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vhs und UCL laden ein zur Unterwasserschau

Tauchgänge zu den Wracks des 1. und 2. Weltkriegs

01.10.2019

Umrandet von den Orkney Inseln bildet die 360 km² große Wasserfläche von Scapa Flow einen großen natürlichen Hafen im rauen Nordost-Atlantik. Was Taucher nach Scapa Flow lockt, sind die Wracks der Kriegsschiffe des letzten deutschen Kaisers, die heute unter Denkmalschutz gestellt sind, aber in ihrer dunklen Tiefe besucht werden dürfen. Nach der Kapitulation Deutschlands im 1. Weltkrieg wurden 74 deutsche Kriegsschiffe in Scapa Flow interniert. Bei den schleppenden Verhandlungen entstand der Eindruck, dass England die deutsche Hochseeflotte selbst behalten wollte. Der Kommandeur Konteradmiral Ludwig von Reute gab daher am 21. Juni 1919 das Signal zur Selbstversenkung der deutschen Hochseeflotte. Von den gesunkenen Schiffen wurden im Laufe der Jahre alle wieder gehoben, bis auf sieben, die heute von Neptun mit Seenelken und Weichkorallen in Ziergärten der Unterwasserwelt verwandelt worden sind und vielen Meeresbewohnern gute Schutzräume bieten. Unterwasserfotografen sind daher auch primär von dem fantastischen Bewuchs der Stahlwracks begeistert. Aber auch die Natur und die Steinzeit-Monumente der Orkney Inseln sind Thema der WMV- Show. Auf den Orkney Inseln ist eine 5.000-jährige Besiedlung nachgewiesen. Große Steinmonumente und eine freigelegte Steinzeitsiedlung sind heute UNESCO-Weltkulturerbe und ziehen viele Besucher an.

Die Geisterflotte der über 50 versenkten riesigen Schiffe der kaiserlichen japanischen Marine machen Truk Lagoon/Mikronesien zum besten Wracktauchgebiet der Welt. Inklusive der versunkenen Flugzeuge stellt die Lagune das größte Unterwassermuseum der Kriegsgeschichte dar. Truk Lagoon, heute Chuuk genannt, gehört zu den 2008 Inseln Mikronesiens, die sich nördlich des Äquators erstrecken. Nach dem 1. Weltkrieg haben die Japaner diese Insel übernommen und als schwer bewaffneten Marinestützpunkt ausgebaut. Am 17. Februar 1944 starteten die USA zweitägige Angriffe mit über 600 Flugzeugen. In den Bombardierungen wurden die Festungen und Flugplätze zerstört und über 50 Schiffe versenkt. Inklusive der folgenden Attacken im April haben die USA über 6000 t Bomben auf Truk Lagoon abgeworfen. Für die Einheimischen war es das größte Inferno, das man einer Bevölkerung antun konnte, aber nach Jahren haben sie sich wieder der Welt geöffnet und heute ist man willkommen, den Kriegsschrott über und unter Wasser zu bestaunen.

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung der Volkshochschule und des Unterwasserclubs Langen ist kostenfrei.

Referent: Manfred Rhode vom Unterwasserclub Langen (UCL).

Veranstaltungstermin ist Freitag, 25. Oktober, Einlass ab 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr.

Informationen gibt es bei der vhs Langen im Kulturhaus Altes Amtsgericht an der Darmstädter Straße 27, Telefon 9104-60, E-Mail vhs@langen.de, und im Internet unter www.vhs-langen.de.

 

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Plakat Tauchschau 25.10.2019
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