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Erfolgreiche Gewerbeentwicklung im Eiltempo

Multipark, Erweka und jetzt alles altlastenfrei

10.06.2019

Der Multipark, die Firma Erweka und die demnächst fertiggestellte Logistikzentale des Deut-schen Fußballbundes – auf den ehemaligen Brachflächen des Monzagewerbeparks Nord im Langener Wirtschaftszentrum westlich der Bahnlinie ist eine äußerst erfolgreiche Entwicklung im Eiltempo über die Bühne gegangen. Sozusagen als i-Tüpfelchen krönt jetzt die ab-geschlossene Altlastensanierung das Gesamtwerk.

Auf dem fünf Hektar großen Gelände mussten an einigen Stellen Rückstände aus der frühe-ren Fensterproduktion der einstigen und namensgebenden Firma Monza beseitigt werden. Gelungen ist dies auf Betreiben des Eigentümers, der Firma MP Holding in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Regierungspräsidium Darmstadt (RP). Dieses hat jetzt offiziell Vollzug gemeldet. „Nach Beendigung der Sanierung sind zukünftig keine Beeinträchtigungen der Bodenfunktonen mehr vorhanden, die Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für den Einzelnen oder die Allgemeinheit herbeiführen könnten“, heißt es in einem Schreiben des RP.

„Wenn unser Slogan ‚Langen schnell am Ziel‘ zutrifft, dann auf den Monzapark Nord“, sagt Langens Wirtschaftsförderer Joachim Kolbe. „Gerade erst vier Jahre ist es her, dass die Stadtverordnetenversammlung den Bebauungsplan aufgestellt hat, und heute arbeiten hier mehr als 400 Menschen. Das ist eine großartige Erfolgsgeschichte und eine echter Fortschritt für unsere Stadt“, würdigt Kolbe die professionelle Arbeit der Firma MP Holding und die rasche Realisierung des Multipark-Projekts, das Langen acht neue Firmenansiedlungen beschert hat.

Darunter ist mit Akasol ein Pionier auf dem Sektor der Elektromobilität, der im Multipark die europaweit größte Batteriesystemfabrik für elektrische Nutzfahrzeuge betreibt. Oder die Europa-Niederlassung der Okamoto Machine Tool Works Ltd. Japan, einem der weltweit führenden Hersteller von hochwertigen Schleif- und Poliermaschinen.

An der Raiffeisenstraße angesiedelt haben sich zudem die Volkswagen Zubehör GmbH, die DAMI GmbH, die deutsche Luxusgüter und Markenartikel nach Südkorea exportiert, und die Enshu GmbH, ein Tochterunternehmen der Enshu Ltd. – einer der angesehensten Werk-zeugmaschinen-Produzenten und Motorenbauern Japans. Darüber hinaus betreibt in einem Hallenabschnitt die Trelleborg Sealing Solutions Germany GmbH, ein weltweit führender Industriekonzern, dessen Spitzenposition auf kundenspezifischen Polymer-Lösungen und ausführlichem Anwender-Know-how basiert, ein Testcenter für ihre Produkte.

Der Multipark ist längst komplett vermietet. Das Konzept mit flexibel nutzbaren Produktions-, Lager-, Ausstellungs-, Service- und Büroflächen ist aufgegangen. Die beiden großen Hallen mit mehreren tausend Quadratmetern bieten Gewerbeeinheiten, die sich nach individuellen Bedürfnissen und Anforderungen passgenau konfigurieren und ausgestalten lassen und die nachgefragt wurden und werden.

Nur einen Steinwurf entfernt hat das Unternehmen Erweka innerhalb des Gesamtareals sei-nen neuen Firmensitz gebaut und inzwischen bezogen. Der führende Hersteller von Tablet-tentestgeräten für die pharmazeutische Industrie ist von Heusenstamm nach Langen gezo-gen, um sich an der Pittlerstraße in einem repräsentativen Verwaltungs- und Produktions-gebäude niederzulassen. Mit ausschlaggebend für die Standortwahl waren nach Angaben der Firmenleitung die verkehrsgünstige Lage und die öffentliche Infrastruktur vor Ort.

Eine zeitlich ganz andere Dimension als die von der MP Holding gemangte Entwicklung des Geländes hatte die Vorgeschichte. In den neunziger Jahren war die Wiesbadener Köllmann-Gruppe die Eigentümerin und wollte dort einen zweiten Monza-Park bauen. Doch mit der Insolvenz der Gruppe platzten diese Pläne, die Grundstücke gingen an die Banken. Eine wenig erbauliche, sich jahrelang hinziehende Geschichte begann.

Während bei der Stadt immer wieder Interessenten für Teilbereiche vorstellig wurden, woll-ten die Gläubiger unter Führung der hessischen Landesbank alles in einem Stück loswerden. Zwischenzeitlich beabsichtigte die Stadt sogar selbst und in Zusammenarbeit mit einem Projektenwickler, das Areal in der Zwangsversteigerung zu erwerben und zu entwickeln. Doch schließlich sicherte sich die MP Holding den Zuschlag, die dann nicht nur in den Multipark investierte, sondern entlang der Bahnlinie einen Fuß- und Radweg anlegte, ebenso den Kreisel an der Pittler-, Ampère- und Raiffeisenstraße und diese auf Vordermann brachte. Für Wirtschaftsförderer Kolbe steht außer Frage: „MP Holding hat mit unternehmerischen Mut und einem überzeugenden Immobilienkonzept in Langen hervorragende Arbeit geleistet und damit auch unserer Stadt einen guten Dienst erwiesen, unsere Wirtschaft einen wichtigen Schritt vorangebracht.“

 

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