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Ideal fürs Fest: Schreiter-Kunst im Kleinformat

18.12.2017

Weihnachtsgeschenke gibt es viele und das Besondere zu finden ist nicht immer leicht. Wie wäre es mit Kunst, zumal mit lokalem Bezug? Die limitierte Glaskunst-Stele mit Motiv von Professor Johannes Schreiter ist eine ideale Überraschung für den Gabentisch am Heiligen Abend.

30 Zentimeter hoch und sechs Zentimeter breit ist das durchscheinende Objekt, das unverkennbar von dem bekannten Langener Künstler gestaltet wurde. Dessen Werke zieren sonst eher eindrucksvolle Bauwerke wie das Ulmer Münster oder den Mainzer Dom. Nicht minder ästhetisch, aber in kleinerem Format, ist die Säule ein „echter Schreiter“ für die Fensterbank, geschaffen von der Paderborner Glasmalerei Peters GmbH.

Das in kleiner Stückzahl hergestellte Kunstwerk zeigt ein Motiv aus dem Jahr 2011 und trägt die Signatur des Meisters auf dem Sockel.

„Dargestellt ist die klassische Schreitersche Linie der Unendlichkeit, des Alphas und des Omegas, des Anfangs und offenen Endes“, erklärt Geschäftsführer Wilhelm Peters, der das Projekt ins Rollen gebracht hat. Mit spezieller Farbe und einer besonderen Glasdrucktechnik wurde das Motiv aufgebracht.

90 Euro kosten die Blickfänge für Fensterbank oder Kaminsims, die in einer braunen, grünen oder blauen Variante erhältlich sind. Verkauft werden sie vom städtischen Fachdienst Kultur und Sport in der Neuen Stadthalle. Telefonisch unter 203-401 oder per E-Mail an gseibel@langen.de können sich Glaskunstfreunde ein Exemplar sichern.

Johannes Schreiter wurde 1930 in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge geboren. Er wuchs in der DDR auf, floh nach dem Abitur in den Westen und studierte in Münster, Mainz und Berlin. Schon in jungen Jahren fiel Schreiter mit der Erfindung der Brandcollagen auf, im Alter von 30 Jahren begann er seine Lehrtätigkeit an der staatlichen Kunstschule in Bremen und wechselte drei Jahre später als Professor an die Frankfurter Städelschule, wo er bis 1987 tätig war. Er erhielt 1979 das Bundesverdienstkreuz, 2005 die Theologische Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg und 2011 den Hessischen Verdienstorden am Bande. Seine Heimatstadt Langen verlieh ihm 2005 die Goldene Ehrenplakette, 2007 den Kulturpreis und im Jahr 2013 die Ehrenbürgerwürde. Seit 2009 zeigt das Museum Glas/Werke/Langen in der Neuen Stadthalle eine umfangreiche Sammlung seiner Kunstwerke.

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