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Die Stadt und ihre Geschäfte

Bericht informiert über Beteiligungen Langens

28.01.2019

Nach der Hessischen Gemeindeordnung darf sich jede Kommune im flächenmäßig siebtgrößten Bundesland wirtschaftlich betätigen, indem sie selbst Unternehmen betreibt. Davon macht die Stadt Langen großzügig Gebrauch. Direkt oder indirekt erstreckt sich ihr Konzernnetzwerk über 19 Firmen. Das zeigt der Beteiligungsbericht für das Jahr 2017, den der Magistrat jetzt vorgelegt hat.

Wie zahlreiche andere Gemeinden auch, hat Langen verschiedene Aufgaben in die Hände von Tochterunternehmen gelegt. An diesen und anderen Firmen besitzt die Stadt selbst Anteile in unterschiedlicher Höhe. „Der Beteiligungsbericht schafft Transparenz“, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt. Neben allgemeinen Informationen wie Gründungsjahr, Rechtsform und Unternehmenszweck der aufgeführten Tochterunternehmen informiert das knapp 70 Seiten starke Dokument über den jeweiligen Geschäftsverlauf der abgeschlossenen Berichtsperiode und listet Bilanzdaten auf. „Diese Fakten sind eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungsträger und geben einen umfassenden Überblick zum Konzern Stadt Langen“, summiert Gebhardt.

Ganz oben in der Konzernstruktur steht die Beteiligungsmanagement Langen GmbH – eine hundertprozentige Tochter der Stadt – die Kapital verwaltet und selbst Teileigentümerin verschiedener Unternehmen aus dem Sport-, Kultur- oder Versorgungssektor ist. Ihr gehören die Pittler Pro Region Berufsausbildung GmbH zu 55,6 Prozent, deren hundertprozentige Tochter Pittler Berufsausbildung GgmbH, die gesamte Bäder- und Hallenmanagement GmbH und die Stadtwerke Langen GmbH zu 75,2 Prozent. Die Stadtwerke selbst investieren in sechs weitere Unternehmen und halten Anteile an der Stadtwerke Langen Immobilien GmbH (100 Prozent), der Baugenossenschaft Langen (9,7 Prozent), der Dynega Energiehandel GmbH (6,7 Prozent), der Windpool GmbH & Co. KG (1,3 Prozent), der ENTEGA Windpark Erksdorf GmbH (12,5 Prozent) und der Bürger Energiegenossenschaft (13,1 Prozent).

Zum Eigentum der Stadt gehören weiterhin 5,66 Prozent der Hessischen Flugplatz GmbH Egelsbach, 5,88 Prozent der Regionalpark Rhein-Main Süd-West GmbH, 1,95 Prozent der Baugenossenschaft Langen, 3,45 Prozent der Kreisverkehrsgesellschaft, 1,2 Prozent der Kultur Region Frankfurt Rhein Main, 0,072 Prozent der Nassauischen Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungs GmbH, 0,03 Prozent der Volksbank Dreieich und 60 Prozent des Abwasserverbandes Langen/Egelsbach/Erzhausen im Betriebszweig Entwässerung und Reinigung. Die Kommunalen Betriebe Langen gehören der Stadt komplett, sind aber streng genommen ein Eigenbetrieb und keine Beteiligung. Sie halten 51 Prozent an der Abfallservice Südhessen GmbH.

Das meiste städtische Kapital steckt im Eigenbetrieb Kommunale Betriebe (13 Millionen Euro) und bei den Stadtwerken Langen (5,7 Millionen Euro). Jeweils 2,3 Millionen Euro investiert die Stadt in die Beteiligungsmanagement Langen und die Bäder- und Hallenmanagement GmbH. Mit einem Anteil im Wert von 1,25 und 1,07 Millionen ist die Stadt in der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH und im Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen eingebunden.

Der Beteiligungsbericht legt ebenfalls offen, welche Vereinsbeiträge die Stadt zahlt. Insgesamt 49 Verbände oder Organisationen führen Langen als Mitglied. Darunter sind der Deutsche Bibliotheksverbund, das Klimaschutzbündnis, der Tierschutzverein Langen-Egelsbach, die Wirtschaftsförderung Region Frankfurt RheinMain und der Langener Verkehrs- und Verschönerungsverein.

Das Papier wird im Haupt- und Finanzausschuss (21. Februar) zur Kenntnis genommen und bei Bedarf nochmals detailliert in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 14. März, erörtert. Danach liegt es im Rathaus an der roten StadtInfo-Theke, im Fachdienst Controlling und Finanzen und in der Stadtbücherei (Südliche Ringstraße 77) zur Einsicht aus. Digital veröffentlicht die Stadt den Beteiligungsbericht auf ihrer Webseite unter www.langen.de.

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