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Aufbruchstimmung im Wirtschaftszentrum

Bebauungsplan für Multipark beschlussreif

Multipark Visualisierung
Dieses Luftbild mit der Bahnlinie am rechten Rand und dem Fujitsu-Siemens-Gebäude in der Mitte gibt einen Eindruck von der Dimension des Mulitpark-Geländes. Foto: MP Holding

Das Langener Wirtschaftszentrum steht kurz vor einem großen Wurf. Nachdem der Magistrat einen beschlussreifen Bebauungsplan für das Monzapark-Nord-Gelände (benannt nach einer früheren Fensterbaufirma) westlich der Bahn vorgelegt hat, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis dort Gewerbeimmobilien entstehen. „Wenn die Stadtverordnetenversammlung nach Beratung im Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr (24. Juni) am Donnerstag, 9. Juli, ein positives Votum abgibt, können nach Abschluss eines städtebaulichen Vertrages mit dem Eigentümer attraktive Flächen für die Ansiedlung von Unternehmen geschaffen werden“, sagten Bürgermeister Frieder Gebhardt und Erster Stadtrat Stefan Löbig.

Neue Firmen sind herzlich willkommen. Sie stellen Arbeitsplätze bereit und können mit ihrer Wirtschaftskraft dazu beitragen, die Einnahmesituation der Stadt zu verbessern. Die Fläche, um die es geht, ist immerhin 50.000 Quadratmeter groß; sie liegt überwiegend brach. Gleichwohl befindet sie sich in bester Lage zwischen den beiden Langener Bahnstationen und der Pittlerstraße. Dort ist der Sitz der MP Holding GmbH, die das Gelände bei einer Zwangsversteigerung erworben hat und über ein schlüssiges Konzept für die künftige Nutzung verfügt, das mit den Vorgaben des Bebauungsplans übereinstimmt.

Das Regelwerk ermöglicht südlich und nördlich des Fujitsu-Siemens-Hauses jeweils ein Gebäude, zum Beispiel für Büros. Noch in diesem Jahr beginnen möchte die MP Holding jedoch mit einem Multipark, für den der Spatenstich noch in diesem Jahr geplant ist. Er besteht aus zwei langgestreckten und sich gegenüberliegenden Hallen. Jede hat rund 8.000 Quadratmeter Grundfläche und bietet zusätzlich im ersten Stock etwa 1.600 Quadratmetern für Büros oder als Galerie. Eine Halle grenzt direkt an die Bahnstrecke an. Das Besondere: Die Flächen sind flexibel teilbar (ab 800 Quadratmeter) und können– wie der Name schon sagt – multifunktional genutzt werden. Der Multipark ist damit eine gute Adresse: für die kleine Firma, den Handwerker, für Startups und genauso für den etablierten Großbetrieb. Somit werden alle angesprochen, die Bedarf an modernen Hallen-, Büro-, Service-, Produktions- und Ausstellungsfläche haben. Bei dieser Gemengelage dürften vorteilhafte Synergieeffekte nicht ausbleiben.

Die MP Holding ist bundesweit tätig und hat schon viele hunderttausend Quadratmeter Gewerbeflächen entwickelt, zum Beispiel das Delta Forum in Ginsheim-Gustavsburg oder Teile des Mönchhof-Areals in Kelsterbach. Die Multiparks setzen sich durch ihre qualitativ hochwertige Gestaltung und Ausstattung deutlich von klassischen Lagerhallen ab und präsentieren sich als moderne Gewerbeeinheiten.

Gebhardt betonte, durch den Multipark entstünden nicht nur Flächen, die in Langen händeringend sowohl von örtlichen als auch von auswärtigen Betrieben gesucht würden. An der Bahnlinie werde auch eine neue Visitenkarte für die Stadt geschaffen. Im Bebauungsplan seien eine ansprechende Fassadengestaltung und die Eingrünung des Geländes festgeschrieben. Auch die umliegenden Firmen würden von der optischen Aufwertung des Areals profitieren.

Gleiches gilt für die künftige Verkehrserschließung in dem Gebiet. Sie wird durch einen Kreisel im Kreuzungsbereich von Pittler-, Raiffeisen- und Ampèrestraße deutlich verbessert. Außerdem wird die Raiffeisenstraße verbreitert und mit Parkplätzen sowie Rangier- und Wendemöglichkeiten ausgestattet. Zur Erschließung des Multiparks in nord-südlicher Richtung kommt eine neue Straße hinzu. Überdies ist berücksichtigt, den jetzigen Trampelpfad an der Bahntrasse zu einem ordentlichen Fuß- und Radweg auszubauen.

Allgemeines

Der Bebauungsplan regelt die möglichen Nutzungen von allen Grundstücken, die sich im Geltungsbereich des Bebauungsplans befinden. Die Regelungen eines Bebauungsplans sind für die Zulässigkeit von Bauvorhaben für jedermann rechtsverbindlich und als Angebotsplanung durch jedermann umsetzbar. Damit bestimmen die verbindlichen Festsetzungen des Bebauungsplans Inhalt und Schranken des Grundeigentums.

Ein Bebauungsplan wird für einen räumlich klar begrenzten Bereich im Stadtgebiet aufgestellt, sobald und soweit es die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich macht. Dabei kann es sich um ein Gebiet handeln, für das ein Bebauungsplan erstmalig aufgestellt wird, oder um ein Gebiet, für das es bereits einen Bebauungsplan gibt. Im letzteren Fall wir der bisher geltende Bebauungsplan geändert oder ergänzt.

Der Bebauungsplan wird als gemeindliche Satzung von der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Langen beschlossen. Über zeichnerische und textliche Festsetzungen werden Art und Maß der baulichen Nutzung bestimmt. Der Bebauungsplan kann aber auch regeln, dass beispielsweise eine Grünfläche, ein Spielplatz, eine Straße oder ähnliches vorgesehen ist. Die rechtlichen Festsetzungsmöglichkeiten eines Bebauungsplans sind in § 9 des Baugesetzbuchs (BauGB) aufgeführt. In der Regel besteht der Bebauungsplan aus einer Planzeichnung, die durch textliche Festsetzungen ergänzt wird. Zu jedem Bebauungsplan gehört außerdem eine Begründung, in dem der Bebauungsplan erläutert wird. In der Regel bildet ein Umweltbericht einen gesonderten Teil der Begründung. Die Begründung zum Bebauungsplan stellt damit eine wichtige Informationsquelle dar.

Verfahren und Beteiligungsformen

Ob und wann ein Bebauungsplan aufgestellt wird, liegt im Ermessen der Stadt. Laut Baugesetzbuch sollen Bebauungspläne jedoch aufgestellt werden, "sobald und soweit es für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist." Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Langen beschließt die Aufstellung des Bebauungsplans. Der Beschluss, einen Bebauungsplan aufzustellen, wird dann ortsüblich in der Langener Zeitung bekanntgemacht.

Innerhalb des Bebauungsplanverfahrens haben die Bürgerinnen und Bürger im normalen Verfahren in zwei Stufen die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Im vereinfachten oder beschleunigten Verfahren nach § 13 bzw. § 13 a BauGB kann auf die erste Stufe verzichtet werden.

1. Stufe - Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung (§ 3 Abs. 1 BauGB)

Die Bürgerinnen und Bürger können sich in der ersten Stufe der Öffentlichkeitsbeteiligung frühzeitig über die Planungsabsichten informieren und beteiligen, bevor sich die Planungen verfestigt haben. Dazu soll möglichst frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung Auskunft gegeben werden, vorliegende Planalternativen, die für die Neugestaltung oder Entwicklung des Plangebiets in Betracht kommen, und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung sind zu berücksichtigen.

In der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung werden die Pläne öffentlich im Fachdienst 13 - Bauwesen, Stadt- und Umweltplanung im Langener Rathaus ausgelegt oder es wird eine Bürgeranhörung durchgeführt. In beiden Fällen erfolgt eine vorherige Bekanntmachung in der Langener Zeitung. Die Bürgerinnen und Bürger haben dann die Möglichkeit, sich zum Bebauungsplanentwurf zu äußern. Die Ergebnisse der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung fließen in das Planverfahren ein, indem sie in der Abwägung der öffentlichen und privaten Belange eingestellt werden. Auf die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung kann im einfachen und beschleunigten Verfahren verzichtet werden.

2. Stufe - Öffentliche Auslegung (§ 3 Abs. 2 BauGB)

Der fertig ausgearbeitete Bebauungsplanentwurf wird in der zweiten Stufe der Öffentlichkeitsbeteiligung einschließlich der Begründung für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt. Ort und Dauer dieser öffentlichen Auslegung werden mindestens eine Woche vorher ortsüblich in der Langener Zeitung bekannt gemacht. Der Bebauungsplanentwurf mit der Begründung liegen während dieser Zeit im Fachdienst 13, Bauwesen, Stadt- und Umweltplanung im 3. Obergeschoss (Südflügel des Gebäudes) im Rathaus der Stadt Langen, Südliche Ringstraße 80, 63225 Langen (Hessen), während der allgemeinen Dienststunden von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie am Dienstag und Donnerstag von 13:30 bis 16 Uhr aus. Äußerungen können während dieser Frist bei dem oben genannten Fachdienst schriftlich eingereicht oder mündlich vorgebracht werden. Die Anregungen werden ausgewertet und der Stadtverordnetenversammlung zur Entscheidung vorgelegt. Dazu werden die öffentlichen und privaten Belange gegeneinander und untereinander gerecht abgewogen und es wird über die Berücksichtigung oder Zurückweisung der Anregungen entschieden. Den Einsendern wird das Ergebnis der Entscheidung schriftlich mitgeteilt.

Im Verfahren befindliche Bebauungspläne

Zurzeit gibt es keine im Verfahren befindlichen Bebauungspläne.

Rechtsverbindliche Bebauungspläne

Im Bürger-GIS finden Sie alle rechtsverbindlichen Bebauungspläne der Stadt Langen. Über Eingabe der Adresse können Sie auch erfahren, ob und welcher Bebauungsplan für die angegebene Adresse gilt.

Bebauungspläne Bürger-GIS