Langener Stadtrandlagen beobachten. Große Haufen von Grasschnitt, Zweigen und Resten exotischer Ziergehölze verunstalten Wald, Feuchtgebiete, Wiesen und Felder. Eine besondere Gefahr für die heimische Flora entsteht zudem, wenn sich die ortsfremden Gewächse durch die weggeworfenen Früchte, Ähren und Kapseln aussähen oder über ihre Wurzeln schnell weitervermehren. Dadurch werden wertvolle standortgerechte Pflanzen verdrängt. Außerdem bieten die ungebetenen Neuzugänge der Insekten- und Vogelwelt weder Futter- noch Lebensraum. Probleme schafft für die einhei-mischen Kräuter zudem die Überdüngung des Bodens, die an solchen Stellen schnell entsteht.

Besonders im Birkenwäldchen, in Oberlinden, am Steinberg, im Neurott, beim Waldstadion und an den Waldparkplätzen und den Einfahrten zu den Waldschneisen an der B 486 nehmen diese illegalen Abfallablagerungen derzeit immer mehr zu.

Aus diesem Anlass appelliert Erster Stadtrat Stefan Löbig an alle, ihre Pflanzenreste in die Biotonne zu werfen, auf dem Wertstoffhof oder im besten Fall dem eigenen Komposthaufen zu entsorgen. Zerkleinerte Zweige und Äste ergeben im Übrigen ein gutes Mulchmaterial für Beete. Häcksler lassen sich in vielen Gartenfachbetrieben oder Baumärkten gegen eine geringe Gebühr stunden- oder tageweise ausleihen. Wer seine Gartenreste einfach bei Mutter Natur ablädt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die nach geltendem Recht geahndet wird. Darüber hinaus entstehen der Stadt – und damit der Allgemeinheit - für die Entsorgung unnötige Kosten.

Fragen beantwortet gerne die städtische Abfallberatung im Rathaus zur Verfügung unter der Rufnummer 203-391.

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