Aktuelles Rathaus | Aktuelles Kultur/Freizeit | Slider Startseite | Slider Kultur/Freizeit

Vom Mittelalter bis zum Palast der Republik

Beeindruckende Vielfalt beim „Langener Salon der Fotografie“

22.01.2018

Der „Langener Salon der Fotografie“ in den „Kunsträumen Oberlinden“ im ehemaligen Einkaufszentrum am Farnweg geht am Freitag, 2. Februar, 20 Uhr, an den Start. Zur Eröffnung spricht Bürgermeister Frieder Gebhardt. Die öffentliche Vernissage wird von dem bekannten Langener Singer und Songwriter Markus Striegl und seinen Anonymen Pentatonikern musikalisch begleitet. Die Ausstellung mit ausgewählten Werken von elf Fotografinnen und Fotografen (siehe unten) dauert bis zum 11. März. Geöffnet ist samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr.

Brigitte Grausam-Tynan, die aus Rumänien stammt und eigentlich Architektin ist, versteht die Kamera als Pinsel und die Natur als Farbtopf. Seit sie als Jugendliche erste Erfahrungen in einem Fotolabor sammelte, ist sie vom Fotografieren fasziniert und liebt es, mit der Technik zu experimentieren. Es geht ihr darum, mit der Kamera die Lichtreflexe zum Tanzen zu bringen, Formen und Dynamik zu generieren und diese Momente in einem Bild festzuhalten. Sie ist Gründungsmitglied der Langener Künstlergruppe Art People und durch ihre Bilder, die schon viele Ausstellungen geschmückt haben, eine lokale Szenegröße.

Ihr Mann Gareth Tynan, ein Engländer und ebenfalls Art People, ist mit seinen Fotos nicht weniger präsent. Mit Vorliebe fotografiert er bei Konzerten und anderen kulturellen Veranstaltungen in der Region. Er sagt: „Ich mache Darstellungen von darstellender Kunst und fotografiere Künstler so, wie sie sind.“ Tynan ist offizieller Fotograf der Ärzte-Charity-Band „The Lickin‘ Boyz“ und der Sängerin Nina Rose.

Thorsten Klapsch ist in Langen aufgewachsen und lebt heute in Berlin. Dort studierte er Fotografie und arbeitet als freier Fotograf auf dem Gebiet der Dokumentar-, Portrait- und Architekturfotografie. Neben zahlreichen Buchprojekten wie „Berlin Berlin“, „Atomkraft“, „Palast der Republik“ und „Taschen‘s Berlin“ zeigt er seine Werke international in Ausstellungen und Publikationen. Seine mehrfach ausgezeichneten Arbeiten hielten Einzug in öffentliche und private Sammlungen. Für den „Salon der Fotografie“ hat er eine Auswahl aus seinem Zyklus „Utopie und Macht - Die Architektur der Moderne der DDR und die verlassenen Räume des Ministeriums für Staatssicherheit und des Palastes der Republik“ zusammengestellt.

Barbara Mittmann wurde in Gelsenkirchen geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Fotografin bei Theaterfotograf und Folkwang-Schüler Rudolf Finkes. Rund 25 Jahre hat sie bei verschiedenen Werbestudios gearbeitet. Heute ist sie selbständig. In der Ausstellung zeigt sie ausdrucksstarke Portraits von Menschen aus Sri Langen wie den Stelzenfischer, die Blumenfrau, den Geschäftsmann oder den Bauarbeiter.

Mit humorvollen und teils ernsten Bildern stellt Detlef Möbius die Zeit des frühen Mittelalters in authentisch anmutenden Momentaufnahmen nach. Wie mit Öl auf edle Leinwand gemalt, lässt er eine längst vergangene Epoche für die Betrachter lebendig werden. Möbius ist ausgebildeter Fotograf, Fotokünstler, Fototrainer und –dozent. Schwerpunkte seiner Arbeit sind neben der Tier, Natur- und Reportagefotografie Portrait- und Eventaufnahmen. Im Frankfurter Zoo veranstaltet er Kinderfotoworkshops. Einen Namen gemacht hat er sich mit seinen „Tierischen Momenten“ bei Europas größtem Naturfoto-Festival in Montier-en-Der in Frankreich und bei Mittelalter-Ausstellungen unter freiem Himmel wie in der Burg Hayn in Dreieich. Für seine Werke wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Marcin Płaczek verbrachte seine Jugend in einem kleinen Dorf in Polen, umgeben von Natur. Nach dem Abitur zog er nach Warschau, vor sechs Jahren wanderte er nach Deutschland aus, kam nach Langen und arbeitet am Flughafen Frankfurt. Die Fotografie lernte er als Autodidakt und hat sich dabei auf die Welt der Insekten konzentriert. In seinen Bildern zeigt er faszinierende Nahaufnahmen von Gottesanbeterinnen, Grashüpfern, Eintagsfliegen oder Aurorafaltern.

Michael Schmidt steuert zu der Ausstellung vor allem großformatige schottische Landschaftsaufnahmen auf Leinwand bei, die eher abstrakt gehalten sind. Zum Beispiel hat er aus drei Aufnahmen tosender Wellen ein Triptychon montiert, das gut zwei Meter in der Breite misst. Weitere Bilder zeigen dramatische Bergwelten, bei denen Strukturen und Farben und weniger Details im Vordergrund stehen. Stärker gegenständlich ist das Bild eines Grabsteins, dessen gemeißelte Inschrift sich das Moos, sprich die Natur, langsam erobert. Der Langener Fotojournalist hat zwei Jahre in Glasgow gelebt und es zieht ihn weiterhin regelmäßig in die rauen Landschaften des Nordens. Jährlich gibt er im Eigenverlag einen Bildkalender über Schottland und Whisky heraus.

Der Langener Mathias Schröder, ausgebildeter Fotograf und Reprofotograf, baute den väterlichen Betrieb zum Studio für Industrie-, Produkt- und Werbefotografie aus und gründete die Firma cm digital color mit den Schwerpunkten Werbung, Grafik/Konzeption und digitale Großdrucke. Er arbeitete neben der Studiofotografie als freier Sportfotograf auf Europas Rennstrecken, vor allem bei Motorrad-Weltmeisterschaften. Bei den Filmfestspielen in Cannes brachte er die Stars vor die Kamera. Seit knapp 15 Jahren fotografiert er bei der European Truck Racing Championship die Rennen der 1.200-PS-starken Fahrzeuge. Kostproben davon kann das Publikum beim Fotografie-Salon bewundern.

Roland Sorger, nach Ausbildung zum Journalisten seit Jahren Pressesprecher der Stadt Langen, fotografiert bei diversen Anlässen. So auch bei der Ironman European Champion-ship, dem großen Triathlon mit Auftakt am Langener Waldsee. Der übliche Ablauf mit Start, Schwimmen, Landgang und Wechselzone bietet eine Fülle von Motiven – nicht zuletzt aus der Gefühlswelt der Triathleten. Deutlich wird auf den Fotos: Morgens um sieben müssen die Akteure noch hart an sich arbeiten, um zu strahlenden Helden zu werden. Fest steht zunächst nur: Einer wird gewinnen. 

Marc Strohfeldt hat nach seinem Studienabschluss eine umfangreiche Ausbildung bei Print- und TV-Medien absolviert und arbeitet als freiberuflicher Journalist mit dem Schwerpunkt Pressefotografie für Zeitungen, Zeitschriften, Nachrichtenagenturen, Firmenmagazine und Pressestellen. Bekannt ist er vor allem durch seine Bildveröffentlichungen in der Langener Zeitung. Für den „Salon der Fotografie“ hat er zum einen unter dem Titel „Flora und Fauna“ im Langener Stadtwald den Blick auf die heimische Tier- und Pflanzenarten gerichtet. Zum anderen zeigt er „Korrelationen“, also Beziehungen, zwischen zwei oder mehreren Merkmalen, Ereignissen, Zuständen oder Funktionen.

Reinhold Werner, 70 plus, früher im Rathaus als Fachbereichsleiter tätig, ist Hobbyfotograf und Langener Heimatkundiger. Er fotografiert seit Jugendzeiten: schwarz-weiß, auf Diafilm und digital nach dem Motto der deutsch-französische Fotografin Gisèle Freund: „Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera.“ Mit Bildpräsentationen, Ausstellungen und Veröffentlichungen ist er regelmäßig präsent. Bei der Schau im ehemaligen Supermarkt zeigt er unbearbeitete Reisebilder und Motive aus Langen und der Region.

Symbol Beschreibung Größe
Einladung Langener Salon der Fotografie
0.2 MB

Zurück