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Mit der E-Ladekarte zur Stromtankstelle

Stadt und Stadtwerke haben Elektromobilität im Visier

16.12.2019

Die Elektromobilität soll Fahrt aufnehmen, damit die Luft in den Städten besser und das Klima geschont wird. Mit Förderprogrammen will die Bundesregierung dazu einen Beitrag leisten. Dass sich der Umstieg auf Elektroautos und Hybride derzeit in Grenzen hält, liegt nicht nur an den hohen Preisen im Vergleich zu Diesel- und Benzinautos. Gründe sind auch Komforteinbußen wegen der vergleichsweise geringen Reichweite und die noch relativ wenigen öffentlichen Ladestationen. Die meisten täglichen Fahrten, gerade im Stadtgebiet, können nach Meinung von Langens Erstem Stadtrat Stefan Löbig heute aber sehr wohl mit dem Elektro-Pkw zurückgelegt werden.

Ziel sei, das Netz an Elektrotankstellen in Langen kontinuierlich auszubauen. Zwar sei das Laden auf dem eigenen Parkplatz oder in der eigenen Garage für die meisten die bessere Alternative. Aber diese Möglichkeiten stünden vielen nicht zur Verfügung. Deshalb würden frei zugängliche Stromtankstellen gebraucht.

Einen kompetenten Partner für den Ausbau der Elektromobilität hat die Stadt in ihren Stadtwerken. Sie unterstützen seit Jahren den Umstieg auf alternative Mobilitätskonzepte und haben inzwischen sowohl in Langen als auch in Egelsbach mehrere Stromtankstellen in Betrieb. In Langen existieren vier Ladepunkte an der Ostseite des Bahnhofs, ebenfalls vier am Rathaus, einer ist an der Asklepios Klinik und zwei sind bei den Stadtwerken an der Weserstraße. In Egelsbach kann am Rathaus (Ostseite) und am Bahnhof Strom getankt werden (jeweils zwei Ladepunkte). Alle sind in einen bundesweiten Stadtwerke-Verbund integriert.

Tanken geht ganz einfach mit der E-Ladekarte, die bei den Stadtwerken erhältlich ist. Kunden zahlen für den Strom aus 100 Prozent Wasserkraft einen monatlichen Pauschalpreis von 25 Euro, Nicht-Kunden 50 Euro. Mit der Karte können sämtliche E-Ladestationen des Stadtwerke-Verbunds genutzt werden. Dank Kooperationen mit anderen Anbietern kommen im In- und Ausland rund 40.000 weitere Ladepunkte hinzu. Nähere Informationen gibt es unter www.stadtwerke-langen.de in der Rubrik Verkehr unter E-Mobilität.

Möglich ist es auch, ohne Karte mit Hilfe einer Web-App zu tanken und zu bezahlen. Das kostet pro Ladung sieben Euro. Derzeit prüfen die Stadtwerke eine Abrechnung in Kilowattstunden. Das ist fairer, weil jeder nur so viel bezahlt, wie er auch lädt.

Was die Ladeinfrastruktur anbelangt, soll es in Langen und Egelsbach nicht beim derzeitigen Status quo bleiben. Aktuell loten die Stadtwerke nach den Worten ihres Direktors Manfred Pusdrowski gemeinsam mit der Stadt Langen und der Gemeinde Egelsbach weitere sinnvolle Standorte für die Installation von öffentlichen Stromtankstellen aus. „Die Stadtwerke übernehmen die Investitionskosten der Säulen und den Netzanschluss, die Kommunen stellen die benötigten Flächen zur Verfügung“, erläutert Pusdrowski. Als Standorte infrage kommen in Langen als Erstes rege frequentierte Bereiche wie die Parkplätze an Stadthalle und Hallenbad, an der Bahnhof-Westseite, am Alten Rathaus, am Finanzamt, am Friedhof am Freizeit- und Familienbad und am Sportzentrum Nord.

Erster Stadtrat Löbig bringt noch einen weiteren Aspekt zur Sprache. „Immer wieder gibt es Beschwerden, dass auf den Ladesäulen-Stellplätzen verbotswidrig Benziner oder Dieselfahrzeuge parken. „Das ist natürlich absolut kontraproduktiv und unsere Ordnungspolizei wird deswegen verstärkt kontrollieren, vor allem auch am Bahnhof“, betont Löbig. Wer Verstöße feststelle, könne sie per E-Mail an im Rathaus melden.  

 

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