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Mit einem starken Partner zum Erfolg

20 Jahre Kooperation von Pittler Berufsausbildung und Fraport AG

26.11.2018

Die Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (PBA) ist auf ihrem Gebiet eine wirklich große Nummer. Bis nach China und Lateinamerika reichen der gute Ruf und die Beziehungen. Was vor mehr als zwei Jahrzehnten aus einem von der Stadt Langen in größter Not übernommenen überbetrieblichen Ausbildungsbetrieb geworden ist, findet in Wirtschaft und Politik große Anerkennung“, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt. Der Erfolg beruhe aber auch auf der Zusammenarbeit mit einem starken Partner. Und das ist die Fraport AG, die den Frankfurter Flughafen betreibt.

Die Kooperation läuft seit nunmehr 20 Jahren und dieses Jubiläum nehmen PBA-Geschäftsführer Thomas Keil, Fraport-Arbeitsdirektor Michael Müller und Bürgermeister Gebhardt zum Anlass für einen kurzen Rück- und Ausblick. Angestoßen werden kann just zu einem Zeitpunkt, an dem bei der PBA mit einem großen Neubau die Weichen auf Expansion stehen. Im April oder spätestens im Mai soll das neue Gebäude, das direkt hinter dem Toom-Baumarkt steht, feierlich eröffnet werden. Dazu plant die PBA einen Tag der offenen Tür.   

Die Partnerschaft zwischen dem Ausbildungsbetrieb und dem großen Flughafenbetreiber nahm ihren Anfang im Jahr 1998, als die Fraport noch FAG hieß und Pittler noch nicht den Zusatz „ProRegion“ im Namen trug. Da der Flughafen nicht über eine Ausbildungswerkstatt für Elektroberufe verfügte, kooperierte die damalige FAG schon seit jeher mit einem externen Partner. Mitentscheidend für den Wechsel nach Langen war das Konzept der PBA, neben der reinen Ausbildung auch eine Fertigungsabteilung zu unterhalten – als ein zusätzliches Standbein, das zur Finanzierung des Ausbildungsbetriebs beiträgt. Zusätzlicher Vorteil ist, dass sich der Nachwuchs an der Fertigung von realen Projekten mit Marktrelevanz beteiligt. „Die Azubis lernen dann nicht nur wie in ihren Lehrgängen die Theorie, sondern erleben auch die Praxis, wenn sie für Kunden beispielsweise Transportwagen für Essensboxen in Flugzeugen, Trichter für Geldzählmaschinen oder Schwimmgaragen für Rettungsboote bauen“, betont Keil.

Als die ersten zehn jungen Männer im Auftrag der Flughafengesellschaft in Langen ihre Ausbildung zum Energieelektroniker in der Sparte Anlagentechnik begannen, geschah dies noch in den alten und damals angemieteten Hallen der Maschinenfabrik Pittler. Doch die gibt es schon seit langem nur noch in der Firmenchronik. Denn der Aufstieg der PBA zu einem der bedeutendsten Ausbilder in der Region konnte nur durch den Umzug von der Pittler- in ein neues, größeres und moderneres Domizil an der Ampèrestraße gelingen. Und dabei waren die guten Beziehungen zum Flughafen richtig Gold wert.

Denn die Fraport-Stiftung „ProRegion“ zeigte sich entschlossen, bei der PBA dauerhaft Verantwortung zu übernehmen und wurde im Jahr 2006 Mitgesellschafterin, was im Namen Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH zum Ausdruck kam. Zugleich beteiligten sich die Frankfurter noch im gleichen Jahr maßgeblich an der Finanzierung des neuen Ausbildungszentrums, das zu einem Meilenstein innerhalb der Kooperation wurde. 

Die Auszubildenden vom Flughafen und von anderen Partnerunternehmen wurden bei den Elektroinstallationen aktiv eingebunden. Sie waren sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung mit von der Partie. Dieses praxisorientierte Konzept verwirklichte die PBA anschließend bei zahlreichen weiteren Projekten, nicht zuletzt bei der aktuellen Erweiterung an der Siemensstraße.

Die Ausbildungskooperation mit der Fraport AG verlief von Anfang an zur vollen Zufriedenheit beider Partner und nahm immer größere Dimensionen an. 2004 wurde aus dem alten Berufsbild des Energieelektronikers zum einen der Elektroniker für Betriebstechnik und zum anderen der für Gebäude- und Infrastruktursysteme. Hinzu kamen die Ausbildung zum Anlagenmechaniker, das Einstiegsqualifizierungsprogramm „Startklar“ und das Programm für junge Geflüchtete. „Insgesamt haben wir in den vergangenen 20 Jahren gemeinsam rund 1.000 jüngere Menschen fit für den Beruf gemacht“, bilanzieren Keil und Müller. Und für die nächsten Schritte zeigt die Ampel bereits grün. So wird die Fraport ihre Mechatroniker für Kältetechnik in Langen ausbilden lassen und mit der PBA einen dualen Studiengang umsetzen.

Die Pittler ProRegion kooperiert heute mit mehr als 110 Unternehmen aus der ganzen Bundesrepublik. Die Ausbildungspalette umfasst 17 Berufe überwiegend aus dem gewerblich-technischen Bereich. Die Fraport AG ist nach wie vor der größte und treueste Partner.

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