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Nein zum Geld, Fräulein Julie und Gott

Theaterbrief bietet Stücke mit Tiefgang, Boulevard und Kabarett

13.07.2020

Augenzwinkern, Lachfalten oder Stirnrunzeln - das Kulturprogramm der Neuen Stadthalle Langen für die Saison 2020/2021 fordert allerhand von den Gesichtsmuskeln der Zuschauerinnen und Zuschauer. Ein buntes Potpourri aus tiefgründigen Schauspielen, heiteren Bühnenstücken und Geschichten sowie frechem Kabarett erwartet die Besucher ab Oktober im Glaspalast an der Südlichen Ringstraße. Auf den Plakaten für die künftigen Aufführungen stehen unter anderem renommierte Namen wie Gerd Silberbauer, Markus Majowski und Ernst Wilhelm Lenik.

In der Reihe Stadt.Theater.Langen zeigt das Team um Stadthallenchef Joachim Kolbe wieder sechs ganz unterschiedliche Stücke. Den Startschuss geben Frank Voß, Susanne Thiel und Karin Boyd am Mittwoch, 21. Oktober. In Ferdinand von Schirachs Schauspiel „Gott“ geht es um die Frage, ob der Mensch als Herrscher über die Natur auch über sein eigenes Ende entscheiden und bestimmen darf.

Am Sonntag, 8. November, treffen mit Boris Aljinovic, Erika Skrotzki und Janina Stopper im Stück „Nein zum Geld!“ sehr unterschiedliche Charakter aufeinander, denen Richards Wunsch, dem Reichtum vorsätzlich zu entsagen, sehr verdächtig ist. In „The Who And The What“ zeigen Heikko Deutschmann und seine Kollegen am Dienstag, 8. Dezember, die Problematik auf, zwei Kulturen miteinander vereinen zu müssen.

Einen faszinierenden Theaterabend verspricht August Strindbergs Werk „Fräulein Julie“ am Sonntag, 7. Februar. Eine unheilvolle Nacht führt zum Weltuntergang vom Feinsten, wenn die junge Comtesse Julie sich in die Arme des Dieners Jean wirft. In den Rollen der beiden brillieren Judith Rosmair und Dominique Horwitz.

Im Bühnenwerk „Extrawurst“ geht es ums Ganze, wenn im Streit um den Grill Atheisten auf Gläubige, Deutsche auf Türken und Hardliner auf „Gutmenschen“ treffen. Diese „Konstellationen“ am Mittwoch, 10. März, verheißen den Zuschauern zahlreiche Gedanken anregende Momente.

Zum Abschluss der Reihe empfangen Jacques Breuer, Isabell Kott, Marcus Widmann und Christian Buse ihre Zuschauer am Donnerstag, 22. April, zu „1984“. Autor George Orwell kannte 1948 zwar noch nicht die horchende Alexa, Smart Homes oder das chinesische Punktesystem für Wohlverhalten. Aber er hatte schon eine schlimme Ahnung und rund 70 Jahren nach Erscheinen seines Buches, rücken Orwells Visionen den heute Lebenden so „richtig auf die Pelle.“

Hinter Boulevard.Langen stehen auch in der neuen Saison Komödien und Lustspiele vom Feinsten. Den Auftakt machen Markus Majowski und Kerstin Fernström am Donnerstag, 8. Oktober, mit „Ungeheuer heiß“. Einer nächtlichen Verirrung in Form eines Liebesabenteuers folgen zahlreiche Verwirrungen und münden in Verwechslungen. Bei „Komplexe Väter“ zeigen Jochen Busse, Hugo Egon Balder und René Heinersdorff am Donnerstag, 12. November, einmal mehr, was schauspielerisch in ihnen steckt. Denn auf den Brettern, die die Welt bedeuten, verkörpern sie drei nicht mehr ganz junge Väter, die auf unterschiedliche Weise etwas nachholen wollen.

Erneut in der Stadthalle zu Gast ist am Samstag, 5. Dezember, das Hamburger Ohnsorg-Theater. Mit „Champagner zum Frühstück“ präsentieren die Hanseaten ein turbulentes Lustspiel über das dritte Lebensalter und das Rentnerdasein. Ring frei für eine Paar-Therapie par excellence heißt es am Mittwoch, 13. Januar, auf der Bühne bei „Der Sittich“. Michaela May und Peter Prager zeigen mit großer Lust, wie schnell ein Ehestreit existieren kann, vor allem, wenn man ihn nicht erwartet. Und am Ende ist nichts mehr so, wie es am Anfang war.

Bei „Alles was Sie wollen“ begegnen sich am Freitag, 19. Februar, eine erfolgreiche Theaterautorin mit Schreibblockade (Nora von Collande) und ihr bodenständiger Nachbar Thomas (Herbert Herrmann). Beide sind auf ihre Art zwei schrullige und liebenswürdige Gestalten mit hinreißendem Witz, Charme und Spaß an der Absurdität. Ein sündhaft teures Designer-Brautkleid führt zu einem heftigen Streit in der Hochzeitsnacht und zu einem Schnäppchen bei Ebay. Das dabei entstehende Wechselbad der verschiedensten Gefühle zeigen Max von Thun, Eva-Maria Reichert und Maximilian Laprell am Samstag, 17. April, in Stefan Vögels Werk „Das Brautkleid“. Abonnements für die Stadt.Theater.Langen- und Boulevard.Langen-Aufführungen kosten zwischen 81 und 99 Euro, der Preis für das Wahl-Abo liegt bei 90.

Acht künstlerische Leckerbissen auf einer großen „Drei-Sterne-Menükarte“ mit Kabarett, Satire und Comedy bringen das Publikum zum Schmunzeln, Nachdenken und Lachen. Mit der „Schlachtplatte spezial“ geht es los am Samstag, 3. Oktober. Robert Griess, Nils Heinrich, Axel Pätz und Sebastian Schnoy rechnen gnadenlos mit all dem „Wahnsinn und Schwachsinn“ der Gegenwart ab.

Bissig nimmt Simone Solga am Donnerstag, 29. Oktober, mit ihrem Programm „Ihr mich auch“ die Gesellschaft der Bundesrepublik aufs Korn. Ihrer Meinung nach ist nämlich das Land verrückt geworden. Denn Gesinnung ist derzeit wichtiger als Verantwortung, Emotionen haben mehr Bedeutung als Fakten und Moralisieren ist wichtiger als Kompetenz.

Höchste musikalische Leistung und Komik vom Feinsten versprechen die Brüder und Pianisten Dominik und Florian Wagner am Freitag, 6. November, mit ihrem Programm „Ass-Dur – 4. Teil: Quint-Essenz“. Am Donnerstag, 10. Dezember, ist mit Mathias Tretter ein Künstler der Spitzenklasse in Langen zu Gast. Worum es in seinem neuen Programm „Sittenstrolch“ geht, weiß noch keiner. Aber es wird gut, denn Tretter geht immer.

Kann jemand mit zwei linken Händen Dichter, Schauspieler und Musiker werden? Die Frage kann beruhigt bejaht werden, denn den Beweis tritt Helmfried von Lüttichau am Donnerstag, 21. Januar, an. Und zwar mit E-Gitarre, Valentin und Gernhardt. Das Publikum erwartet jedenfalls in Langen ein spannender Abend in den großen Weiten des Kabaretts. Zu einer abenteuerlichen Reise in die Tiefen der deutschen Befindlichkeiten lädt Helmut Schleich am Samstag, 6. März, in die Neue Stadthalle. Unter dem Motto „Kauf, du Sau!“ rückt der mehrfach ausgezeichnete Münchner Kabarettist der vom Kaufrausch narkotisierten Gesellschaft mit seinen zugespitzten Bosheiten zu Leibe. Praktische Tipps zur Haltung und Pflege eines beziehungstauglichen Partners gibt am Samstag, 20. März, Cavewoman Heike alias Konstanze Kromer. Die Berlinerin und Neu-Höhlenfrau rechnet in einer fulminanten Solo-Show mit den selbsternannten „Herren der Schöpfung“ ab.

Woher kommt die menschliche Unfähigkeit, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen? Thomas Freitag versucht bei „Hinter uns die Zukunft“ am Donnerstag, 29. April, spielend, lesend und erzählend eine Antwort darauf zu finden. Sein Credo: Wenn man sich mit der Vergangenheit beschäftigt, so eröffnet es den Blick für die Zukunft. So zieht der gebürtige Alsfelder Bilanz und guckt zugleich nach vorne.

Neben den ausführlichen Texten zu den einzelnen Bühnenstücken informiert der neue Thea-terbrief auch über die geplanten Kinderveranstaltungen. Ihren Spaß haben die Kleinen ab drei Jahren zum Beispiel bei den Figurentheateraufführungen „Lauras Stern“ (Donnerstag, 22. Oktober), „Der kleine König“ (Donnerstag, 5. November) oder „Armer Pettersson weihnachtlich“ (Dienstag, 15. Dezember). Groß und Klein kommen auch auf ihre Kosten beim Familien-Musical „Die Schöne und das Biest“ (Montag, 21. Dezember) und beim „Räuber Hotzenplotz“ (Samstag, 6. Februar). Weitere Höhepunkte aus dem Veranstaltungskalender sind unter anderem die Talkshows „Reginas Gäste“ mit prominenten Gesprächspartnern am Donnerstag, 10. September, und am Sonntag, 4. Oktober, die Verleihung des Hessischen Rock- und Pop-Preises 2020 am Freitag, 4. Dezember, und der 3. Zaubersalon in Langen am Sonntag, 20. Dezember, - natürlich flankiert von den beliebten Partys wie Rock am Sterzbach, zahlreichen Live-Konzerten oder dem Jazz-Frühschoppen.

Der Theaterbrief liegt in der Neuen Stadthalle und im Rathaus aus. Ebenso erhältlich ist die knapp 40-Seiten starke Broschüre bei den Mister Travel-Reisebüros in Langen und Egelsbach, im Kaufhaus Braun und anderen lokalen Einrichtungen. Der Einzelkartenverkauf beginnt ab sofort. Im Rathaus sind keine Eintrittskarten erhältlich. Sparfüchse und Kulturhungrige bestellen ihre Abonnements bis dahin schriftlich beim Fachdienst Kultur und Sport. Ein entsprechendes Formular dafür liegt dem Theaterbrief bei. Neben einer Ersparnis von etwa 25 Prozent bietet das Abo auch die Möglichkeit der exklusiven Platzwahl. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.neue-stadthalle-langen.de, telefonisch unter 203-437 oder per Mail an cstaubach@langen.de.

 

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