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Stadt Langen verschärft Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Rathaus, Stadtwerke und öffentliche Einrichtungen bleiben ab Montag für den Publikumsverkehr geschlossen

13.03.2020

„Die Gesundheit der Bevölkerung hat für uns oberste Priorität und dazu müssen wir konsequent und rasch all das tun, was dabei hilft, einer schnellen Ausbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken“, sagt Frieder Gebhardt, der Bürgermeister der Stadt Langen, und kündigt für kommenden Montag drastische Schritte an. Nach Abstimmung mit dem Landrat des Kreises Offenbach, den Nachbarkommunen und mit Gesundheitsbehörden und Fachleuten wird die Stadt Langen das Rathaus für den allgemeinen Publikumsverkehr zunächst bis zum 10. April schließen. Für das Kundenzentrum der Stadtwerke Langen GmbH in der Weserstraße gilt das ebenso und auch zahlreiche öffentliche Einrichtungen machen ab Montag für vier Wochen dicht.

Im Rathaus wird selbstverständlich weiterhin gearbeitet, alle Funktionen bleiben besetzt, alle wichtigen Aufgaben werden erledigt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zu den Sprechzeiten telefonisch oder per Mail erreichbar. Die Türen bleiben jedoch - bis auf wenige Ausnahmefälle - für den öffentlichen Betrieb geschlossen, heißt, Besuche und persönliche Gespräche im Haus sind ab sofort nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Die Regelung gilt ausnahmslos, damit auch für das Bürgeramt, das Ordnungsamt und das Standesamt. In der Kfz-Zulassungsstelle geht es sogar einen Schritt weiter, da werden nicht einmal mehr terminliche Absprachen möglich sein.

Das seien bislang ausschließlich Vorsichtsmaßnahmen, betont Gebhardt, und bittet die Langerinnen und Langener vor allem um Verständnis und Geduld. „Wir appellieren an alle, in den nächsten Wochen sich nur mit wirklich wichtigen und unaufschiebbaren Anliegen an die örtlichen Dienststellen zu wenden. Außerdem setzen wir auf die Vernunft der Menschen und darauf, dass sie ihren persönlichen Beitrag leisten, dass sie auf ihre eigene Gesundheit und die anderer achten, soziale Kontakte möglichst reduzieren und Verzicht üben.“

Auf zahlreiche Veranstaltungen der Vereine und in der Stadthalle muss bekanntlich ohnehin verzichtet werden, da bereits verschoben oder abgesagt. Ab Montag folgen weitere vorbeugende Schritte: die Volkshochschule, die Musikschule, das Stadtmuseum und die Stadtbücherei setzen den Unterricht, Veranstaltungen und Publikumsbetrieb aus. Das Kulturhaus Altes Amtsgericht und das städtische Jugendzentrum bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

Die Bäder- und Hallenmanagement Langen GmbH schließt obendrein das Hallenbad an der Südlichen Ringstraße für alle Badegäste, für Vereine, Schwimmkurse und Schulschwimmen.

Dagegen bleiben die städtischen Kindertagesstätten, wie Bürgermeister Gebhardt erklärt, weiter geöffnet und halten ihr Angebot zunächst im gewohnten Umfang aufrecht – solange es keine völlig neuen Erkenntnisse, Ereignisse und anderslautende Weisungen der Gesundheitsbehörden gibt. „Garantien kann derzeit niemand abgeben. Wir müssen tatsächlich die Lage vor Ort Stunde um Stunde neu einschätzen und bewerten, neue Weisungen umsetzen, uns mit dem Landrat und den Nachbarn beraten und danach die Vorkehrungen der Stadt Langen justieren, also Tag für Tag neue Entscheidungen treffen.“

Für die Stadtwerke Langen GmbH und die Kommunalen Betrieben Langen sieht die Lage nicht wesentlich anders aus. Die Stadtwerke sind für die sichere Versorgung mit Strom, Gas, Wärme und Trinkwasser sowie den Stadtbusverkehr verantwortlich und genau das zu gewährleisten, ist die vordringlichste Aufgabe der dort Verantwortlichen. Bei den Stadtwerken erfüllen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin ihre Aufgaben. Das Kundenzentrum in der Weserstraße folgt jedoch dem Rathaus. „Ab Montag sind dort die Türen für die Kundschaft verschlossen. Die Kolleginnen und Kollegen stehen jedoch am Telefon oder per Mail für Beratungen und Auskünfte zur Verfügung“, sagt Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski.

Bei der Müllabfuhr und der Straßenreinigung wird es keine Einschränkungen geben und auch der Wertstoffhof, so lassen die Kommunalen Betriebe wissen, kann vorerst zu den bekannten Öffnungszeiten angefahren werden, wobei es die Bitte gibt, nur wegen wirklich dringend erforderlicher Ablieferungen vorzufahren.

„Wir wissen, dass diese Maßnahmen drastisch sind und zu Einschränkungen des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens in unserer Stadt führen, aber wir halten sie der Situation für angemessen und richtig“, bekräftigt der Bürgermeister und richtet schließlich noch eine dringende Bitte an die Wahlberechtigten, sich nämlich am kommenden Sonntag nicht vom Gang in die Wahllokale abhalten zu lassen und im 2. Wahlgang darüber mitzuentscheiden, wer der künftige Bürgermeister der Stadt werden wird.

In den Wahllokalen seien sämtliche Vorkehrungen getroffen worden, so Gebhardt, um die Sicherheit zu gewährleisten, Desinfektions- und Reinigungsmittel stünden dort zur Verfügung. „Wie überall macht es natürlich Sinn, auf einen gewissen Abstand zu anderen Menschen zu achten, und sich seinen eigenen Kugelschreiber mitzubringen, um das Kreuzchen zu machen, ist ebenfalls nützlich und richtig. Jede Stimme ist wichtig und stärkt in diesen Tagen unsere Demokratie.“

Update nach der Pressekonferenz der hessischen Landesregierung am Freitag, 13. März, 18.30 Uhr:

Die Stadtverwaltung reagiert schnellstmöglich auf die Informationen zur Kita-Schließung aus der Landesregierung. Aktuell wird ausgearbeitet, wie die Maßnahmen im Detail umgesetzt werden sollen. Sobald weitere Informationen vorliegen, werden diese über www.langen.de, die Facebook-, und Twitter-Seite der Stadt veröffentlicht.

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