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KONSTELLATIONEN

Jede einzelne Geschichte erzählt sich von ihrem Ende her. Die biografische Linie führt vom Start geradewegs und punktgenau dahin, wo ich denke, dass ich soeben bin und das ist für uns Menschen nur folgerichtig, irgendwie logisch und/oder göttlich. Das Ende ist allerdings eine höchst fragile Position, kein Ruhekissen und nur ganz am Ende womöglich das Ende. Es sind die sehr weisen, sehr seltenen Momente, in denen wir den Gedanken zulassen, dass es wahrscheinlich wieder nur der Zufall war, der an der letzten Kreuzung den Blinker setzte und ins Lenkrad griff. Wie wäre es gelaufen, hätte man sich anders entschieden? Oder wie wäre es gelaufen, wären ganz andere Leute am Ort und zur Stelle gewesen? Wie, wenn die Verhältnisse in eben jenem Augenblick, da er den eigenen Lebenslauf streifte, zufällig andere gewesen wären. Das täglich grüßende Murmeltier weiß, dass es auf die jeweilige Konstellation ankommt, auf das Zusammentreffen von was auch immer durch Wahl oder Fügung oder Geschenke des Himmels und schon ändern sich die Vorzeichen, alle möglichen und unmöglichen Wendungen und nehmen Fortgang und Ausgang einen anderen Weg. Das ist der Stoff aus dem - auch - Theaterstücke sind; guter, alter Stoff, aus dem der junge englische Dramatiker Nick Payns (Jahrgang 1984) sein 2012 in London uraufgeführtes Erfolgsstück Constellations formte.

Die Konstellationen sind der Treibsatz des Kammerspiels, in dem mit dem Bio-Imker Roland und seiner angebetete Quantenphysikerin Marianne zwei scheinbar völlig konträre Charaktere bei einer Grill-Party aufeinanderstoßen. Das aber gibt für den Verlauf der Liebesgeschichte nicht den Ausschlag, schreiben die THEATER NACHTGEDANKEN, sondern eher die wissenschaftlich wie philosophisch interessante These, dass jede getroffene Entscheidung in einem Paralleluniversum weiter existiert. Das DEUTSCHLANDRADIO schwärmt von einem Stück zum Schwindlig werden und Ben Brantley schreibt in der NEW YORK TIMES: Wer hätte gedacht, dass höhere Physik so sexy sein könnte, so verständlich und emotional aufreibend (…) das Rendezvous-Drama (…), wie eine Fuge aufgebaute Produktion nimmt die elementarste dramatische Situation – Mann trifft Frau – und wirbelt sie in die scheinbare Unendlichkeit von ‚was wäre, wenn‘ (…) ich würde so weit gehen zu behaupten, dass es unmöglich ist, sich nicht mit Roland und Marianne zu identifizieren, wenn man jemals verliebt war.

Mann trifft Frau: Mit Suzanne von Borsody und Guntbert Warns bietet die Inszenierung in Langen zwei famose Persönlichkeiten der deutschen Film- und Theaterkultur auf. Suzanne von Borsody hat in Frankfurt, Berlin, Bremen, Düsseldorf oder Salzburg auf der Bühne gestanden und an der Seite von Michel Piccoli oder Richard Chamberlain in internationalen Produktionen ebenso brilliert wie in deutschen Film- und Fernsehproduktionen. Guntbert Warns ist Sänger und Regisseur, ein hochgeschätzter Schauspieler und regelmäßig im Kino, in TV-Serien oder auf den Bühnen der Republik zu sehen. Herr Warns und Frau von Borsody, keine Frage, das verspricht eine spannende Konstellation.

 

Preisinformationen

29,60/ 27,40/ 25,20 Euro
inkl. Gebühren

 

Veranstaltungsort(e)

  • Neue Stadthalle Langen
    63225 Langen
    Südliche Ringstraße 77
    • 06103 203-401

Veranstalter