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Bahnbrücke auf dem Weg nach unten

Absenkung früher als ursprünglich geplant

18.10.2018

Langen wird nicht mehr allzu lange eine geteilte Stadt bleiben, denn das Ende der Sanierung der Bahnbrücke ist absehbar und damit auch die Zeit der Umleitungen. Früher als ursprünglich geplant wird das Betonbauwerk nach den Terminvorgaben der Bahn am kommenden Wochenende wieder in seine ursprüngliche Position gebracht. Nach Angaben von Erstem Stadtrat Stefan Löbig soll dies im Zeitraum von Samstag, 20. Oktober, 23 Uhr, bis Montag, 22. Oktober, 5 Uhr, geschehen. Am geplanten Fertigstellungstermin 19. Dezember halten Baufirma, das beteiligte Ingenieurbüro und die Kommunalen Betriebe fest. Dann kann auch wieder der Verkehr rollen.

Die wichtigste innerörtliche Ost-West-Verbindung (täglich 20.000 Fahrzeuge) ist seit Anfang April komplett gesperrt, weil sie nach knapp 50 Betriebsjahren wieder gründlich auf Vordermann gebracht werden muss. Schäden waren vor allem durch Korrosion des Bewehrungsstahls im Beton entstanden.

Im Ist-Zustand konnten die Arbeiten wegen des geringen Abstands zu den Oberleitungen der Bahn nicht realisiert werden. Deswegen musste die Brücke von der Fahrbahn getrennt und im Mai um eineinhalb Meter angehoben werden. Seitdem ermöglicht ein Hängegerüst den gefahrlosen Zugang.

Inzwischen laufen die Vorbereitungen für die Absenkung auf Hochtouren. Der Weg nach unten vollzieht sich genau umgekehrt wie der nach oben. Zuerst wird die Brücke mit Hydraulikpressen, die wie Wagenheber funktionieren, leicht angehoben, um die ersten Stahlplatten entfernen zu können, auf denen sie gegenwärtig aufliegt. Die Platten wurden beim Hebevorgang auf die vier Brückenpfeiler und auf die beiden Widerlager am Anfang und Ende des Bauwerks positioniert, um ihm Halt zu geben. Anschließend geht es dann Schritt für Schritt nach unten, bis alles wieder wie früher ist.

Der Zugverkehr muss während der Aktion teilweise eingestellt werden. Am Sonntag, 21. Oktober, entfällt von 7 bis 23 Uhr der Halt der Regionalzüge in Richtung Darmstadt. Die S-Bahn fährt aber (außer in den Randzeiten). Leichte Einschränkungen gibt es zudem eine Woche später vom 27. bis 29. Oktober.

Während die Oberleitungen ausgeschaltet sind, können Restarbeiten erledigt werden, die vom Hängegerüst aus nicht möglich waren. Beispielsweise werden an den Stirnseiten die Lager eingesetzt, auf denen der 1.500-Tonnen-Koloss ruht. Außerdem werden Teile des Gerüstes demontiert. Die Hängevorrichtung wird noch gebraucht, genauso wie die Stahlkonstruktion, die dem 90 Meter messenden Bauwerk in der Längs- und Querrichtung Halt gibt. Laut Löbig sind ansonsten im Bahnbereich alle Sanierungsschritte erledigt. Seinen Worten nach wurden neue Notgehwege an den beiden Brückenseiten angelegt und verglaste Schutzelemente installiert. Und natürlich sei der Beton an der Brückenunterseite instand gesetzt und darüber hinaus die Entwässerung erneuert worden.

 

 

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