Aktuelles | Aktuelles Rathaus | Aktuelles Brückensanierung

Feuerwehr bezieht Standort westlich der Bahn

Umfassendes Einsatzkonzept für Dauer der Brückensperrung

23.04.2018

Die jetzt gesperrte Brücke über die Bahnlinie bringt für viele Verkehrsteilnehmer Umleitungen und stellt auch die Feuerwehr Langen vor neue Herausforderungen. Denn die wichtige Ost-West-Verbindung zwischen Südlicher Ringstraße und Mörfelder Landstraße bleibt noch bis Dezember eine Baustelle und wird grundlegend saniert.

Vor dem Hintergrund, dass für die Feuerwehr der kürzeste Weg in die westlichen Stadtteile wegfällt, erarbeitete die Stadtbrandinspektion auf der Basis möglicher Gefahrenszenarien ein umfassendes Einsatzkonzept. Ziel ist nach den Worten von Stadtbrandinspektor Frank Stöcker, den Brandschutz weiterhin optimal zu gewährleisten und die technische Hilfe in den gewohnt hohen Standards auch ohne Brücke im gesamten Stadtgebiet aufrechtzuerhalten.

Zum einen wurden alternative Anfahrtsrouten und Rettungswege für die Einsatzfahrzeuge definiert. Zum anderen hebt Stöcker als zweiten wichtigen Bestandteil des Konzepts die enge interkommunale Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Egelsbach und einen Interimsstandort an der Friedrich-Ebert-Straße hervor.

So werden die Egelsbacher bei zeitkritischen Einsatzstichworten westlich der Bahn gleichzeitig mit den Langener Einsatzkräften alarmiert und können die betroffenen Stadtteile von der K 168 und der B 486 aus und über mehrere Zuwege erreichen. Hierdurch ergänzen sich die Einheiten beider Feuerwehren vor Ort. Auch bei Duplizitätseinsätzen in Langen oder Egelsbach und während umfangreichen Lagen unterstützen sich die Nachbarn gegenseitig. „Der Vorteil, dass die Zusammenarbeit beider Feuerwehren bereits im Vorfeld standardisiert war, erhöht den positiven Effekt für die Dauer der Brückensperrung“, betont Stöcker.

In Ergänzung zur überörtlichen Unterstützung aus Egelsbach richtet die Feuerwehr Langen im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße einen Interimsstandort ein. Von jetzt an bis zur Wiedereröffnung der Brücke steht auf einem Teil der öffentlichen Parkplätze an der Ecke zur Lortzingstraße eine Zelthalle, in der ein Löschfahrzeug untergestellt ist. Es wird unter anderem                                       durch ehrenamtliche Einsatzkräfte, die in dem Bereich wohnen, besetzt. Mit dem Interimsstandort soll vor allem die Eingreifzeit in Linden und Oberlinden minimiert werden. Zudem kann dadurch der mögliche Ausfall einer Ausweichroute kompensiert werden.

Neben vielen weiteren organisatorischen, technischen und auch taktischen Schritten wurden der Dienstplan und die Aufstellung des Personals, das auf der Feuerwache arbeitet, angepasst. „Hierdurch wird eine umfassendere Einsatzbereitschaft während der üblichen Arbeitszeiten gewährleistet. Das ist wichtig, da zu diesen Zeiten nur ein geringer Anteil der ehrenamtlichen Einsatzkräfte verfügbar ist“, erklärte Stöcker.

Das Fazit für die ersten Tage nach der Brückensperrung fällt für den Stadtbrandinspektor positiv aus: „Sieben von 14 Einsatzorten lagen auf der Westseite der Bahnlinie. Bei drei Einsätzen unterstützte die Feuerwehr Egelsbach die Langener Brandschützer. Alle Einsatzstellen konnten zügig erreicht und abgearbeitet werden. Kontinuierlich werden Informationen gesammelt, um die Abläufe fortlaufend zu optimieren. Über die Dauer der Brückensperrung prüfen wir regelmäßig unsere Konzepte, um im Bedarfsfall zügig reagieren zu können.“

Zurück