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CHAOS AUF SCHLOSS HAVERSHAM

Hals- und Beinbruch ist für diese Theatertruppe noch das geringste Problem! Wenn nicht nur die Requisiten, sondern auch Darsteller verschwinden und zu den unpassendsten Gelegenheiten wieder auftauchen, die Technik versagt und das Bühnenbild nach und nach in sich zusammenkracht, dann handelt es sich um einen Theaterabend der feinsten englischen Komödienart.

Einfach alles scheint sich gegen die Aufführungen Mord auf Schloss Haversham verschworen zu haben. Und dabei hatte die studentische Theatergemeinschaft doch gerade noch angekündigt, erstmals ein Stück so aufführen zu können, wie es sein soll. Doch es soll eben nicht.

Der im Stück (eigentlich) erzählte Kriminalstoff um einen Mord auf dem Landsitz des herzoglichen Haversham bildet das Hintergrundszenario für ein immer dichter werdendes Geflecht aus Pannen, Verwirrung und verzweifelten Rettungsversuchen der Mitspieler*innen, die sich trotz aller Widrigkeiten mit bewundernswertem Eifer nach dem The Show must go on-Prinzip durch ihre Premiere hangeln: Hauptsache, Haltung bewahren! Und dieser Eifer reißt mit: Wer fällt als Erster aus der Rolle? Wie ist dieser Fehler noch auszubügeln? Wer spricht hier eigentlich noch Text und wer improvisiert gerade nach Leibeskräften? Das blanke Chaos zu beobachten, macht einfach großen Spaß und führt nicht nur Theaterkenner*innen eindrucksvoll vor Augen, auf welch dünnem Eis Schauspieler*innen stets wandeln.

Das humorvolle Meisterstück, dessen englischer Titel The Play that goes wrong! lautet, kommt vom Main an den Sterzbach, beglückt uns als Produktion des Frankfurter Fritz Rémond Theaters und als Regiearbeit von Claus Helmer, dem Mann, der tatsächlich seit 1972 Direktor der 1950 gegründeten Komödie Frankfurt ist und seit 1995 obendrein die Direktion des Rémond-Theaters am Zoo inne hat. 2017 wurde Helmer mit der Goetheplakette der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. Oberbürgermeister Peter Feldmann würdigte ihn als Schauspieler, Regisseur, Intendant und Theaterdirektor, der seit Jahrzehnten zu den prägenden Persönlichkeiten der Frankfurter Theaterlandschaft gehöre und aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht wegzudenken sei. Umso schöner, dass wir im Umland von seinem Schaffen profitieren und eines seiner Erfolgsstücke mit der bestens eingespielten Chaostruppe mit Ines Arndt, Arzu Ermen, Stefan Schneider, Martin Armknecht, Stefan Schneider, Steffen Wilhelm, Wolf von Lindenau, Dirk Waanders und Gabriel Spagna erleben können. Toll!, urteilt BILD Frankfurt, wenn das kein Kult-Klassiker wird, ist die Theaterwelt nicht mehr zu retten.

www.martinarmknecht.de - www.arzu-ermen.de - www.dirkwaanders.de

Dieser Theaterabend ist auch Teil des Abonnements Boulevard.Langen.

 

Preisinformationen

32,80/ 30,60/ 28,40 Euro
inkl. Gebühren
inkl. Garderobe

 

Veranstaltungsort(e)

  • Neue Stadthalle Langen
    63225 Langen
    Südliche Ringstraße 77
    • 06103 203-401

Veranstalter