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THE WHO AND THE WHAT

Frauen, Islam, westlicher Liberalismus. Man sperre die Ohren weit auf, heißt es in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG zur deutschsprachigen Erstaufführung von The Who And The What und attestiert dem Stück Mut im Umgang mit der heiklen Themenmischung, indem sie sich selbstbewusst und gut gelaunt zu nichts als zur Kunst bekenne.
Ob Einwanderer, Geflüchtete oder Kinder mit Eltern verschiedener Herkunft, ein Großteil der Gesellschaft kennt mittlerweile die Problematik, zwei Kulturen miteinander vereinen zu müssen. Letztendlich dominiert oft eine. In The Who And The What geht es genau um diesen Zwiespalt. Und es geht um die Liebe und die Frage, welcher Maßstab unsere Beurteilung eines Menschen bestimmt. WAS wir über ihn wissen oder WER er wirklich ist?

Die aus Pakistan in die USA eingewanderten Schwestern Zarina und Mahwish leben mit ihrem gläubigen und traditionell eingestellten Vater Afzal, der sich in Atlanta ein gutes Leben als erfolgreicher Taxiunternehmer aufgebaut hat. Zarina liebte mal Ryan, aber ihr Vater hat der Beziehung zu dem Nicht-Muslim ein Ende bereitet. Stattdessen heiratet sie Eli, den Konvertiten, den ihr alter Herr für sie im Internet auf muslimlove.com auserwählt hat, seines Zeichens Vorsteher einer Moschee und einer Suppenküche. Die jüngere Schwester Mahwish ist mit einem Mann verheiratet, den sie von Kindesbeinen an kennt; ihre tiefe Sehnsucht gilt aber einem Anderen. Darüber hinaus lieben sich alle gegenseitig, die ganze Familie ist schmerzlich verbunden in einer gläubig konstruierten Welt. Und dann auch noch das: Aus Zufall findet Afzal in einem grünen Ordner ein Buchmanuskript seiner Tochter, in dem sie Mohammeds Frauenbild, seine Prophezeiungen und damit sämtliche religiösen Traditionen hinterfragt, sogar die Theorie aufstellt, seine Prophezeiungen seien nur Rechtfertigungen für verbotene Gefühle. Für Afzal ist klar, dass diese Seiten für jeden, der traditionell glaubt, Blasphemie sind und damit die Familie in größte Gefahr geraten könnte. In Pakistan würde man dafür getötet. Die provozierend weibliche Sicht auf Mohammed bringt die patriarchale Welt ins Wanken und ruft Steinewerfer auf den Plan, die die berufliche Existenz von Vater und Ehemann zerstören.

Der in den USA lebende Autor Ayad Akhtar, 1970 in New York geboren, hat selbst Wurzeln in Pakistan und wurde für seine Werke, mit denen er nicht nur ein Gewissen, sondern vor allem ein Bewusstsein bei den Zuschauern fördern will, bereits mehrfach ausgezeichnet und gilt als ein herausragender Dramatiker seiner Generation. Mit The Who And The What geht Heikko Deutschmann erstmals auf Schauspiel-Tournee. Der 1962 in Österreich geborene Schauspieler ist bekannt für Filme wie Helden – Wenn dein Land dich braucht, Warten auf Angelina oder Mein Sohn, der Klugscheißer sowie TV-Serien wie Tiere bis unters Dach oder Die Gerichtsmedizinerin; im ZDF-Mehrteiler Kanzleramt glänzte er als Chef-Redenschreiber des Bundeskanzlers.

PS: Der Titel des Stücks ist übrigens ein Zitat aus einem Interview mit dem französischen Philosophen Jacques Derrida.

www.ayadakhtar.com

Der Abend ist auch im Abonnement "Stadt.Theater.Langen"

 

Corona-Regelungen in der Neuen Stadthalle Langen (NSL)

Auf die jeweils aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen wird geachtet. In der NSL ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht, diese darf aber am Sitzplatz abgelegt werden. Markierungen und Hinweisschilder sind angebracht, Desinfektionsmittel ausreichend vorhanden. Die Klima- und Lüftungsanlage arbeitet mit 100% Frischluftzufuhr - keine Umluft, reine Abluft. Getränke, die im Foyer der NSL erworben werden können, dürfen mit in den Saalbereich genommen werden - das gilt ebenso für die Garderobe.

Wichtiger Hinweis: Der ursprünglich hinterlegte Bestuhlungsplan kann in dieser Form nicht gestellt werden. Die neue Bestuhlung sieht eine klassische (abgespeckte) Reihenbestuhlung vor, in der wir einzelne Besuchergruppen mit einem Stuhl mit Trennvorrichtung (Plexiglas) voneinander trennen. Zwischen den Reihen wird ein Abstand von mindestens 1,50m gewahrt.
Wir bitten alle Ticketkäufer sich im Vorfeld über die individuell neuen Sitzplätze zu informieren.

Grundsätzlich gilt aber auch: Die Eigenverantwortung endet nicht mit Betreten der Neuen Stadthalle Langen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Preisinformationen

30,60/ 28,40 Euro
inkl. Gebühren

 

Veranstaltungsort(e)

  • Neue Stadthalle Langen
    63225 Langen
    Südliche Ringstraße 77
    • 06103 203-401

Veranstalter