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Rares vom Meister der Glasmalerei

Originallithografien von Johannes Schreiter erhältlich

26.11.2018
Schreiter-Lithografie
„Fazit 5 / 1993 / L“ ist der Name der Schreiter-Lithografie, die durch zarte Linienführung und schlichte schwarz-weiß-Optik besticht.

Er ist einer der international bedeutendsten Glasmaler und lebt seit etwa 50 Jahren in Langen: Johannes Schreiter hat zahlreiche Glasfenster und –bilder für öffentliche Gebäude, Kirchen, Synagogen und Kulturstätten in der ganzen Welt erschaffen. Werke des Künstlers zieren zum Beispiel das Ulmer Münster, den Frankfurter, Limburger, Mainzer und Augsburger Dom, aber auch die Langener Stadtkirche, die Albertus-Magnus-Kirche, die Trauerhalle auf dem Langener Friedhof oder das Foyer der Neuen Stadthalle. Liebhaber des ästhetischen Handwerks, die schon immer einen „echten Schreiter“ ihr eigen nennen wollten, haben jetzt Gelegenheit dazu. Der städtische Fachdienst Kultur und Sport verkauft mehrere Exemplare einer Lithografie des Meisters. Und das sogar für einen guten Zweck.

Das filigrane Motiv mit dem Titel „Fazit 5 / 1993 / L“ ist in schlichtem Schwarz-Weiß gehalten und misst etwa 50 mal 40 Zentimeter. Zu Buche schlägt das edle Stück zeitgenössischer Kunst mit je 200 Euro. Alle Erlöse aus dem Verkauf gehen an die Johannes-Schreiter-Stiftung, die sich zur Förderung der Kunst und der Kunstwissenschaft sowie der Pflege und Erhaltung von Kulturwerten auf dem Gebiet der Glasmalerei verpflichtet hat. Wer sich eine der nummerierten und signierten Lithografien sichern möchte, sollte schnell sein und kann unter 203-401 telefonisch Kontakt aufnehmen oder seine Anfrage per E-Mail an gseibel@langen.de schicken.

Johannes Schreiter wurde 1930 in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge geboren. Er wuchs in der DDR auf, floh nach dem Abitur in den Westen und studierte in Münster, Mainz und Berlin. Schon in jungen Jahren machte er sich mit der Erfindung der Brandcollagen einen Namen, im Alter von 30 Jahren begann er seine Lehrtätigkeit an der staatlichen Kunstschule in Bremen und wechselte drei Jahre später als Professor an die Frankfurter Städelschule, wo er bis 1987 tätig war. Er erhielt 1979 das Bundesverdienstkreuz, 2005 die Theologische Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg und 2011 den Hessischen Verdienstorden am Bande. Seine Heimatstadt Langen verlieh ihm 2005 die Goldene Ehrenplakette, 2007 den Kulturpreis und im Jahr 2013 die Ehrenbürgerwürde. Seit 2009 zeigt das Museum Glas/Werke/Langen in der Neuen Stadthalle eine umfangreiche Sammlung seiner Kunstwerke. Mehr Informationen über den Ausnahmekünstler gibt es auf der Internetseite der Neuen Stadthalle (www.neue-stadthalle-langen.de) unter dem Menüpunkt „Glas/Werke“.

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